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PS4 Switch Tests Xbox One

Knockout City im Test

Völkerball war für viele von uns in der Jugend mit Sicherheit ein Sport, den man entweder geliebt oder gehasst hat. Für viele war es der blanke Horror den flott geworfenen Bällen im Sport-Unterricht auszuweichen, während andere den Nervenkitzel geliebt haben. Nun bringt Electronic Arts das Spielprinzip als teambasiertes Online-Erlebnis in die Videospielwelt und wir durften Knockout City ausführlich auf Nintendo Switch testen. Ob das Konzept aufgeht und wir uns den einen oder anderen blauen Fleck eingehandelt haben, verraten wir euch in unserem Testbericht zum Spiel. 

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Auf nach Knockout City

Knockout City ist ein reinrassiges Mehrspieler-Erlebnis von den Velan Studios, welches für PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch verfügbar ist. Das Grundprinzip ist dabei denkbar einfach und schnell erklärt. Auf unterschiedlichen Maps treten zwei Teams gegeneinander an und lassen sich dabei die Bälle um die Ohren fliegen. Gewonnen hat am Ende das Team, welches zuerst zehn Trefferpunkte erzielt hat. Gespielt wird dabei eine Partie immer nach dem Prinzip „Best of Three“. Soll heißen, dass ihr zwei Runden gewinnen müsst, um als siegreiches Team vom Platz zu gehen. Eine Spielrunde dauert maximal fünf Minuten. Bevor ihr euch allerdings in das kunterbunte Getümmel stürzen könnt erstellt ihr euch in einem recht umfangreichen Editor euren Avatar, den ihr nicht nur optisch, sondern auch in Sachen Stimme und Look anpassen könnt. 

Sind alle Vorkehrungen getroffen könnt ihr euch wahlweise im Tutorial mit den grundlegenden Mechanismen des Spiels vertraut machen oder euch direkt in die Online-Matches schwingen. Im Gegensatz zum Zwei-Völkerball oder auch Dodgeball sind diese Matches allerdings nicht auf kleine Felder begrenzt, sondern finden in teilweise sehr weitläufigen und verwinkelten Arenen statt, die mehrere Ebenen und Möglichkeiten für Verstecke bieten. Jeder Spieler besitzt zwei Herzen, von denen man eines verliert sobald getroffen wird. Steckt man folglich zwei Treffer ein ist man K.O. und der Gegner heimst einen Spielpunkt ein. 

Treffer landet ihr logischerweise mit den auf der Map an festen Stellen verteilten Bällen, von denen es unterschiedliche Ausführungen gibt. Es liegt dabei an euch und eurem Geschick, ob ihr eure Würfe mit einem Spin verseht oder einfach drauf los werft. Gezielt werden muss dabei im Übrigen nicht dank einer Lock-On-Funktion. Würfe können dabei allerdings auch pariert beziehungsweise gefangen werden, wenn ihr im richtigen Moment den linken Trigger drückt. Dadurch könnt ihr eurem Gegner beispielsweise den geworfenen Ball direkt zurückwerfen und mit etwas Glück einen Treffer landen. Weiterhin habt ihr die Möglichkeit durch Geschick Würfen auszuweichen oder Gegner von der Map zu rempeln, um so einen sofortigen Knockout zu erzielen. Das simple und dennoch fesselnde Spielprinzip von Knockout City ist motivierend und macht erstaunlich viel Spaß. Für die gewisse Würze im Gameplay sorgen da auch die variantenreiche Bälle. So gibt es neben normalen Wurfgeschossen auch Bomben-, Sniper und Käfigbälle, die allesamt besondere Eigenschaften bieten und Abwechslung ins Spiel bringen. 

Lasst die Bälle fliegen!
© Electronic Arts

Nur im Team hat man Erfolg

So bunt und stylisch Knockout City auch aussieht, so viel Tiefgang besitzt das Gameplay auch. Wer denkt einfach ein paar Bälle auf die Gegner schleudern zu müssen, um erfolgreich vom Platz zu gehen, wird schnell überrascht werden. Teamplay ist das A und O in Knockout City. Nur wer mit seinen Teamkollegen zusammenarbeitet und das gegnerische Team überrumpelt, hat eine Chance auf den Sieg. Gerade für Neueinsteiger kann es dadurch recht schwierig werden schnell in das Spiel zu kommen, da man von eingespielten Gegnern sprichwörtlich überrannt wird. Wer dem Spielprinzip aber eine Chance und Zeit gibt, der wird feststellen, dass man nach und nach dazulernt und mit Skill einige Vorteile im Spiel erhält. Für Langzeitmotivation sollen in Knockout City vor allem das Rang- und Levelsystem sorgen und zeitlich wechselnde Aufgaben. Dadurch verdient ihr euch nach und nach Holobux mit denen ihr neue Outfits und Individualisierungen erwerben könnt. Selbige haben allerdings keinen spielerischen Vorteil und sind lediglich kosmetischer Natur. 

Apropos Kosmetik. So ist es in Knockout City auch möglich Crews mit bis zu 32 Teilnehmer(innen) gründen und dabei sogar passende Looks für alle Mitglieder erstellen, um so ein einheitliches Auftreten zu gewährleisten. 

Knockout City unterstützt auf alle Plattformen im Übrigen Crossplay, sodass ihr keine Probleme haben solltet Mitspieler für eure Partien zu finden, die auf der Nintendo Switch erfreulich flüssig und ohne große Probleme ablaufen. Technisch hat uns das Spiel auf der Hybridkonsole positiv überraschen können, da es ohne große Abstriche im Vergleich zu den Konkurrenzsystemen umgesetzt wurde. Der Funsport-Titel mit seiner Cartoon-Optik erinnert etwas an den Stil von Fortnite und soll vermutlich insgeheim auch etwas in diese Richtung gehen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Auf der Switch habt ihr zudem die Möglichkeit zwischen einem Qualitäts- und einem Leistungsmodus zu wählen. In ersterer Variante wird die beste grafische Qualität erzielt, dafür allerdings die Bildwiederholungsrate auf 30 Bilder pro Sekunde heruntergeschraubt. Wer lieber mit 60 Bildern pro Sekunde spielen möchte, der nutzt hingegen den Leistungsmodus, muss dafür aber ein paar verringerte Details in Kauf nehmen.

Mit dem richtigen Timing pariert ihr geworfene Bälle.
© Electronic Arts

Ein Blick in die Zukunft

Ob sich Knockout City auch langfristig etablieren kann und sich einen Platz im eSports-Sektor erarbeiten kann, muss die Zukunft zeigen. Aktuell ist ein typisches Seasons-System geplant, dass euch mit neuen Herausforderungen und Bällen versorgen soll. Ingame-Käufe beziehungsweise Lootboxen soll es hingegen auch in Zukunft nicht geben, was man bei Electronic Arts fast nicht glauben kann. Somit dürfen wir gespannt sein, was die Entwickler im weiteren Verlauf noch aus dem Hut zaubern werden, um das Interesse an Knockout City auch langfristig am Laufen zu halten. 


Fazit: 

AwardKnockout City ist für mich bisher eine der größten positiven Überraschungen aus dem Jahr 2021. Der Titel mag auf den ersten Blick ein sehr simples Spielprinzip bieten, welches beim näheren Hinsehen jedoch einiges an Tiefgang besitzt und auch langfristig motivieren kann. Die Dodgeball-Schlachten machen viel Spaß und gerade mit festen Mitspielern steigert sich der Spielspaß proportional. Wenn ihr den Einstieg erst einmal gemeistert habt und euch eingefuchst habt, erwartet euch ein cooler Funsport-Titel mit frischen Ansätzen. Solisten werden jedoch enttäuscht sein, dass Knockout City lediglich online gespielt werden kann. Einen Story- oder lokalen Mehrspielermodus gibt es nicht. Wenn ihr auf Funsport steht und gern online spielt ist Knockout City mit Sicherheit einen Blick wert. 


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