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Nintendo Switch Tests

Harvest Life im Test

Farming Spiele wie Harvest Moon finden schon immer regen Anklang. Nun erscheint mit Harvest Life aus dem Hause rokapublish ein Farming.Adventure für die Nintendo Switch, welches sogar einen lokalen Multiplayer auf einer Konsole möglich macht. Ob Harvest Life den Platzhirschen Stardew Valley und Harvest Moon gefährlich werden kann, erfahrt ihr in unserem Test.


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Klassischer Start

Bei der Charaktererstellung könnt ihr zwischen sieben männlichen und neun weiblichen Charakteren wählen, zusätzlich legt ihr auch noch den Namen für den Briefzusteller des Vertrauens und des Großvaters fest. Anschließend erwartet euch noch eine etwas merkwürdige Auswahl, in welcher ihr das Geschlecht des möglichen Lebenspartners bestimmt.

Wie bei allen Spielen in diesem Genre erben wir die Farm unseres Großvaters. Dieser ist nach seinem Unfall mit einem Baum leider nicht mehr im Stande seiner Tätigkeit nachzugehen und bittet uns die Farm weiterzuführen.

Das erste Date ist immer ein besonderes.

Unsere kleine Farm

Zu Beginn stehen uns auf unserer Farm ein 3×3 Feld, ein Stall mit 2 Hühnern und ein Gehege mit 2 Kühen zur Verfügung. Den Tag beginnt man am besten durch ein Gespräch mit Opa, der uns verschiedene Aufgaben gibt und nach erfolgreichem Abschluss mit Gold belohnt. Die Tiere müssen natürlich mit Wasser und Futter versorgt werden. Wasser erhaltet ihr aus dem Fluss und das benötigte Futter wird mit Karotten hergestellt. Diese müsst ihr in einen Automaten werfen und könnt dementsprechend Futter entnehmen. Da der Futterautomat natürlich auch noch Strom braucht, muss jener erst mit dem Generator hergestellt werden. Der befindet sich an eurem Haus und beherbergt ein recht simples Minispiel. Bei diesem Spiel ist es notwendig A oder B zu drücken, wenn die Anzeige in einem grünen Balken ist.

Das Startfeld unserer Farm.

Außerdem ist die Farm durch Bäume abgegrenzt, die ihr fällen könnt, um sie anschließend zu Holzscheiten zu verarbeiten. Dies wird dann ebenfalls durch ein Spielchen in Form von Fruit Ninja gelöst. Obendrein bekommt ihr ein paar Äpfel beim Baumfällen. Auf dem Feld könnt ihr Saaten aussähen, ohne diese zu kaufen, davon habt ihr mehrere in eurer Inventarleiste (hält drei Items). Eine ziemlich coole Abwechslung zu der Konkurrenz ist der eigene Hofladen. Dieser ist keine schnöde Truhe wie in Stardew Valley oder Harvest Moon. Es kommen dauerhaft Kunden, welche etwas Bestimmtes wollen, so wird es zu eurer Aufgabe einen gut bestückten Laden zu führen.

Das Hofmenü mit reichlich Optionen.

Der neue in der Stadt

Die Stadt grenzt direkt an unsere Farm an. Wir finden einen Laden, wie auch einen Schmied vor. Beim Schmied können wir die Axt, das Schwert und sogar unseren Wassereimer verbessern. Im Laden sind Äpfel, Pralinés oder eine größere Tasche erwerbbar. Hier lässt sich Futtertasche und Angel ebenfalls verbessert. Am Eingang zur Stadt befindet sich auch noch das Glücksrad, an dem man einmal täglich drehen kann, um einen Preis abzusahnen. Leider sind die Gespräche mit den Dorfbewohnern oft immer gleich und ein Anfreunden lohnt sich gefühlt nicht. Um euren Hof auszubauen, müsst ihr allerdings keine Dorfbewohner mit schrägen Öffnungszeiten besuchen. Im Hofmenü ist es möglich Tiere zu kaufen und eure Farm nach Belieben anzupassen. Diese wird dann in einem Raster angezeigt und bietet viele Optionen.

Rundgang im Dorf.

Multiplayer und Teleportationshorror

Ein sehr schönes Feature ist der Mehrspieler-Modus. Dieser ermöglicht es mit bis zu zwei Spielern an einer Konsole zu spielen. Hierbei hat jeder Spieler seinen eigenen Hof, kann aber auch dem anderen unter die Arme greifen. Performancetechnisch ist lediglich das Intro ein absoluter graus. Allerdings sind Teleportationen, sei es in ein Haus oder ins Bett wirklich schlecht umgesetzt. Das Speichern wirkt ebenso unausgereift. Abgespeichert wird nämlich durch Betätigen der „-“ Taste, dies öffnet aber jedesmal zusätzlich das Menü.

Bei Nacht haben wir unsere Taschenlampe dabei.

Fazit:

Harvest Life macht, dank recht innovativen Hofladen, einen soliden Eindruck. Auch die nett anzusehende isometrische 3D-Grafik kann sich durchaus sehen lassen. Das zugängliche Hofmenü ist eine sehr schöne Idee, macht auf der anderen Seite aber den Schreiner-NPC überflüssig.

Im Gegenzug trüben aber leider die schlechteren Punkte die den Spielspaß enorm. Seien es die klobig wirkenden Teleportationen oder auch die teilweise unnötigen Minigames. Eine Vorauswahl des präferierten Geschlechts ist ebenso überflüssig, wie auch die schräge Einleitungssequenz.

Alles in allem hat Harvest Life ein nettes Spielkonzept, aber eine ernst zu nehmende Alternative zu Stardew Valley ist der Titel nicht.


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