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Nintendo Switch Tests

Labyrinth of Refrain: Coven of Dusk im Test

Mit Labyrinth of Refrain: Coven of Dusk will NIS America den bereits 2016 in Japan für PS4 und PS Vita erschienen The Witch and the Hundred Knight Saga Ableger auch hierzulande für PlayStation 4, Nintendo Switch und PC veröffentlichen. Wir nehmen uns die Nintendo Switch Version zur Brust und erleben die Geschichte der Hexe Dronya, ihrer Gehilfin Luca und dem lebendigen Buch Tractatus de Monstrum. Was uns im Labyrinth erwartet und wie wir den Dungeon-Crawler finden, lest ihr in unserem nachstehenden Test!

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Dungeon Crawler im NIS look

Der Titel des Spiels Labyrinth of Refrain: Coven of Dusk verrät eigentlich schon um was es in dem Spiel geht. Nämlich um ein mysteriöses Labyrinth unter der Stadt Refrain. Zu Beginn lernen wir gleich die Hexe Dronya und deren Gehilfen Luca kennen. Die beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein. So ist Dronya sehr missmutig und gar nicht freundlich, während Luca eher ein zuvorkommendes und nettes Wesen an den Tag legt. Wir befinden uns also in einem Gespräch mit einem scheinbar obdachlosen Wanderer, dem Dronya nicht sonderlich freundlich gegenüber tritt. Luca hingegen ist sichtlich fröhlich, dass er das Schaf(Bah-Bah) vergessen hat und sie es kurzerhand zu ihrem Haustier macht.


In der Stadt angekommen

Nach dem Betreten der Stadt bauen wir mit der Hilfe von Luca gleich eine Art Basis auf. Es gilt einen Brunnen zu betreten, obwohl dieser für Menschen tödlich ist. Dies ist auf das sogenannte Miasma, welches in ihm oder genauer gesagt im Labyrinth fließt, zurückzuführen. Dronya, geschickt wie eh und je, baut einen Dietrich und knackt im Handumdrehen das Schloss am Brunnen. Dadurch wird uns der Einlass zum Labyrinth „gewährt“. Sie schickt Luca das Buch Tracatus de Monstrum holen. Bah-Bah wird ohne mit der Wimper zu zucken in den Brunnen getreten und sie bemerkt das es wohl keinen Aufprall gibt. Folglich wird sogleich das Buch ebenfalls hineingeworfen.


Tracatus de Monstrum

Dieses Buch lässt uns eine Brigade von Puppen-Soldaten befehligen. Jene werden im Kampf genutzt und sind in verschiedenen Rollen unterteilt. So gibt es neben exklusiven Unterstützern aber auch Puppen, welche darauf aus sind physischen Schaden auszuteilen. Alles in allem erinnert uns der Besuch im Labyrinth an längst vergangene First-person-Crawler. Das Radar ist in Kacheln dargestellt und zeigt euch bevorstehende Wände, wie auch Türen. Allerdings erst dann, wenn wir uns auf das entsprechende Feld bewegen.

Auf ins Getümmel

Das Labyrinth

Das Labyrinth ist von Moos bewachsen und an manchen Stellen findet man Schilder auf denen Abenteurer eine Botschaft hinterlassen haben. Wir drücken Schalter und öffnen Türen bis wir im ersten Kampf sind. Unsere Gruppe besteht aus fünf Puppen, mit welchen wir uns den Kampf gegen gefährliche Kürbisgegner entgegen stellen. Das Kampfsystem fällt dabei ziemlich simpel und zugänglich aus. Dementsprechend sind wir nur in der Lage unser Leben dank Heilzauber zu erneuern oder eben selber in die Offensive zu gehen.

Nachdem wir diese Ebene des Labyrinths abgeklappert haben, erwartet uns am Ausgang eine Art Monsterhund, welchen zu besiegen gilt. Doch auch dieses Ungetüm unterliegt uns ziemlich schnell, weswegen wir unseren Weg kurze Zeit darauf fortsetzen. Auf der nächsten Ebene empfängt man uns direkt mit der Warnung, dass das Miasma bei Bewegungen Schaden zufüge. Ungeachtet dessen bewegen wir uns vorwärts, während unser Lebensbalken nach und nach deutlich schrumpft. Ende vom Lied: Unsere Gruppe scheitert und wir werden mit einer Zwischensequenz belohnt.

Einer der kleineren Feinde.

Andere Dimension

Uns begrüßt eine Stimme und wir wachen in einer pink bemalten Art Traumwelt wieder auf. Wir wandern über Pfade aus gigantischen pinkfarbenen Metallwürfeln auf denen wir Gravierungen erspähen können. Wir lernen wie man springt und am Ende des Pfades springen wir in ein Buch hinein. Siehe da, es ist Tracatus de Monstrum. Wir sind Tracatus de Monstrum! Hiernach befinden wir uns wieder in der Stadt und sollen uns eigene Puppensoldaten basteln.


Marionettenspieler

Wir bauen unsere erste eigene Puppe und nehmen eine kleine Seele. Es ist so ziemlich alles erdenkliche einstellbar. Wir beginnen beim äußeren Erscheinungsbild, hier haben wir acht Auswahlmöglichkeiten. Als nächstes bestimmen wir mit Wahl des Charakterbilds auch das Geschlecht. Das Charakterbild einer Klasse kann nun nochmals aus 3 verschiedenen gewählt werden. Nun ist unsere Kreativität gefragt, wir müssen das Püppchen benennen und taufen sie Eryn, Mireiyu und Fritz. Der nächste Schritt ist die Wahl der Charaktereigenschaft, so sind unter anderem kindisch oder mutig bestimmbar. Zu welcher Tageszeit wir verstärkt werden wollen ist auch ausschlaggebend. Wir müssen für jede Puppe festlegen ob bei Mond, Sonne oder Standard ein Stärkebuff zum Tragen kommt. Selbst eine Glückzahl und ein Flavortext, wie ihn manche von Magickarten kennen könnten ist frei wählbar. Der Flavortext ist komplett frei zu bestimmen.

Abwechslungsreichtum bei der Charaktererstellung.

Aufbruch bei Dämmerung

Wir brechen auf, denn Dronya’s Kräfte sind bei Dämmerung am stärksten. Der Tractie Skill „Yellow Miasma Null“ ist nun unser. Dadurch erhalten wir keinen Schaden mehr und können in den Brunnen geworfen werden. Unser Ziel ist es einen Gegenstand zu finden der Madame Dronya glücklich macht. Uns wird ans Herz gelegt jegliches Mana zu sammeln und zu horten. Denn mit Mana sind die Puppen verstärkbar was uns wiederum tiefer in das Labyrinth eindringen lässt. Im Labyrinth wird dann erklärt das es verschiedene Waffentypen gibt. Sprich Nah- und Fernkampf, aber auch eine Mischung aus beidem. So sind Hammer, Katar (Dolchähnlich), Schwert und Sichel Nahkampfwaffen. Die Armbrust und die Glocke sind für den Fernkampf geeignet. Für beides sind die Lampe oder die Lanze geeignet.

Unter dem Brunnen von Khalaza liegt das Labyrinth.

Der Weg ist das Ziel

Nachdem wir den selben Weg wie Anfangs bestritten haben kommen wir auf Ebene zwei an. Vorher erreichten wir sogar einen Stufenaufstieg auf Level 2. Beim Level Up steigen selbstverständlich die Attributwerte der Figuren und genau hier wird das Spiel einzigartig. Wir sehen wie 16 Attribute steigen, dabei sind natürlich standardmäßig unsere Lebenspunkte, Donumpunkte(Zauberpunkte), Konstitution, Agilität, Geschicklichkeit und natürlich der Angriff selbst. Aber auch der Angriff der rechten bzw. linken Hand wird gesteigert. Um die Ebene zwei zu erreichen fallen wir herunter und erleiden Fallschaden welcher mit einem simplen Heilkraut gleich vergessen ist. Im Anschluss finden wir ein gebrochenes Schwert was wir Eryn geben.


Am Ziel angekommen

Unsere Aufgabe ist fürs erste erledigt. Das blaue Juwel ist in unserem Beutel und auf Ebene 1 gibt es nichts mehr zu tun. Auf Ebene 2 hingegen sind noch 2 Wege versperrt, aber wir werden darauf hingewiesen zurückzukehren. Nach verlassen des Labyrinths und Abschluss der Exploration gibt es nochmal Bonus Erfahrungspunkte. Die Bonus EP sind mit 20% der Feldforschung festgelegt. Die Püppchen werden vollends geheilt, aber fehlende Gliedmaßen nicht ersetzt. Hirzu ist zu erwähnen das es sogenannte Gore-Hits gibt. Diese sind verheerender als Kritische Treffer, denn sie trennen Gliedmaßen ab und verringern die maximalen Lebenspunkte. An der Werkbank können diese aber wieder ersetzt werden.


Motivation im Labyrinth

Ein wichtiges Thema bei einem Rollenspiel ist die Motivation. Durch das Labyrinth, welches man immer weiter erschließt wird der erste Grundstein gelegt. So wollen wir nicht nur weiter erkunden sondern erlernen auch immer mehr nützliche Skills um uns darin zu bewegen. Die Skills werden Hexengesuche genannt und können mit Mana bezahlt werden. Darunter sind „Receive Lots of EXP“, „Find More Items“ und allen voran „Wall Breaker“ zu nennen. Mit dem letzten eröffnen sich komplett neue Wege und es wird Zugang zu Räumen ohne Tür gewährt. Daraus erhalten wir wiederum mehr Mana und Beute um einzukaufen oder unsere Puppen zu reparieren.

Eine Riesige Kugel Mana.

Skills ohne Ende

Mit den Gesuchen werden nicht nur neue Pforten eröffnet. Man kann auch die Erfahrungpunkte „stapeln“. Der Stockpile wird begonnen, wenn man nach einem Kampf die R-Taste drückt. Erfolgt dies bekommt man keinerlei Erfahrung, sondern die Punkte werden immer addiert und ein Multiplikator wird nach jedem Gefecht erhöht. Das Maximum des Multiplikators ist 2,99 und verdreifacht unsere gesammelten EP wenn wir ihn einlösen. Find More Items bewirkt den Effekt, das auf dem Boden eine Art glitzern zu erkennen ist. Betreten wir die Kachel, heben wir einen Gegenstand auf den wir verkaufen können.

Ende des Kampfes mit Stapel.

Nebenquests erleichtern das Leben

Nach ca. 15 Spielstunden erhalten wir in unserem Lager die Chance Lehrlingsnotizen auszuüben. Diese sind eigentlich simple Sammelquests, mit dem Unterschied das die zu suchenden Items nicht voll ausgeschrieben werden. Das heisst sie werden zum Beispiel in folgender Form dargestellt: „???low Flower“ oder „??? Sword“. Die Fragezeichen sind also durch einzelne Buchstaben zu ersetzen. Als Belohnung winken Mana, Items zum Wiederverkauf oder Ausrüstung für unsere Marionetten.

Auswahl einiger Nebenquests.

Modisch in den Kampf

Die Mitstreiter des Tractatus können selbstverständlich ausgerüstet werden. So können Waffen in beiden Händen, ausgenommen Zweihandwaffen, getragen werden. Kopfteile wie Helme und auch Schuhe dürfen natürlich nicht fehlen. Accessoires sind als Relikte bezeichnet und man kann jeder Puppe eines zuweisen. Gestartet wird bei jeder Figur mit einem Brigadeer Coat als Körperschutz. Die verschiedenen Teile gibt es in Seltenheitsgraden wie gewöhnlich, ungewöhnlich, selten, episch und legendär. Dabei ist noch zu erwähnen das es so genannte sealed Waffen gibt. Diese können wir auspacken und erhalten eine Waffe der angegebenen Waffenart. Die Werte sind danach erst einsehbar.


Menüführung bei so viel Umfang

Die Menüs sind übersichtlich gestaltet. Am unteren Bildschirmrand ist stets eine Legende für andere Menüs angegeben. Ab dem Beginn des Spiels bekommt man immer wieder neue Funktionen erklärt. Navigieren kann man sich lediglich mit dem D-Pad/Steuerkreuz, dies wird anfangs zwar befremdlich aber wird schnell verinnerlicht. Die Fortbewegung im Labyrinth of Refrain funktioniert nämlich auf die gleiche weise. Mit oben bewegt man sich vorwärts mit unten rückwarts. Eine Drehbewegung wird durch links und rechts umgesetzt. Seitschritte können mit den Schultertasten ZR und ZL ausgeführt werden. Klingt kompliziert ist aber sehr Intuitiv und auch ein taktisches Element. denn dadurch können Gegner von hinten angegriffen und überrascht werden.

Erklärung wie Brigaden funktionieren.

Stimmt da die Performance noch?

Eine wohl berechtigte Frage, zumindest bei so vielen theoretisch zu ladenden Dateien. Während der Spielens sind uns keinerlei Framerateeinbrüche aufgefallen. Weder im Kampf noch beim Laden von Menüs und Zwischensequenzen. Beim Laden des Spielstandes wird die kurze Wartezeit mit einem „I have been waiting for you. Now allow me to continue this Story.“ verkürzt. Betreten wir das Labyrinth bzw werden wir hereingeworfen, erscheint eine Animation des Tractatus. Dadurch werden die Ladezeiten gefühlt nichtig. Die Sounds sind passend und die Sequenzen sind vollvertont in japanisch und englisch. Der Untertitel unterstützt englische, japanische und französische Sprachausgabe. Der Soundtrack passt in ein Hexensetting allerdings hören wir gefühlt dauerhaft die selben zwei Titel.

Karte des Labyrinths.

Fazit:

Labyrinth of Refrain: Coven of Dusk ist unserer Meinung nach auch auf der Nintendo definitiv einen Blick wert. Die schön animierten Zwischensequenzen im Anime/Manga Stil sind sowohl erheiternd als auch mit Plottwists gespickt. Das Element der Ausrüstung und der Charaktererstellung der  Brigaden bis hin zum Leveln und Questen ist hervorragend Awardumgesetzt und sehr abwechslungsreich. Der Schwierigkeitsgrad ist nach Belieben anpassbar, wodurch jeder die Chance hat das Spiel mit einem Erfolgserlebnis zu genießen. Die verschiedenen Items welche allerlei Statuswerte haben und deren Seltenheitsgrade produzieren eine schöne Itemspirale die sehr motiviert. Auch die Story des Titels weiß zu gefallen und spornte uns an innerhalb weniger Tage einige an Spielstunden in das Abenteuer zu investieren. NIS America hat mit diesen Titel definitiv einen Hit gelandet, welcher in sich sehr stimmig ist und sehr viel Spass mitbringt.


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