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Switch Tests

New Pokémon Snap im Test

Lange mussten sich Fans der Pokémon-Reihe gedulden. Passend zum 25. Jubiläum der Taschenmonster ist es endlich da: Ein neues Pokémon Snap-Spiel! Mit Pokémon Snap landete Nintendo auf dem N64 einen Überraschungshit, der vielen bis heute gut in Erinnerung geblieben ist. Nun kehrt die Reihe mit New Pokémon Snap auf Nintendo Switch zurück und vertraut dabei auf die Stärken des Originals und verbindet diese mit neuen Ideen. Ob das Spielprinzip auch noch heute punkten kann, verraten wir euch in folgendem Test.

Auf in das Foto-Abenteuer!
© The Pokémon Company

Auf Fotosafari mit den Taschenmonstern

In der Fortsetzung des N64-Klassikers wird die Erfolgsformel des Originals erneut aufgegriffen und versetzt euch in die virtuelle Rolle eines Hobby-Fotografen. Ziel ist es zahlreiche Hochglanzfotos der beliebten Taschenmonster auf euren Expeditionen anzufertigen. Hierzu besuchen wir die Lentil-Region, einen kleinen Inselstaat, der zahlreiche Habitate für eine Vielzahl von Pokémon bereithält. Gameplaytechnisch hat sich zum Original gar nicht so viel verändert.

Im Auftrag von Professor Mirror und seiner Assistentin Rita begebt ihr euch auf eine Erkundungsreise, um den sogenannten Foto-Dex mit Fotos zu füllen und nebenbei noch das Lumina-Phänomen zu untersuchen. Dabei erwartet euch eine Art Railshooter, bei dem ihr die Taschenmonster gekonnt in Szene setzt mit eurer Kamera. Unterwegs seid ihr dabei mit dem Vehikel Neo-One, welches wie auf Schienen in jeweiligen Umgebungen unterwegs ist. Über die Fahrtwege müsst ihr euch dabei keine Gedanken machen. Eure Aufgabe besteht komplett darin gute Fotos der Taschenmonster zu schießen. Grundsätzlich können von jedem Pokémon jeweils bis zu vier Aufnahmen aufgezeichnet werden, die sich aus unterschiedlichen Verhaltensweisen ergeben. Insgesamt über 200 Pokémon haben es in den Titel geschafft, sodass ihr einiges zu tun habt, um alle Tierchen abzulichten. 

Untermalt wird das Konzept von einer kleinen Hintergrundstory rund um das Lumina-Phänomen, welches ihr gemeinsam mit dem Professor erforscht. Zusätzlich sollen euch spezielle Aufträge bei Laune halten und den Wiederspielwert der einzelnen Missionen erhöhen.

Gute Pose! Pichu und Chimpep geben eine gute Figur ab!
© The Pokémon Company

So spielt sich das Foto-Abenteuer

Wer Pokémon Snap noch aus dem Jahre 1999 kennt, der wird sich direkt in New Pokémon Snap zurechtfinden. Ihr könnt euch während der Fahrt mit dem Neo-One frei umsehen und die Pokémon ins Visier nehmen. Dabei sollten die Pokémon im besten Fall mittig abgelichtet werden. Besondere Posen, weitere Pokémon und eine gekonnte Komposition des Bildes bringen euch Extrapunkte bei der abschließenden Bewertung. Insgesamt 72 Fotos können pro Ausflug angefertigt werden, dann ist der Speicher eurer Kamera erschöpft. Einen weiteren Haken gibt es zudem: Ihr dürft pro Pokémon nur ein einziges Foto zur Bewertung bei dem Professor einreichen. Die Bewertungsskala reicht dabei von einem bis vier Sterne und motiviert ungemein, um immer bessere Fotos für euer Album zu erzielen. Auf Wunsch könnt ihr einzelne Bilder auch abspeichern und diese dann in einem Editor ausgiebig bearbeiten und verschönern. Sogar eine Online-Funktion ist vorhanden, um anderen Spielern seine Meisterwerke zu präsentieren. 

Im Vergleich zu Pokémon Snap auf dem Nintendo 64 haben die Entwickler vor allem in Sachen Abwechslung einige Schippen draufgelegt. Zum einen sind die Regionen in denen ihr auf Fotojagd geht sehr abwechslungsreich und zum anderen könnt ihr dank zahlreicher Items immer neue Situationen und Geheimnisse triggern. Mit dem Samtapfel lockt ihr Pokémon an, der Energieimpuls eures Scanners macht sie neugierig und später könnt ihr sogar eine Melodie mittels Pokéflöte abspielen, die einige der posierlichen Tierchen zu einem Tanz animiert. Ebenso sind manche Routen sowohl bei Tag als auch bei Nacht verfügbar. Dadurch lassen sich zu den unterschiedlichen Tageszeiten auch verschiedene Taschenmonster beobachten. 

Für eure Exkursionen werdet ihr mit Punkten belohnt, die euer Forschungslevel anwachsen lassen. Dadurch werden neue Ränge, Routen und vieles mehr freigeschalten. Wie bereits beschrieben stellen zusätzliche Aufträge weiteren Anreiz zum Spielen. Gleichzeitig belohnen sie euch mit neuen Filtern und mehr für eure virtuellen Fotoalben.

Dreh- und Angelpunkt der Story: Das Lumina-Phänomen
© The Pokémon Company

Hübsche Exkursionen

New Pokémon Snap kann sich auf Nintendo Switch sehen lassen. Die Schauplätze sind abwechslungsreich und die Pokémon niedlich animiert. Sicherlich gibt es hier und da einige verschwommene Texturen zu sehen. Unterm Strich ist New Pokémon Snap aber eines der bislang schönsten Pokémon-Spiele. Musikalisch gibt es zwar leider nicht so viele Ohrwürmer zu hören und auch die Melodie der Poké-Flöte nervt auf Dauer. Technisch ist New Pokémon Snap jedoch rundum eine gelungene Sache. New Pokémon Snap strahlt zudem ein unglaublich entspanntes Flair aus. Die Foto-Safari eignet sich ungemein nach einem stressigen Tag, um einfach nochmal ein paar kurze entspannte Spielminuten einzulegen. 

Zudem ist nach dem Release des Spiels im Laufe des Sommers noch ein kostenfreier Zusatzinhalt erschienen, der euch zwanzig neue Pokémon sowie drei neue Routen spendiert. 

Hübsch anzusehen. New Pokémon Snap auf Nintendo Switch.
© The Pokémon Company

AwardFazit: New Pokémon Snap

Mit New Pokémon Snap erlebt die Fotosafari rund um die Taschenmonster eine würdige Wiedergeburt. Das Spielprinzip ist simpel und motiviert dennoch ungemein. Egal ob eingefleischter Pokémon-Fan oder nicht, es gibt auf den Foto-Ausflügen immer wieder neue Ereignisse zu entdecken und obendrein motiviert das Bewertungssystem ungemein, um immer wieder eine neue Fahrt mit dem Neo-One zu starten. Ebenfalls verdient die Präsentation lobende Worte. Kaum ein Pokémon-Spiel sah bislang so gut aus wie New Pokémon Snap und somit ist es nicht verwunderlich, dass ihr euch immer wieder dabei erwischen werdet, wie ihr sie am Ende „Alle Snappen wollt“. New Pokémon Snap ist für Liebhaber des Originals und Pokémon-Fans ein Pflichtkauf.


 

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