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retroplace: Der Ort für Spielesammler

Wer sich zu den Videospielesammlern zählt führt meist Buch. Dies hat oft mehrere Gründe. Einerseits möchte man einen Überblick darüber haben, welche Titel man schon hat und für viele ist es ebenso wichtig eine klare Auflistung dazu zu haben wie viele Spiele sie in ihrer „Bibliothek“ bereits befinden. Dies hat den Vorteil, dass unnötig ein Doppelkauf vermieden wird und die Sammler zu jederzeit einen klaren Überblick behalten. Darüber hinaus wird es heute immer schwieriger an gut erhaltene und vor allem funktionale ältere Spieleklassiker zu gelangen. Abgesehen von Flohmärkten oder Retrobörsen, bei denen man auch keine Garantie für ein funktionierendes Spiel hat, gibt es auch andere Wege an die Schätze zu gelangen. Genau hier kommt retroplace ins Spiel. Die Macher wollen eine Datenbank, als auch einen Marktplatz verbinden. Wir haben die Köpfe hinter dem Projekt auf der gamescom getroffen und uns über retroplace unterhalten. So soll die Plattform eine unfassbar große Bibliothek an Videospielen, sowie der zugehörigen Konsolen beherbergen. Der Marktplatz den retroplace inne hat, soll sehr sicher sein und auf die Wünsche der Videospielenthusiasten zugeschnitten sein. Ich habe mich auf retroplace umgeschaut und meine Sammlung dort hinterlegt. Im folgenden Special teilen wir unsere Erfahrungen mit euch.


Die Datenbank

Die Datenbank umfasst nicht nur Videospiele an sich, auch die passenden Systeme könnt ihr auswählen und zu eurer Sammlung hinzufügen. Unter den Systemen und Spielen tummeln sich natürlich die üblichen Verdächtigen wie Super Nintendo Entertainment System oder auch die Playstation 1, aber auch eher unbekannte Systeme wie das BBC Micro oder ein Tapware Zodiac werden mit den zugehörigen Titeln gelistet. Aktuell sind ca. 131.254 Spiele eingetragen. Was eine unfassbar große Menge an Videospieltiteln ist. Täglich werden weitere Titel durch die Community hinzugefügt, wodurch die Bibliothek ständig wächst.

Hier sehen wir z.B. eine AUflistung der aktuell gelisteten C64 Titel.

Ebenso hat der Reiter Datenbank mehrere Funktionen, so könnt Ihr die Spieledatenbank durchstöbern. Hier gibt es natürlich verschiedene Filter die ihr auswählen könnt, um die Suche einzugrenzen. Entweder sucht ihr nach dem System selbst oder aber nach Regionen. Ein weiteres Feature ist die Übersicht der Systeme. Hier findet ihr ein Listing mit allen eingetragenen Systemen und deren Bilder. Es ist definitiv interessant zu sehen welche skurrilen Geräte es auf den Markt geschafft haben. Ich denke die wenigsten kennen z.B. die Tiger R-Zone. Weiterhin gibt es einen Reiter für Sammlungen, hier findet ihr die Kollektionen von anderen Sammlern. So fanden wir unter anderem BluemanSL welcher mit 4306 Titeln und 231 Konsolen auftrumpfen kann.

Diese Details sind beim Anlegen eines neuen Spieletitels anzugeben. Belohnt wird dies mit Retropints für die es aktuell leider noch keine Verwendung gibt.

Der letzte und vielleicht auch wichtigste Punkt der Datenbank ist der Reiter „Neuen Eintrag anlegen“. Solltet ihr einen Titel nicht finden können, ist es ziemlich simpel diesen selbst einzutragen. Hierbei ist zu beachten, dass ihr euch vorher informiert, denn neben dem Titel selbst, als auch dem System, sind mehrere Daten einzutragen welche für einen Eintrag unabdingbar sind. Entwickler als auch Publisher, sowie das Releasedatum dürfen nicht fehlen. Die Region in der der Titel eurer Version erschien, das Genre als auch die wichtigen EAN/UPC-Codes, Produktcodes und der Produktcode (Medium) sind einzutragen. Des weiteren könnt Ihr ein Foto vom Cover hinzufügen, um den Eintrag zu komplettieren.


Der Marktplatz

Zum Sammeln von Videospielen gehört auch das Kaufen und Verkaufen dieser. Retroplace bietet dafür einen eigenen Marktplatz an. Dafür gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Zu den unsicheren Alternativen zählen hierbei wohl eBay, die allseits bekannten Kleinanzeigen, als auch Gruppen auf Facebook. Durchaus gibt es vertrauenswürdige Personen in diesen Gruppen, aber nicht selten liest man gegenteiliges. Retroplace offeriert einige Features, neben den üblichen Angeboten oder dem Inserieren finden wir auch Suchagenten. Diese könnt ihr nach System und Region einstellen, um bei neuen Inseraten direkt informiert zu werden. Maximal könnt ihr zehn dieser Suchagenten anlegen. Als weiteres, sowie neues Feature bietet retroplace den Reiter der meistgesuchten Spiele an. Hier findet ihr die Titel, welche am häufigsten in Wunschlisten vertreten sind. Ebenso könnt Ihr direkt aus eurer Sammlung verkaufen und auf dem Markt anbieten. Um einen passenden Deal zu finden, werden die Games als auch Systeme mit Beschaffenheitsangaben, Kaufpreisen und Versandkosten angeboten.

Auf dem Marktplatz könnt Ihr von anderen Usern Titel erwerben, oder selbst verkaufen.

Die Sammlung

Natürlich könnt ihr auf retroplace auch eine eigene Sammlung anlegen. Dies geht ziemlich einfach von der Hand. Zum einen könnt Ihr einen Titel mittels Namen suchen und das passende Spiel einfach hinzufügen, oder aber ihr sucht einfach nach der Nummer unterhalb des Strichcodes und werdet ebenso fündig. Die dritte und bequemste Möglichkeit ist es den Strichcode mit der Handykamera abzuscannen, um so das gesuchte Spiel zu finden. Mit diesen Methoden ist es weiterhin möglich eure Wunschliste zu erweitern. Zusätzlich könnt Ihr auch Bilder hochladen um eure Sammlung zu zeigen und die Community daran teilhaben lassen.

In eurer Sammlung könnt Ihr nach Lust und Laune Spiele hinzufügen, oder schnell nachsehen ob Ihr einen Titel schon habt, solltet Ihr gerade unterwegs sein und keinen physischen Zugriff auf eure Sammlung haben.

Fazit:

Mir persönlich gefällt retroplace sehr gut. Nicht nur das Eintragen eurer Sammlung ist einfach gestaltet, auch das Wunschlistenfeature möchte ich nicht mehr missen. Der Kostenfaktor ist definitiv ein Pluspunkt für retroplace, denn die Seite könnt ihr komplett kostenfrei nutzen. Was das Neuanlegen von Spielen für die Datenbank angeht muss ich sagen, dass es zwar aufwendig sein kann alle Codes von der Packung eines Titels anzugeben, allerdings macht es das System erst vollkommen und schützt vor schlampig angelegten Titeln.

Wer Videospiele sammelt oder verkaufen will sollte sich auf retroplace definitiv einmal umsehen, denn ich merkte erst beim zweiten Blick welches Potenzial die Website für leidenschaftliche Sammler bietet.


 

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