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PS4 Switch Tests Xbox One

Olympische Spiele Tokyo 2020 im Test

Mit einem Jahr Verspätung finden in diesem Jahr die Olympischen Sommerspiele in Tokio statt. Nachdem im vergangenen Jahr bereits Mario & Sonic ihr Können virtuell auf die Probe stellen konnten, folgt nun das zweite Videospiel rund um das Sportereignis auf PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch. Wir haben uns letztere Spielversion für euch genauer angesehen und verraten euch, ob sich ein Kauf des Spiels lohnt.

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Dabei sein ist alles?

Mit Olympische Spiele Tokyo 2020 schickt SEGA ein weiteres offizielles Spiel zum sportlichen Großereignis ins Rennen um die Gunst der Spielerinnen und Spieler. Nachdem der Titel in Japan bereits seit einiger Zeit auf dem Markt ist, dürfen nun auch wir Europäer unsere Fertigkeiten in 18 verschiedenen Sportarten unter Beweis stellen. Mit dabei sind altbekannte Klassiker wie der 100 Meter-Lauf, Beach Volleyball, Weitspringen, Fussball, Tennis oder auch Klettern. Die Auswahl ist durchaus vielfältig ausgefallen, deckt aber nicht alle Facetten der Olympischen Spiele ab. So hat SEGA beispielsweise neue olympische Sportarten wie beispielsweise Skateboarding komplett außer Acht gelassen.

Wie schon Mario & Sonic, so präsentiert sich auch Tokyo 2020 als arcadelastige Sportspielsammlung. Dies macht sich vor allem in dem teilweise recht comicartigen Stil des Sporttitels bemerkbar. Zu Beginn bastelt ihr euch euren ganz persönlichen Olympioniken in einem umfangreichen Editor zusammen, der vom durchtrainierten Athleten bis hin zum Bierbauchträger mit Ritterhelm reichen kann. Allein rund 100 verschiedene Kostüme haben es in den Titel geschafft, mit denen ihr euren virtuellen Sportler einkleiden könnt. Hier beweist SEGA sehr viel Humor und bringt eine gewisse spaßige Komponente ins Spiel, die auf alle Fälle positiv auffällt. Ähnlich verhält es sich auch bei der Umsetzung der einzelnen Sportarten, die zum Großteil in die Richtung Zugänglichkeit und flotten Spielspaß tendieren. Für viele Sportarten benötigt ihr zumeist einen flotten Finger und etwas Geschick. Dennoch versprechen einige Disziplinen auch etwas mehr Geschick und Überlegungen. Als positive Beispiele wären an dieser Stelle die Umsetzungen von Tischtennis, Judo oder dem Hammerweitwurf zu nennen. Natürlich könnt ihr die einzelnen Disziplinen nicht mit eigenständigen Spielen gleichsetzen, dennoch machen Tennis, Fussball oder auch Basketball in Tokyo 2020 Spaß, auch wenn sie nicht ganz so ausgefuchst und tiefgründig sind wie ein Virtua Tennis, PES und NBA-Game.

Auch Sonic mischt in der Olympiade auf Wunsch als Kostüm mit.
© SEGA | Koch Media

Geringer Umfang trübt das Bild

So gut ein Großteil der Disziplinen auch umgesetzt ist, so fällt schnell der doch recht geringe Umfang von Tokyo 2020 ins Auge. Einen echten Karriere- oder Storymodus gibt es leider nicht. Vielmehr tretet ihr hier in den einzelnen Disziplinen an und könnt diese bis zum Finale spielen, um dort im Bestfall die Gold-Medaille zu erringen. Darüber hinaus gibt es einen Trainingsmodus und einen lokalen sowie Online-Mehrspielermodus. Solisten wird also doch recht schnell die Motivation ausgehen, auch wenn die einzelnen Sportarten sicher immer wieder für eine kurze Spielpartie einladen.

Online könnt ihr mit bis zu acht Spielern antreten. Leider fällt hier der Funktionsumfang auch etwas mau aus. So kann nur der Host entscheiden welche Disziplin gespielt wird. Ein Votingsystem wäre hier durchaus eine gute Idee gewesen.

Technisch ist die Umsetzung von Tokyo 2020 solide ausgefallen. Sicher dürft ihr keine Grafikgranate erwarten, unterm Strich sieht das Spiel aber solide aus und punktet mit dem comichaften Charme der Avatare. Nichtsdestotrotz bekommt man immer wieder den Eindruck, dass SEGA dem Titel etwas mehr Liebe zum Detail und Umfang hätte spendieren können. Eine wirklich dichte Atmosphäre, wie man sie von den Olympischen Spielen erwarten könnte, kommt leider nie so ganz auf und obendrein fehlt es dem Spiel schlicht an Langzeitmotivation.

Beach Volleyball ist eingängig und macht Laune.
© SEGA | Koch Media

Fazit:

SEGA liefert mit Olympische Spiele Tokyo 2020 eine solide Versoftung des Sportereignisses ab, dem es aber an Liebe zum Detail, Umfang und vor allem der Langzeitmotivation fehlt. Ein Großteil der Disziplinen ist gut umgesetzt und macht für ein bis zwei schnelle Runden Spaß. Leider gibt es darüber hinaus nur wenige Anreize zum Weiterspielen, was sich vor allem für Solisten bemerkbar macht. Fans der Olympischen Spiele können dennoch einen Blick aufgrund des Budgetpreises und der hohen Zugänglichkeit wagen, wodurch lokale Mehrspielerduelle mit der gesamten Familie möglich werden.


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