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Ni no Kuni 2: Schicksal eines Königreichs im Test

Mit Ni no Kuni 2: Schicksal eines Königreichs erwartet euch der Nachfolger zum märchenhaften Ni no Kuni aus dem Hause Bandai Namco Entertainment und Level 5. Schon der Vorgänger konnte mit einer wunderschönen Handlung, einer einzigartigen Welt und einem zauberhaften Artdesign bei Kritikern punkten. Nicht zuletzt auch dank der Mitarbeit des renommierten Studio Ghibli, welches für zahlreiche erfolgreiche Anime-Filme verantwortlich ist.

Wir hatten die Möglichkeit, Ni no Kuni 2 auf Herzen und Nieren zu testen und möchten euch mit diesem Review von unseren Eindrücken berichten!

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Der junge König fordert seinen Thron

In der Haut des jungen Evan werdet ihr zum König ernennt. Besonders auffallend bei Evan sind seine Katzenohren, welche seine Unschuld und seine Unwissenheit unterstreichen. Doch alles kommt anders und ein dunkler Schleier legt sich über das Land. Das Königreich wird von einem Mäuserich und seiner Armee angegriffen, welche schließlich den Thron an sich reißen.

Glücklicherweise erscheint mit Roland ein Verbündeter aus dem Paralleluniversum Ichi no Kuni. Dieses kannte man schon aus dem Vorgänger und stellt mit einem realen Szenario das direkte Gegenstück zu der Fantasiewelt von Ni no Kuni dar. Im damaligen Abenteuer konnte man in der Haut des Protagonisten Oliver per Zauber zwischen beiden Welten hin und her reisen.

Ni no Kuni 2
Die magische Welt wartet nur darauf von euch erkundet zu werden.

Unabhängig davon verbündet sich Evan mit Roland und zusammen mit Wilderern auf Ornithopter und Baumgeister ähnlichen Geschöpfen nehmt ihr den Kampf um den Thron auf. Evans Ziel ist es ein idyllisches Königreich für Jung und Alt zu schaffen. Wie wir später erläutern werden, entpuppt sich der Aufbau des Königreichs als elementares Spielelement.


Eine riesige Welt erwartet euch

Habt ihr den ersten Abschnitt des Spiels auf seine Art und Weise gemeistert, geht es schließlich ans Eingemachte. Ni no Kuni 2 punktet mit einer riesigen Welt, welche zum Erkunden einlädt. Während ihr bei anderen Vertretern des Genres lediglich verschiedene Reiseziele auswählt und der weitere Verlauf automatisch abläuft, habt ihr die volle Kontrolle über Evan. Dementsprechend bewegt ihr euch frei, sammelt Gegenstände auf den Ebenen ein und entscheidet selbst, ob ihr einen Kampf anfangt. Nervige Zufallsbegegnungen gibt es hier nicht. Zusätzlich erwarten euch noch Gegnertypen mit einer violetten Aura. Diese sind besonders stark und verlangen euch einiges ab, lassen aber auch ansprechende Beute fallen.

Ni no Kuni 2
Ansprechende Charaktere führen euch durch die Handlung.

Die Kamera nimmt beim Beschreiten der Weltkarte eine übersichtliche dreidimensionale Vogelperspektive an. Betretet ihr hingegen eines der Hauptgebiete oder einen Kampf, wechselt das Spiel wieder in die klassische Ansicht. Später habt ihr noch die Möglichkeit auf verschiedene Fortbewegungsmittel zurückzugreifen.


Schlagt das gegnerische Heer zurück!

Neben der fantastisch inszenierten und märchenhaften Haupthandlung, erwarten euch außerdem noch unzählige Nebenaufgaben. Darunter natürlich klassische Tötungs- und Besorgungsaufgaben, doch auch Express und Militäraufträge erwarten euch. Bei Letzteren übernimmt Evan die Rolle eines Kommandanten und versucht mithilfe von vier einzigartigen Einheiten in klassischer Strategiespiel-Manier das gegnerische Heer zu besiegen.  Klappt dies, werdet ihr mit neuen Talenten für euer Königreich oder unterschiedlichen Gegenständen belohnt.

Ni no Kuni 2
Ihr werdet von unterschiedlichen Verbündeten begleitet.

Bei den Expressaufträgen werdet ihr mit Treuemünzen belohnt. Auch hier gilt es meistens eine gewisse Anzahl von bestimmten Monstern zu töten oder verschiedene Gegenstände zu bergen. Die Besonderheit ist hierbei die Belohnung in Form von der besagten Münzen. Habt ihr eine bestimmte Anzahl von Münzen gesammelt, so könnt ihr diese gegen neue Bewohner oder Gegenstände eintauschen.


Lasst uns ein neues Königreich errichten

Hinzukommt, dass ihr bei Ni no Kuni 2 ein neues Königreich errichten müsst. Dafür steht euch ein solider Baumodus zur Verfügung. Zwar ist dieser auf das Nötigste beschränkt, allerdings handelt es sich bei dem Titel aber auch nicht um eine Aufbausimulation. Mit anderen Worten erbaut ihr mit im Spiel angesammelter Ressourcen neue Gebäude, welche euch diverse Boni einbringen. Die unterschiedlichen Bauten lassen sich zudem mit den bereits oben erwähnten Talenten besetzen, wodurch die erbrachten Leistungen steigen.

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Auch das Königreich und die sogenannte Königskasse lassen sich noch erweitern. Die Königskasse spiegelt den Verdienst der Bevölkerung wider. Erarbeitete Taler könnt ihr anschließend „eintreiben“ und zum Erweitern eures Landes benutzen. Sowohl die angesprochenen Militäraufträge, als auch der Baumodus sind eine wohlige Abwechslung zum restlichen Spielgeschehen. Alles in allem fällt der Umfang von Ni no Kuni 2 gigantisch aus.


 Actionreiches Kampfsystem mit niedlicher Unterstützung

Anders, als beim Vorgänger führt ihr im neuesten Teil eure Kämpfe selber aus. Während man sich früher mit Oliver überwiegend noch auf seine verbündeten Monster verlassen hat, greift ihr bei Ni no Kuni 2 selber zur Waffe. Dabei erwartet euch ein actionreiches Echtzeitkampfsystem. Jeder Charakter weist dabei eigene Stärken und Schwächen, wie auch Fähigkeiten und Eigenschaften, auf. So ist Roland beispielsweise besonders gut im Umgang mit dem Schwert, wohingegen Evan sich eher auf seine Magie verlässt. Um eine spezielle Fähigkeit auszuführen, haltet ihr die rechte Schultertaste gedrückt und könnt mit den vier Aktionstasten ( Viereck, Kreis, Kreuz und Dreieck) zugeordnete Spezialangriffe starten. Ankommende Angriffe lassen sich blocken oder alternativ mit einer Hechtrolle ausweichen – kennt man!

Ni no Kuni 2
Die effektreichen Echtzeitkämpfe wissen zu überzeugen.

Als große Besonderheit im Kampf entpuppen sich allerdings die Gnuffis. Diese werden auch umgangssprachlich Naturgeister bezeichnet. Neben eurer dreiköpfigen Gruppe, ist es euch noch gestattet vier Gnuffi-Arten mit in den Kampf zu nehmen. Die putzigen Geister befinden sich in Opfersteinen, welche ihr im Laufe des Abenteuers finden könnt. Damit aus dem Opferstein aber schließlich ein Gnuffi wird, gilt es die richtige Opfergabe dem Stein vorzulegen. Alternativ lassen sich die kleinen Kerlchen aber auch im Gnuffilabor unter bestimmten Voraussetzungen herstellen. Im Kampf nehmen die zierlichen Wesen eine unterstützende Rolle ein. Sobald am Boden eine weiße kreisförmige Fläche aufleuchtet, könnt ihr in den Lichtkreis hineinlaufen und per Knopfdruck die jeweilige Fähigkeit der ungewöhnlichen Unterstützer aktivieren.


Vorkenntnisse sind nicht nötig

Auch wenn es sich bei dem Spiel um einen Nachfolger handelt, sind Vorkenntnisse eigentlich nicht nötig. Natürlich gibt es die ein oder andere Anspielung auf den ersten Teil, doch im Laufe des Spiels werdet ihr zu einem Rätsel gelangen, welches die Geschichte rundum Oliver und Tröpfchen (Charaktere des Vorgängers) kurz zusammenfasst.

Ni no Kuni 2
Unterschiedliche Angriffe stehen euch zur Verfügung.

Allgemein werden die Dungeons immer wieder durch nette Rätselpassagen abgerundet. Beispielsweise gilt es bei der genannten Stelle Statuen in der richtigen Richtung zu platzieren und sie in der korrekten Reihenfolge zu aktivieren. Erschwert wird dieses Unterfangen dadurch, dass ihr euch auf Bodenplatten bewegt, welche nur einmalig betretbar sind.


Zauberhafte Märchenwelt mit flimmernden Kanten

Kommen wir zu der Technik. Hierbei überzeugt Ni no Kuni 2: Schicksal eines Königreichs durch eine flüssige Bildrate und einem einzigartigen Grafikstil, wie man es von Studio Ghibli gewohnt ist. Innerhalb der Kämpfe sprudelt es nur so vor ansehnlichen Effekten und eine märchenhafte Atmosphäre fesselt binnen weniger Sekunden an den Bildschirm. Patzer leistet sich Ni no Kuni 2 lediglich anhand eines minimalen Kantenflimmerns.

Ni no Kuni 2
Ansehnliche Bosse stellen sich euch in den Weg.

Für die akustische Untermalung sorgt ein ansprechender und zu jeder Zeit passender Soundtrack. Deutsche Texte und wahlweise englische- und japanische Sprachausgabe stehen ebenfalls zur Verfügung. 


Fazit: Award

Das Jahr hat kaum das erste Quartal abgeschlossen und schon steht uns mit Ni no Kuni 2: Schicksal eines Königreichs ein wahrhaftiger Kracher mit Potenzial zum Rollenspiel des Jahres ins Haus. Ohne noch groß Worte zu verlieren, handelt es sich bei dem Titel um ein rundum gelungenes umfangreiches JRPG, welches seinen von Kritikern gefeierten Vorgänger nochmals in den Schatten stellt. Die Optik ist atemberaubend, die Handlung packend und die Atmosphäre fesselnd.

Klare Kaufempfehlung von uns, aber jetzt entschuldigt mich, denn mein Königreich wartet auf mich!


 

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