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Hardware PS4

Razer Thresher 7.1 Wireless Headset im Test

Mit dem Razer Thresher 7.1 Wireless Headset für PlayStation 4 präsentiert der renommierte Hardware-Hersteller ein neues Premium-Headset für die aktuelle Sony-Konsole, welches es in sich hat. Auf dem Papier klingen die technischen Daten des Surround-Kopfhörers ziemlich beeindruckend, doch wie sich das Thresher im Gebrauch schlägt, zeigt unser Hardware Review.

Razer Thresher


Razer Thresher – Wuchtig und stark

Das Razer Thresher 7.1 Wireless Headset markiert die Speerspitze im Konsolen-Audiosegment des bekannten Hardware-Herstellers. Dementsprechend können sich die technischen Daten des knapp 170 Euro teuren Headsets absolut sehen lassen. Wie bereits im Kraken Pro V2 sorgen hier fette 50 mm Treiber für eine kraftvolle Akustik. Auch der Frequenzbereich von 12 – 28.000 Hz, sowie die Impedanz von 32Ω bei 1 kHz deuten darauf hin, dass ihr es hier mit einem erstklassigen Headset zu tun habt.

Der 7.1 Surroundsound wird über Dolby Headphone simuliert. Diese Methode zeichnete sich bereits in der Vergangenheit durch eine deutlich höhere Audioqualität aus, als bei „echten“ Surround-Kopfhörern. Zudem sorgt ein fetter Akku dafür, dass dem Razer Tresher 7.1 Wireless Headset nicht so schnell die Puste ausgeht. Knappe 16 Stunden Laufzeit erreicht das Headset, bevor es wieder aufgeladen werden muss. Ein hervorragender Wert. 

Der Verzicht auf etwaigen Kabelsalat hat natürlich zur Folge, dass der Kopfhörer deutlich schwerer ist, als die Konkurrenz. Satte 408 Gramm bringt das Razer Thresher auf die Waage. Ob das auf Dauer bequem sein kann?

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Äußerst angenehm

In Sachen Tragekomfort ist das Razer Thresher 7.1 Wireless Headset erfreulicherweise über jeden Zweifel erhaben. Selbst nach mehrstündigen Spielesessions sitzen die Kopfhörer noch angenehm auf dem Kopf, ohne zu drücken. Genauso verhält es sich mit den angenehmen Ohrpolstern aus Memory-Schaumstoff und Kunstleder, die sich der eigenen Kopfform anpassen. Auch diese sitzen nach einigen Stunden noch angenehm über den Ohren. Auch verschwitzte Ohren müsst ihr nicht befürchten.

Razer Thresher 7.1
Das Razer Thresher 7.1 kommt in einem schicken blauen Karton daher.

Für Brillenträger ist ein Headset auf Dauer immer so eine Sache. Doch auch daran hat Razer gedacht. So wartet das Razer Thresher mit Schaumstoff-Vertiefungen auf, die die Schläfen entlasten sollen. Wirklich merken konnten wir davon in unserem Test zwar Nichts, doch selbst mit Brille auf dem Kopf konnte der Tragekomfort auch nach einigen Stunden noch vollends überzeugen.


Einrichtung und Bedienung

Die Einrichtung des Razer Thresher ist kinderleicht. Verbindet einfach den beiliegenden USB-Adapter mit einem der Ports der PlayStation 4 und das optische Kabel mit Stick und Konsole. 

Leider lässt sich der USB-Dongle lediglich an die vorderen Ports der PlayStation 4 anschließen, die Eingänge an der Rückseite verweigerten (softwareseitig) in unserem Test ihren Dienst. Das führt nicht nur zu unschönem Kabelsalat, sondern wirkt auch ein wenig fragil. Zudem hätte der Dongle auf der Rückseite neben eingestecktem LAN-Kabel auch gar keinen Platz, doch dieser Fehler liegt bei Sony und nicht bei Razer. Zudem lässt sich das Headset an der PS4 Slim nicht in vollem Umfang nutzen, da das dünnere Modell der Sony-Konsole nicht über einen optischen Eingang verfügt. Hier hilft lediglich der Umweg, das Headset an den Fernseher anzuschließen – was natürlich klangliche Einbußen zur Folge hat.

Razer Thresher 7.1
Etwas Kabelsalat gibt es leider an der Front der PS4 .

Ansonsten bietet die Bedienung aber keinen Anlass zur Kritik. Über ein Rädchen an der linken Seite könnt ihr die Lautstärke des Mikrofons einstellen, an der anderen Seite findet ihr das entsprechende Pendant für die Spiellautstärke. Beide Kanäle lassen sich also wunderbar getrennt voneinander einstellen. Wer lediglich den Kopfhörer nutzen möchte, kann das unidirektionale Mikrofon fast komplett im Ohrpolster versenken und nur bei Bedarf ausziehen.

Ebenfalls gefällt, dass das auf der 2.4GHz Frequenz funkende Razer Thresher 7.1 Wireless Headset eine Reichweite von satten 12 Metern bietet. Wer also auf dem Weg in die Küche oder auf der Toilette mit seinen Freunden kommunizieren möchte, kann dies ebenfalls tun. 

Aufgeladen wird das Headset mittels USB-Kabel an jedem möglichen USB-Port, doch kann es während des Ladens leider nicht verwendet werden. Positiv: Die Nutzung am PC ist ebenfalls möglich, sofern dieser über einen entsprechenden optischen Eingang verfügt.

Etwas ärgerlich hingegen, dass es keinen 3,5 mm Klinkenanschluss gibt. Auch Bluetooth wird nicht unterstützt. Ihr seid also auf den optischen Eingang angewiesen.


Wie klingt es denn?

Halten wir fest: Die Verarbeitung ist gut, der Tragekomfort stimmt und die Einrichtung ist simpel. Doch wirklich entscheidend ist die Audioqualität eines Headsets. Auch in diesem Bereich gibt sich das Razer Thresher fast keine Blöße. Dank großem Frequenzbereich und fetter 50-mm-Treibereinheiten leistet sich das Headset weder bei den Bässen, noch bei den einzelnen Tonbereichen Fehler.

Razer Thresher 7.1
Im Karton ist alles wunderbar aufgeräumt.

Die Simulation des Raumklangs ist schlichtweg atemberaubend. Gerade in hitzigen Multiplayer-Gefechten eines Call of Duty WWII oder Battlefield 1 ergibt sich dadurch ein nicht unerheblicher, spielerischer Vorteil. Immerhin hört ihr, von wo sich euch gerade ein Gegner nähert oder von welcher Seite die Schüsse auf euch einprasseln.
Doch auch andere Spiele profitieren spürbar vom simulierten Surround-Sound der Kopfhörer, was zu einem noch intensiveren Spielerlebnis führt. Seien es nun die fetten Motorensounds eines Gran Turismo Sport oder die actionreichen Kämpfe eines Horizon: Zero Dawn

Wirkliche Schwächen bemerkt ihr nur, wenn ihr abseits der Videospiele mit dem Razer Thresher arbeitet. Denn die Abmischung des Sounds zielt ganz klar auf Spiele und Filme ab. Entsprechend dominant tritt der Bass auf und das auf Kosten der hohen und mittleren Töne, welche zu wenig betont werden. Von einem neutralen Klang kann man also leider nicht sprechen, was vor allem beim Hören von Musik deutlich auffällt. 

Razer Thresher 7.1
Im Lieferumfang findet ihr neben dem Headset den USB-Dongle und die beiden Verbindungskabel.

Nichts zu beanstanden gibt es hingegen beim flexiblen Mikrofon, welches eure Stimme jederzeit glasklar überträgt. Mit einem Frequenzgang von 100 – 10.000 Hz, Empfindlichkeit (bei 1 kHz, 1 V/Pa) von -38 ± 3dB und einem Rauschabstand von >55 dB seid ihr für jeglichen Teamchat oder gemütlichen Plausch jedenfalls bestens ausgestattet. Für Streamer und Youtuber ist das Mikrofon allerdings nur bedingt geeignet, da es nicht alle Umgebungsgeräusche herausfiltert. 


Fazit:

AwardMit dem Razer Thresher 7.1 Wireless Headset  liefert Razer ein hervorragendes Headset ab, welches kaum Anlass zur Kritik bietet. Die Verarbeitungsqualität ist herausragend und auch der Tragekomfort des schweren kabellosen Kopfhörers ist über jeden Zweifel erhaben. Selbst als Brillenträger sitzt das Headset auch nach einigen Spielstunden angenehm auf dem Kopf. Zudem kann die Akkulaufzeit mit knapp 16 Stunden vollends überzeugen.

Der simulierte Dolby Surround Sound überzeugt vor allem mit einem guten Klangbild und starken Bässen. Die Ortung der Gegner in Shootern funktioniert hervorragend, doch auch Stimmen überträgt das Headset sehr gut. Die hervorragende Audioqualität in Kombination mit dem rundum stimmigen Gesamtpaket rechtfertigt den Preis von knapp 170 Euro vollends.

Zum Musikhören oder Vertonen von Videos eignet sich das Headset allerdings nur bedingt. Besonders da Höhen und Mitten ein wenig unter gehen und nicht alle Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden. Trotzdem eine klare Kaufempfehlung für alle, die ein kabelloses Surround-Headset für die PlayStation 4 suchen.


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