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Switch Tests

Max: The Curse of Brotherhood Review

Mit Max: The Curse of Brotherhood hat es ein weiterer Downloadtitel auf die Nintendo Switch geschafft, den es  nun auch als Handelsversion gibt. Wir haben uns das farbenfrohe Abenteuer von Max genauer angeschaut und verraten euch, ob das Knobel Jump and Run auch über vier Jahre nach dem ursprünglichen Release einen Blick wert ist. 

Dumm gelaufen: Max‘ sein Bruder wird aufgrund eines magischen Spruches in einer andere Dimension entführt.

Die Geister, die ich rief…

Max: The Curse of Brotherhood versetzt euch in die Rolle des kleinen Max, den einige von euch vielleicht aus seinem Debüt „Max and the Magic Marker“ auf der Nintendo Wii kennen. 2013 erschien mit Max: The Curse auf Brotherhood dann unter anderem für die Xbox 360 der Nachfolger mit einem erwachseneren 3D-Look und einem gesteigerten Schwierigkeitsgrad. Im neuen Ableger dreht sich alles rund um Max, der seinen kleinen Bruder aus den Fängen eines fiesen Magiers retten muss. Kurioserweise hat Max seinen Bruder erst in diese missliche Lage gebracht, da er Felix nach einem Streit mit Hilfe eines Zauberspruches in eine ferne Dimension verfrachtet hat. Nun liegt es an uns Felix aus seiner misslichen Lage zu befreien und in unsere Heimat zurückzukehren.  

Hierfür besucht ihr in Kapitel aufgeteilte Level und müsst mit Hilfe eurer Kreativität Rätsel lösen, euer Jump and Run-Geschick unter Beweis stellen und euch fiesen Gefahren stellen. Euer treuer Begleiter auf eurer abenteuerlichen Reise ist  ein magischer Stift, mit dem ihr eure Umgebung manipulieren und verändern könnt.

Der Einstieg in Max: The Curse of Brotherhood ist temporeich und durchaus fordernd. Nach einer kurzen Einführung werdet ihr von einem fiesen Troll durch ein Level gejagt, wobei eure Reaktionen auf eine harte Probe gestellt werden. Ein kleiner Fehler bedeutet in den anspruchsvollen Sprung- und Kletterpassagen zumeist den Tod. Immer wieder erwarten euch fiese Trial & Error-Passagen, die etwas am Spielspaß nagen und mitunter auch für Frust sorgen können. Glücklicherweise sind die Rücksetzpunkte relativ fair verteilt, sodass der Frustfaktor weitgehend in Zaun gehalten wird.

Nach wenigen Spielminuten erhaltet ihr den bereits erwähnten Farbmarker, der nach und nach mit neuen Fähigkeiten aufwarten kann. Während Max zu Beginn lediglich Gesteinsplattformen erzeugen und einreißen kann, kommen im späteren Verlauf auch Wasserläufe und Pflanzenranken hinzu.

Magischer Marker: Mit Max‘ seinem Markierstift könnt ihr beispielsweise Gesteinsplattformen erzeugen.

Dank Touchscreen im Vorteil

Hiermit wären wir auch direkt bei dem klaren Vorteil der Nintendo Switch-Umsetzung angekommen. Während ihr auf der Xbox One den magischen Marker nur mittels Stick, Aktionsknöpfe und Schultertasten bedienen konntet, ist es auf der Switch dank Touchscreen deutlich intuitiver möglich Objekte zu erstellen und zu zerstören. Gerade zu Beginn fallen die Rätseleinlagen relativ simpel aus und sollten euch vor keine großen Herausforderungen stellen. Mit zunehmenden Spielverlauf und den weiteren Farben des Markierstiftes, nimmt allerdings auch der Anspruch deutlich zu. Da die Rätsel quasi nur eine einzige Lösungsoption zulassen, werdet ihr allerdings in eurer Kreativität eingeschränkt, wodurch etwas Potenzial verloren geht.

Gerade die flotten Jump and Run-Passagen in Verbindung mit den Reaktionsabschnitten, in denen ihr den Marker einsetzen müsst, erfordern viel Übersicht und extrem gute Reaktionen, da Max sonst ziemlich schnell seinen Bildschirmtod erlebt. Ein gegnerischer Treffer oder Sturz in den Abgrund, bedeutet das Ende und ihr müsst den jeweiligen Abschnitt erneut in Angriff nehmen. Neben den Geschicklichkeits- und Denksportaufgaben warten allerdings auch schöne Nebenbeschäftigungen auf euch.  So lassen sich im gesamten Spiel einige Sammelobjekte wie die Einzelteile eines Amuletts und merkwürdige Glubschaugen aufspüren, die letztlich allerdings keine nennenswerte Vorteile bringen, sondern nur der Langzeitmotivation dienen.

Auf der Switch punktet der Touchscreen mit seinem Bedienkomfort.

Die technische Seite

Technisch ist den Entwicklern eine saubere Portierung von der Xbox One gelungen. Die Level sind abwechslungsreich gestaltet und bietet einige schöne Details. Auch die Zwischensequenzen können sich sehen lassen und erinnern ein bisschen an den Stil von Disney Pixar-Filmen. Auch eine Sprachausgabe ist mit an Bord, diese ist allerdings nur auf Englisch vorhanden, bietet dafür aber deutsche Untertitel.

Die musikalische Untermalung ist hingegen recht unspektakulär. Mir sind während der Spielzeit keine Ohrwürmer aufgefallen, um Gegenzug hat mich die Musik aber auch nicht genervt. Man kann selbige wohl dann auch als Standartkost bezeichnen.

Ansonsten läuft das Spiel auf der Switch sowohl im Dock- als auch im Handheldmodus weitgehend flüssig und macht einen soliden Eindruck. Einzig im Handheldmodus sind hier und da einige Einbrüche der Bildrate spürbar. Einen Mehrspielermodus bietet das kunterbunte Abenteuer übrigens nicht.


Fazit:

Max: The Curse of Brotherhood ist ein unterhaltsames Knobel Jump and Run, welches gute Ideen bietet, gleichzeitig aufgrund der „Trial and Error“-Passagen auch an euren Nerven zerrt. Als unterhaltsamer Snack zwischendurch eignet sich das farbenfrohe Spiel allemal, da die Switch Version aufgrund ihres Touchscreens die zugänglichste und intuitivste Steuerung aller Spielversionen bietet. Wer das Spiel noch nicht von einer anderen Konsole kennt, 2D Jump and Runs mit Anspruch mag und auch gern seinen Denkkasten einschaltet, sollte sich das Spiel zum Budgetpreis gern einmal näher ansehen.


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