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Hardware PS4

HORI Onyx Wireless Controller Review

Mit dem HORI Onyx bringt der japanische Peripherie-Hersteller den neuesten, lizenzierten PlayStation-Controller auf den Markt. Im Gegensatz zu anderen Dritthersteller-Pads für die Sony-Konsole wartet der Onyx aber mit einigen Besonderheiten auf. Ob sich der Kauf des knapp 60 Euro teuren Gamepads lohnt, erfahrt ihr in unserem Review.

HORI Onyx


HORI Onyx – Kabelloses Vergnügen

Dritthersteller-Gamepads hatten in der Vergangenheit immer ein Problem: Egal ob Razer, NACON oder snakebyte – Alle Controller konnten ausschließlich mit einem Kabel genutzt werden, was vielen Spielern sauer aufstößt.

Der HORI Onyx hingegen ist der erste lizenzierte Controller, welcher komplett kabellos genutzt werden kann. Das ist bereits das erste kleine Detail, mit dem der Onyx Pluspunkte sammeln kann. Etwas ärgerlich ist der Fakt, dass dem Paket kein Ladekabel beiliegt. Für einen Preis von knapp 60 Euro wäre das eigentlich drin gewesen, doch da ihr das Pad mit dem Original-Ladekabel der DualShock-Controller aufladen dürft, lässt sich dieses Detail verschmerzen. 

Knappe zwei Stunden dauert es, bis die Akkus des Controllers vollständig aufgeladen sind. Dann steht einer intensiven Spielsitzung Nichts mehr im Wege, bis die Batterien nach knapp sechs Stunden erneut geladen werden müssen. 

HORI Onyx
Die Größe des HORI Onyx entspricht in etwa dem Sony-Original.

Anders als bei den Konkurrenten handelt es sich beim HORI Onyx um ein waschechtes Bluetooth-Gamepad. Die erste Einrichtung ist demnach eine Spur komplizierter, als das Pad einfach nur mit der Konsole zu verbinden. Mithilfe der beiliegenden Anleitung ist die Ersteinrichtung aber auch in kürzester Zeit abgeschlossen.

Ein weiterer Pluspunkt der Bluetooth-Verbindung ist, dass der Controller sogar die PlayStation 4 starten kann, ein kleines Detail, bei dem alle anderen Konkurrenten versagen. Hervorragend!


Gelungene Haptik

Bereits beim ersten Betrachten fällt auf, dass sich HORI mit dem Onyx stark am Xbox-Gamepad orientiert hat. Dementsprechend erwarten euch beispielsweise, ähnlich wie beim NACON Revolution Pro, asynchrone Analogsticks. In unseren Augen ein klarer Pluspunkt. Vor allem für Shooter ermöglicht diese Anordnung eine bessere Kontrolle.

Mit seiner wellenförmigen Unterseite und den geriffelten Halterungen links und rechts liegt der Controller jedenfalls äußerst gut in der Hand und das sowohl bei kleinen, als auch bei großen Händen. Die Breite entspricht dabei in etwa der, des DualShock-4-Controllers von Sony. Die Verarbeitungsqualität erreicht nicht ganz das Niveau der deutlich teureren Profi-Controller, liegt aber dennoch auf einem gutem Niveau.

HORI ONyx
Die geriffelte Rückseite sorgt für einen sehr guten Halt.

Auch die nach innen gewölbten Analogsticks können überzeugen und bieten einen sehr guten Widerstand. Ansonsten verbaut HORI nahezu alles, was ein PlayStation-Controller haben muss: Touchpads, OPTIONS-, Share- und PlayStation-Taste sind allesamt vorhanden. Auch eine LED ist vorhanden, dennoch verzichtet auch HORI auf einen Lautsprecher und die Lightbar. Schlimmer ist da schon der Fakt, dass der Controller keinen Kopfhörer-Eingang bietet, das disqualifiziert ihn für kompetitives Spielen also bereits von vorne herein. 

Die vier Haupttasten stehen etwas weiter hoch, als beim Sony Original, was zunächst einmal etwas ungewöhnlich anmutet. Nach kurzer Eingewöhnung fällt das aber nicht negativ ins Detail. Besonders Lob gebührt dem D-Pad, welches deutlich präziser agiert, als bei so manchem Konkurrenten – das wird gerade Fans von Prügelspielen freuen. 

HORI Onyx
Auch die Trigger und Schultertasten bieten kaum Anlass zur Kritik.

Etwas Kritik muss sich das Oynx beim Touchpad gefallen lassen, welches ein wenig wackelig wirkt und sehr weit hineingedrückt werden muss, um eure Eingaben umzusetzen. Ansonsten kann die Verarbeitungsqualität allerdings überzeugen. Auch die L- und R-Tasten und Trigger überzeugen mit einem gelungenen Druckpunkt, welche einen gut dosierten Druck sehr gut umsetzen. 

Für einen angenehmen Komfort sorgt zudem das äußerst geringe Gewicht des Gamepads, welches auch nach einigen Spielstunden noch sehr gut in der Hand liegt.


Fazit:

Für sich genommen ist der HORI Onyx  ein hervorragendes Gamepad für die PlayStation 4, welches sich zwischen den günstigen Alternativen und den Profi-Varianten von Razer und NACON positioniert. Die Verarbeitungsqualität ist zumindest sehr gut und auch der Spielkomfort kann fast vollends überzeugen. 

Besonders hervorzuheben ist, dass es sich um das bislang einzige, kabellose Dritthersteller-Gamepad für die PS4 handelt, welches noch dazu die Konsole starten kann. Zudem sind die asynchronen Sticks für mich ein absoluter Pluspunkt. Auch die Akkulaufzeit kommt mit knapp sechs Stunden der des Originals recht nahe.

In meinen Augen fällt der Preis aber eine Spur zu hoch aus wenn man bedenkt, dass der DualShock 4 genauso viel kostet und es hier keinen eingebauten Lautsprecher und keine Lightbar gibt. Das kann ich persönlich noch verschmerzen, doch der fehlende Kopfhörereingang wiegt da deutlich schwerer.

Und dennoch: Wer lieber mit asynchronen Analogsticks spielt, kein Kabel verwenden will und keine Zusatzfunktionen der oftmals doppelt so teuren Profi-Controller benötigt, erhält mit dem HORI Onyx Wireless Controller ein erstklassiges Gamepad für die PlayStation 4. 


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