Image default
Hardware PS4

snakebyte GAME:PAD 4 S Review

Hardware-Hersteller snakebyte bietet mit dem GAME:PAD 4 S ebenfalls einen kabelgebundenen Controller für die PlayStation 4 an. Im Vergleich zu den Pro-Controllern der Konkurrenz fällt der Preis mit knapp 30 Euro aber deutlich geringer aus. Damit ist das Gerät nur halb so teuer, wie das Original von Sony. Ob der Controller sein Geld trotzdem wert ist, verrät euch unser Review.

GAME:PAD 4 S 
Das GAME:PAD 4 S ist eine günstige Alternative für die PlayStation 4.

snakebyte GAME:PAD 4 S

Neue Controller sind mittlerweile eine teure Angelegenheit. Knapp 60 Euro veranschlagt Sony für einen DualShock-4-Controller. Gibt euer Gamepad also einmal den Geist auf, reißt das mitunter ein nicht unerhebliches Loch in euren Geldbeutel.

Der bekannte Hardware-Hersteller snakebyte liefert mit dem GAME:PAD 4 S nun endlich eine günstigere Alternative zum Original und richtet sich, anders als die Konkurrenten NACON und Razer, nicht zwangsläufig an angehende Profis. Teuren Firlefanz wie Zusatztasten, einstellbare Analog-Sticks und ähnliches sucht man hier nämlich vergebens. Dafür werden aber auch mindestens 70 Euro weniger fällig, als bei der Konkurrenz.

Zumindest optisch punktet das GAME:PAD 4 S mit klaren Linien und schicken Details. Im Vergleich zum Original aus dem Hause Sony fällt die Hardware nicht nur etwas kleiner, sondern auch deutlich leichter aus. Letzteres liegt vor allem daran, dass das Gamepad, ähnlich wie die Konkurrenz, lediglich kabelgebunden genutzt werden kann. Das fehlen des Akkus sorgt entsprechend dafür, dass der Controller deutlich weniger Gewicht auf die Waage bringt. 

GAME:PAD 4 S 
Rein äußerlich erinnert das Pad an den S-Controller der ersten Xbox.

Auch die Grundform des Controllers hat mit dem Sony-Original nur wenig gemeinsam. Vielmehr erinnert das GAME:PAD 4 S an den S-Controller der originalen Xbox oder das Xbox 360-Gamepad, wenngleich die beiden Analog-Sticks hier natürlich synchron angeordnet sind. Das Äußere der Hardware wird dominiert von kühlen Plastik und fühlt sich auf den ersten Blick nicht son wertig an wie die Konkurrenz – doch irgendwo muss man für den günstigen Preis ja auch Abstriche machen. Trotzdem geht die Verarbeitungsqualität insgesamt in Ordnung, es klappert nichts. 


Für kleine Hände

Obwohl das GAME:PAD 4 S im direkten Größenvergleich mit dem Sony Original etwa genauso groß ausfällt, orientiert sich der Controller eher an Spieler mit kleinen Händen. Für meine kleinen Mädchenhände ist das Pad also hervorragend geeignet und liegt nach kurzer Eingewöhnungszeit auch angenehm in der Hand. 

GAME:PAD 4 S
Die kurzen Trigger sind etwas gewöhnungsbedürftig.

Gerade Spieler mit großen Händen werden allerdings Probleme haben, besonders weil die Tasten und Analog-Sticks deutlich näher beieinander liegen, als beispielsweise beim DualShock 4. So kann es vorkommen, dass ihr versehentlich zwei Tasten gleichzeitig drückt. Selbiges gilt für die beiden Trigger, die nicht nur kleiner ausfallen als beim Original, sondern auch einen kürzeren Weg bieten. Gerade in Rennspielen oder Shootern, in denen der Druck auf L2 und R2 wohldosiert sein muss, ist das mitunter von Nachteil. So fällt es beispielsweise bei einem Project Cars 2 deutlich schwerer aus, mit Halbgas aus einer Kurve herauszubeschleunigen. 

Zumindest anfangs, denn hat man sich erst einmal an das GAME:PAD 4 S gewöhnt, verrichtet es wirklich gute Dienste. Das liegt vor allem auch an den hervorragenden, nach innen gewölbten Analog-Sticks, die einen angenehmen Widerstand aufweisen. Auch die anderen Tasten weisen einen angenehmen Druckpunkt auf. 

GAME:PAD 4 S
Kaum kleiner als der DualShock 4, trotzdem nur für kleine Hände geeignet.

Kritik muss sich snakebyte allerdings bei den Zusatzfunktionen gefallen lassen. Genau wie bei der Konkurrenz glänzen nämlich Lautsprecher und Lichtleiste durch Abwesenheit. Auch das Starten der Konsole ist bei dem Controller nicht möglich. Nutzt ihr das GAME:PAD 4 S, müsst ihr die PlayStation 4 also direkt am Gerät einschalten. Diese fehlenden Features haben allerdings alle Dritthersteller gemeinsam.


Fazit:

Das snakebyte GAME:PAD 4 S ist ein gelungener Controller für all diejenigen, die nur wenig Geld in Zusatzhardware investieren können oder wollen. Für gerade einmal knapp 30 Euro (und damit zum halben Preis des DualShock 4) kann der Controller zumindest überzeugen. Die Verarbeitungsqualität erreicht zwar nicht das Niveau der deutlich teureren Konkurrenz, leistet sich aber dennoch keine nennenswerten Schwächen.

Wirklich Sinn macht das GAME:PAD 4 S allerdings nur, wenn ihr kleine Hände habt. Ansonsten passiert es  aufgrund der geringen Abstände leider ziemlich schnell, dass ihr im Eifer des Gefechts mehrere Tasten gleichzeitig drückt. Auch die Trigger benötigen aufgrund der kurze Zugwege eine gewisse Eingewöhnungszeit. Mich persönlich stört es nicht, dass das GAME:PAD 4 S ausschließlich kabelgebunden genutzt werden kann. Das 3 Meter lange Kabel bietet eine ausreichende Länge, um auch gemütlich vom Sofa aus zocken zu können. Blöd nur, dass ich zum Starten der Konsole dann doch aufstehen muss. Lautsprecher und Lichtleiste gibt es leider nicht, aber das haben alle Dritthersteller-Geräte gemeinsam.

Wer also neben einem kleinen Geldbeutel auch kleine Hände hat und sich daran nicht stört, findet im GAME:PAD 4 S eine gelungene Alternative, die vor allem als Zweitcontroller Sinn macht.


 

verwandte Beiträge

GZG-ameplay: Dishonored 2 – Die ersten 30 Spielminuten

Christian Ibe

Doch keinen Gebrauchtspielemarkt für die PS4?

Erster Teaser zu The Witcher 3: Wild Hunt

Tim Rozenski