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Switch Tests

Moving Out Testbericht

Team 17 und das Entwicklerteam SMG Studio haben mit Moving Out kürzlich einen waschechten Koop-Kracher für die Nintendo Switch veröffentlicht, der Teamwork und Koordination auf eine harte Probe stellt. Ähnlich wie in dem Multiplayer-Klassiker Overcooked müsst ihr hier mit euren Mitspielern erfolgreich zusammen arbeiten, um Bestleistungen zu bringen und im Spiel voranzuschreiten. Dabei verschlägt es euch allerdings nicht in die Küche, sondern ihr schlüpft in die Rolle eines virtuellen Umzugshelfers, der Häuser, Wohnungen und später noch einige skurrile andere Objekte unter Zeitdruck entrümpelt. Ob das Spielprinzip aufgeht, haben wir für euch in folgendem Testbericht herausgefunden. 


Das Leben als Umzugshelfer

Moving Out beginnt direkt mit einem recht humorvollen Einspieler, in dem ihr als angehender Mitarbeiter eines Umzugsunternehmens auf eure folgende Tätigkeit vorbereitet werdet. Im Anschluss dürft ihr eure Fähigkeiten dann auch direkt in einem kurzen Tutorial beweisen. Kaum sind die Funktionsweise der Steuerung und das Spielprinzip erklärt, kann euer neues Berufskapitel beginnen. Als Möbelpacker ist es in Moving Out eure Aufgabe Gegenstände in einem bestimmten Zeitfenster auf einen Umzugswagen zu verladen. 

Klingt zu Beginn vermutlich nicht sehr spektakulär, entpuppt sich aber schnell als ganz schön knifflig. Pro Level warten im Durchschnitt 12 bis 18 Objekte darauf verladen zu werden. Dabei stehen euch natürlich einige Hindernisse und enge Passagen im Weg. Das da auch mal das eine oder andere Fenster zu Bruch geht oder eine Tür aus den Angeln gehoben wird, versteht sich von selbst. Die große Schwierigkeit stellt das Verladen der Objekte in eurem Transporter dar. Dieser hat nur eine begrenzte Platzkapazität, sodass die Umzugsgüter clever darin verstaut werden müssen, damit alle Objekte ihren Weg auf die Ladezone finden. Somit ist es beispielsweise cleverer schwere und große Objekte in eine Ecke einzuladen und die vorderen Ladeflächen mit den kleinen Objekten zu füllen beziehungsweise diese dann auf die schweren Objekte zu werfen. Neben dem normalen Tragen der Umzugsgüter, können diese auch geworfen werden, um sie so beispielsweise auf die Ladefläche zu katapultieren oder den direkten Weg durch das Fenster zu nutzen. Chaos steht bei Moving Out die ganze Zeit auf dem Tagesplan. 

Dennoch solltet ihr immer mit Übersicht agieren, wenn ihr die teils knackigen Zeitlimits für die Gold-Medaille einhalten wollt. Zusätzlich lassen sich optionale Aufträge je Level freischalten, die beispielsweise Aufgaben beinhalten, die vor allem Profis fordern sollen. So soll man einmal darauf achten, keinen zu großen Schaden zu machen oder an anderer Stelle keine Tiere in das Haus lassen.

Lustige Truppe: Die Charaktere in Moving Out sind mega knuffig.
© Team17

Irrwitziger Mehrspielerspaß

In Moving Out könnt ihr zu Spielbeginn einen von gut zehn Charakteren wählen, die sich allesamt auch in ihrem Aussehen etwas individualisieren lassen. Neben normalen menschlichen Charakteren, warten auch Tiere wie ein Hund, ein Chamäleon und verrückte Variationen wie ein Toaster-Mensch auf euch. Nach und nach schaltet ihr im Spiel auch neue Charaktere frei, die ihr für die Umzüge nutzen könnt. 

Auch wenn ihr Moving Out allein spielen könnt, so macht der Titel erst mit mehreren Teilnehmern richtig viel Spaß. Hier ergänzen sich die Spieler bei dem Transport der einzelnen Objekte und müssen sich sogar dabei unterstützen, da es im Mehrspielermodus auch schwere Objekte gibt, die man nur mit vereinten Kräften schnell bewegen kann. Um bei den Umzügen zu jederzeit den Überblick zu bewahren könnt ihr mittels der „X-Taste“ alle relevanten Objekte anzeigen lassen, sodass ihr nicht die falschen Güter in euren LKW ladet. Allein geht dem Spielprinzip trotz zugegebenermaßen sehr kreativen und abwechslungsreichen Schauplätzen recht schnell die Luft aus. Im Mehrspielerpart gibt es hingegen immer wieder irrwitzige Momente und Chaos, die für Lacher sorgen. Allein die Fahrt von einem Einsatzort zum anderen mit eurem Transporter kann das absolute Chaos entfachen, da ihr ohne Rücksicht auf Verluste durch euren Wohnort brescht und so den Straßenverkehr auf den Kopf stellt. 

Und ab durch die Mitte: Die Umzüge werden schnell chaotisch.
© Team17

Ein großes Lob verdienen die Entwickler aufgrund der hohen Zugänglichkeit des Titels. Neben einem einstellbaren Schwierigkeitsgrad, bietet Moving Out auch eine Hilfsfunktion für die kniffligeren Missionen und selbst an eine Lesehilfe wurde gedacht, um Texte deutlicher und größer anzuzeigen. Einen Onlinemodus besitzt das Spiel leider nicht. Dieser würde allerdings auch nur mit einer Unterstützung des Sprach-Chats Sinn machen. So könnt ihr euch nur im lokalen Mehrspielermodus mit euren Freunden oder der Familie vergnügen. 

Technisch weiß Moving Out mit seiner knuffigen Comic-Optik zu gefallen, die selbst bei viel Chaos auf dem Bildschirm flüssig läuft. Aufgrund der Hektik und vielen kleinen Objekten auf dem Bildschirm empfiehlt es sich aber vor allem im Mehrspielermodus den Titel eher am TV-Gerät zu spielen, damit die Übersicht nicht verloren geht. 

Ein bisschen Tetris-Feeling: Das Beladen des Trucks ist teilweise echt knifflig.
© Team17

Fazit: Moving Out für Nintendo Switch

Moving Out ist ein witziger Couch-Koop-Titel, der sein wahres Potenzial nur mit menschlichen Mitspielern entfalten kann. Allein ist aufgrund der monotonen Aufgaben relativ schnell die Luft aus, auch wenn die einzelnen Settings sehr abwechslungsreich und witzig ausgefallen sind. Oder wer wollte schon nicht einmal bei einem Umzug in einem Geisterhaus helfen oder auf dem Bauernhof die Tiere verladen? Charme und Witz sind auf alle Fälle vorhanden und wer auf Couch-Koop steht sollte sich den Titel einmal genauer ansehen. Für Solisten ist das Spiel mit seinen 24,99 Euro einfach zu teuer und monoton.


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