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Hands On: Asura’s Wrath

Die Videospielindustrie erweist sich oft genug als träger Moloch, der Trends bis zum Geht-nicht-mehr wiederholt, weil sich diese als profitabel erwiesen haben. In der PlayStation- und N64-Ära waren es die 3D-Jump’n’Runs, nachdem Super Mario 64 die Blaupause geliefert hatte, aktuell schießen die God-of-War- und Devil-May-Cry-Klone wie Pilze aus dem Boden.

Mehr als bloß God of War in Indien

Nach der griechischen (God of War) und der jüdisch-christlichen Mythologie (Dante’s Inferno) ist jetzt die Sagenwelt des indischen Subkontinents an der Reihe. Bei Capcom hat man sich ganz offensichtlich vom indischen Nationalepos Mahabharata inspirieren lassen. In den Schriften wird von explosiven Schlachten am Himmel berichtet, die insbesondere der umstrittene Autor Erich von Däniken als antiken Weltraumkrieg im Erdorbit interpretiert.

Ähnlich wie bei der Griechenschnetzler Kratos ist auch Asuras hauptsächliche Emotion der Zorn, was sich bereits im Titel des Spieles andeutet. Dabei scheint sich Asura gar nicht mehr daran zu erinnern, dass sich seine Wege und diejenigen der sieben Götter bereits in der Vergangenheit gekreutzt haben.

Präsentiert wird diese Geschichte in einer ansprechenden Cell-Shading-Optik, die an tradionelle indisch-asiatische Kunst und Bildhauerei angelehnt ist. Das Gameplay bietet das, wonach das Genre benannt ist: Hack’n’Slay. Mit Buttonmashing und Kombo-Moves kämpft man sich durch Gegnerhorden.

Bei dem in der Demo gezeigten Bosskampf bestand die Interaktion des Spielers größtenteils darin, im richtigen Moment die richtige Taste zu drücken. Als echte Quick-Time-Events, kann man das zwar nicht bezeichnen, dennoch ist es einmal mehr der Versuch, Film (per Definition nicht interaktiv) und Videospiel (per Definition interaktiv) zu verbinden. Das funktioniert gut, zeigt aber erneut, dass die Spieleentwickler hier an einer Grenze angelangt sind und noch nicht genau wissen, wie sie diese überwinden können.

Zuletzt sei noch der Humor erwähnt. Asura’s Wrath hat zwar einen ernsten Grundton, das hält die Entwickler von Capcom jedoch nicht davon ab, auch witzige Elemente in das Spiel zu integrieren. Wenn ein Gott mit einem gewaltigen Hintern euch euch plötzlich mit einer Monsterarschbombe plättet, dann ist das so unerwartet, dass man doch ins Schmunzeln kommt.

God-of-War-Klone gibt es viele, Asura’s Wrath sticht dank interessanter Grafik und unverbrauchtem Setting jedoch deutlich aus der Masse hervor.

Tendenz: Gut

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