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PS4 Switch Tests Xbox One

Solo: Islands of the Heart im Test

Solo: Islands of the Heart ist ein Puzzler zum Nachdenken. Merge Games und Team Gotham setzen euch auf einer wunderschönen fantasievollen Ansammlung von Archipelen aus. Dort soll die Natur eine große Rolle spielen und die Chance zum nachdenken gegeben werden. Ähnlich wie im Indie-Game Last Day of June dreht sich alles um das Thema Liebe. Wir haben Solo: Islands of the Heart als Nintendo Switch-Variante getestet, darüber hinaus gibt es noch eine Version für Microsofts Xbox One und Sonys Playstation 4. 


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Das Herz am rechten Fleck

Zu Beginn erstellt Ihr einen Charakter der euch am besten repräsentiert. Zur Auswahl stehen zwischen männlich und weiblich auch ein drittes Geschlecht, welches dann non-binär heißt und sich weder zum einen noch zum anderen zählen lässt. Als nächstes wählt ihr aus, welchem Geschlecht Ihr zugeneigt seid. Neben den drei vorherigen gibt es noch eine vierte Auswahlmöglichkeit welche dann alle beinhaltet. In der heutigen Zeit empfinden wir das als großen Pluspunkt. Nun könnt ihr euren Avatar wählen, hier habt ihr die Auswahl zwischen drei Modellen. Abschließend gebt Ihr noch den Namen eurer Liebsten bzw. eures Liebsten ein und schon startet das Abenteuer.

Hier beginnt die Reise.

Was ist Liebe?

Eines der wichtigsten Spielelemente in Solo: Islands of the Heart ist das beantworten von Fragen zu euren Beziehungen und bestimmten Einstellungen. Dieses Konzept ist allgegenwärtig und es wird natürlich empfohlen diese wahrheitsgemäß zu beantworten, um das bestmögliche Spielerlebnis zu haben.

Im Zwiegespräch mit eurer besseren Hälfte.

Um diese wichtigen Fragen aber beantworten zu können muss zuerst mal ein Totem erreicht werden. an diese gelangt ihr zu Beginn noch recht einfach, um die Mechaniken kennen zu lernen. Hügel könnt Ihr einfach erklimmen. Sollte ein Vorsprung allerdings doch höher gelegen sein, könnt ihr euch mit Kisten behelfen. Über Schluchten könnt ihr auch mit einem Gleitschirm segeln. Seid ihr dann am Totem, stellt dieses mal mehr mal weniger tiefgründige Fragen zu eurer Ansicht zum Thema Liebe und Beziehung. Dies kann z.B. die Art eurer Beziehung sein.

Lebt ihr in Monogamie, also nur mit einem Partner oder Polygamie, also könnt mehrere Menschen lieben. Hierbei gibt es immer mehrere Antworten. Habt ihr nun alle Fragen beantwortet öffnet sich der nächste Bereich. Oftmals wartet dort euer gewählter Partner als eine Art Geistererscheinung und hinterfragt eure Entscheidung. Das wirkt sich dann doch oft auf den Spieler aus und man denkt nochmals darüber nach.


Liebenswert in allen Belangen?

Auf jedem Inselbereich steht ihr vor einem neuen Gelände das es zu erkunden gilt. Keines ähnelt dem anderen, so sind auf einem Archipel recht skurrile Fichten, auf einem anderen Inselbereich ist der Boden z.B. rötlich wie Sandstein. Die einzelnen Bereiche sind abwechslungsreich und motivieren immer wieder diese zu erkunden.

Die Tiere sind ebenfalls etwas skurril gestaltet.

Auch die Charaktere und Tiere die wir vorfinden sind süß gestaltet und sollten definitiv angesprochen werden. Immer wieder sind kleine Bänke oder Stühle vorzufinden auf denen Ihr die Aussicht genießen und für einen Moment inne halten könnt. Einen Fotoapparat habt ihr ebenfalls im Gepäck, das Knipsen der Landschaft oder anderen Objekten hat aber leider keinerlei Zweck. Lediglich die Gitarre müsst ihr stellenweise nutzen.

Ganz und gar nicht liebenswert ist dahingegen die Steuerung. Diese fühlte sich ungenau und verzögert an, wodurch Sprungpassagen oder das hantieren mit dem Zauberstab um Kisten aus der Ferne zu bewegen recht frustrierend wird. Auch die Kamerasteuerung macht keinen Spaß da sie ebenso unpräzise wie die Steuerung des Avatars selbst ist.


Liebe bis ins kleinste Detail?

Im vorherigen Absatz haben wir die liebevolle und süße Gestaltung der Areale und der Flora und Fauna angesprochen. Allerdings wirken diese doch recht klobig. Als wir stellenweise Ruckler feststellten verwunderte uns das doch schon. Vor allem da es bereits andere Spiele gibt, die mit der Unity-Engine besser laufen.

Der Soundtrack hingegen versprüht eine liebevolle und nette Atmosphäre. Alles ist friedlich und strotzt nur so vor Harmonie. Wer die englische Sprache nicht oder nur zu einem geringen Maß beherrscht wird leider Probleme haben sich doch in den Titel zu verlieben, denn leider wurden keine Texte ins Deutsche übersetzt.

Die Archipelen erstrecken sich bis zum Horizont.

Fazit:

Solo: Islands of the Heart entwickelte sich bei mir zu einer Hassliebe. Einerseits ist die Idee hinter dem Titel klasse. Das Exposé des Nachdenklichwerdens geht vollends auf. Die Charaktere und Tiere sind süß und die harmonische Umgebung wird durch einen noch beruhigenderen Soundtrack abgerundet. Mit Konzept der Liebe als Grundlage für eine Beziehung wird sehr vernünftig und reif umgegangen. Darüber hinaus sind die Texte sehr toll geschrieben.

Andererseits frustriert der Titel durch die miserable Steuerung sehr. Hierbei sind die Ruckler bei schwierigeren Passagen ebenfalls nicht von Vorteil. Leider haben auch die Spielelemente wie der Fotoapparat oder das hinsetzen keinerlei Bedeutung und bieten keinerlei Anreiz diese zu nutzen.


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