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PS4 Reviews

God of War Review

Kriegsgott Kratos ist zurück! Nachdem die griechische Mythologie abgegrast ist, macht sich der Glatzkopf im neuen God of War auf den Weg gen Asgard, um Odin, Thor und Co einen Besuch abzustatten. Neues Setting, neue Spielmechaniken und ein wütender Bartträger als Vater. Ob das gut gehen kann? Und wie, wie unser Review zum Action-Hit beweist.

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Schöne neue Welt

God of War
God of War bricht mit allen Traditionen der Serie. Und das ist gut so!

Es gibt wenige Spiele, die bereits in den ersten Minuten eine Gänsehaut erzeugen, wie das neue God of War. Und das ist besonders erwähnenswert, da die beliebte Actionspiel-Reihe trotz bombastischer Inszenierung und einem erstklassigen Soundtrack nicht unbedingt zu den emotionalsten Achterbahnfahrten auf PlayStation-Konsolen gehört. Bereits der ruhige und intime Auftakt des neuen Teils lässt keinen Zweifel daran, dass sich God of War im Jahr 2018 neu erfindet. Und das tut dem Spiel unglaublich gut!

Wenn die ersten Soundtrack-Fetzen erklingen und sich Kratos und sein Sohn Atreus mit dem Tod ihrer Frau, beziehungsweise Mutter konfrontiert sehen oder einen Hirsch jagen, wird die unglaublich dichte Atmosphäre des Spiels erstmals deutlich. Dass das Ganze noch dazu exzellent aussieht und alle andere PlayStation-4-Spiele in den Schatten stellt, ist ein netter Bonus. Bereits in den ersten Spielstunden macht God of War  deutlich, dass ihr es hier mit einem Ausnahmespiel zu tun habt.

Das verdeutlicht darüber hinaus auch die intensive und emotionale Handlung des Spiels, auf die wir aus Spoilergründen nicht allzu detailliert eingehen wollen. Nur so viel: Götterschlächter Kratos ist nach seinen blutigen Konflikten in Griechenland nach Skandinavien ausgewandert. Zu Beginn des Spiels werdet ihr mit dem Tod eurer Frau konfrontiert und müsst fortan euren Sohn Atreus alleine groß ziehen. Doch die Nachricht über den Tod von Poseidon, Zeus und Co hat sich herumgesprochen und auch die nordischen Götter wissen, welche Gefahr nun unter ihnen lebt. Fortan sehen sie den ehemaligen spartanischen Heerführer als Bedrohung an und wollen ihn tot sehen.

God of War
Die Handlung ist emotional und fesselnd präsentiert.

Und so beginnt die Reise von Kratos und Atreus durch die nordische Mythologie die, ohne Übertreibungen, zu dem Besten gehört, was ich jemals gespielt habe.


Genau, was God of War gebraucht hat

Verabschiedet euch von der brachialen Daueraction. Sagt „auf Wiedersehen“ zum Button Mashing, den etlichen Quick-Time-Events und den immer gleichen AngriffsmusternGod of War bricht mit nahezu allen Elementen, die die bereits erstklassigen Vorgänger ausgezeichnet haben. Cory Barlog und sein Team haben mit dem neuesten Ableger ein Experiment gewagt, doch dieses Wagnis zahlt sich aus: Dieses Spiel ist genau das, was God of War gebraucht hat und – das kann ich schon einmal vorweg nehmen – ein heißer Kandidat auf das Spiel des Jahres 2018.

God of War
God of War zeigt ganz neue Seiten von Kratos

Die Gründe dafür sind so vielfältig, wie das Spiel selbst. Zum Einen wäre da der Protagonist Kratos, der in der Vergangenheit nicht unbedingt für sein facettenreiches Auftreten bekannt war. Im neuen Spiel hingegen tritt der Glatzkopf vielschichtiger auf, als jemals zuvor. Es ist nicht mehr die blinde Wut, die den mächtigen Spartaner kontrolliert. Stattdessen sieht er sich mit neuen Gefühlen wie Liebe, Trauer und Verzweiflung konfrontiert. Das sorgt dafür, dass sich der Held im neuen God of War menschlicher und greifbarer anfühlt. Was wiederum der Atmosphäre zugute kommt. Doch bis Kratos diese Gefühle überhaupt zulässt, gehen einige Spielstunden ins Land.

Womit wir direkt beim nächsten Punkt sind: Dem Umfang. God of War ist umfangreicher, als all seine Vorgänger. Diese waren nach gut zehn Stunden abgeschlossen. Im neuen Spiel hingegen nimmt die Handlung zu diesem Zeitpunkt erst richtig Fahrt auf. 40-60 Stunden  stecken im neuen Abenteuer. Doch wer jetzt an unnötige Längen und eine gestreckte Spielzeit denkt, liegt falsch. Von der ersten Minute bis zum Abspann kann God of War sein enorm hohes Niveau halten und immer neue spielerische Ausrufezeichen setzen. Genial!


Ruhig, emotional, phänomenal

God of War
Das Spiel nimmt sich die Zeit für ruhige Momente.

Behutsam schleicht Kratos durch einen dichten Wald, während sein Sohn Atreus mal wieder vorprescht, wie ein junger Hund. Plötzlich erspäht euer Sohn das Objekt seiner Begierde: Ein majestätischer Hirsch grast auf einer Lichtung, während Nebelschwaden den Berghang hinabsteigen. Um euch herum ist alles still, fast schon zu still. Da zückt euer Sprössling seinen Bogen, um das Tier zu erlegen. Er spannt seine Waffe, zielt und… daneben!

Mürrisch lasst ihr euren Abkömmling wissen, welch fatalen Fehler er begangen hat und das voreiliges Handeln in einer gefährlichen Welt katastrophale Folgen haben kann. Das Verhältnis zwischen Kratos und seinem Sohn Atreus ist in den ersten Stunden ziemlich kalt, doch auch das soll sich im Laufe des Abenteuers ändern. 

God of War
Vater und Sohn wachsen im Laufe des Spiels. Auch emotional als Einheit.

Diese Szenen aus dem Auftakt verdeutlichen, dass God of War sich Zeit für ruhige und emotionale Momente nimmt. Bis ihr den ersten Gegnern gegenüber steht, geht eine halbe Stunde ins Land. Ein Novum für die Reihe. Doch genau weil das Spiel das Verhältnis des Vater-Sohn-Gespanns in den Mittelpunkt stellt, ist es so einzigartig. Wer jetzt Angst hat, dass God of War im Jahr 2018 zu einer gefühlvollen Seifenoper verkommt, muss sich jedoch keine Sorgen machen: Die Kämpfe haben es mächtig in sich und spielen sich sogar noch intensiver, als in God of War III


Ein Kampf für die Götter

God of War
Düster und brachial: Die intensiven Kämpfe sind noch immer fester Bestandteil!

God of War lässt für seinen neuen Auftritt seine Hack&Slash-Wurzeln hinter sich und wird stattdessen zu einem waschechten Action-Rollenspiel. In den intensiven Kämpfen fühlt ihr euch ein Bisschen an Dark Souls erinnert. Wie in dem From Software-Titel kombiniert ihr leichte und schwere Angriffe und blockt, beziehungsweise pariert gegnerische Angriffe im rechten Moment mit eurem Schild. Dieser entsteht wie durch Zauberhand aus der Armschiene des Spartaners – Captain America in Avengers Infinity War lässt grüßen.

Anders, als beispielsweise in Assassins Creed Origins, könnt ihr aber mit gedrückt gehaltener Blocktaste nicht angreifen, was die Kämpfe ein wenig kniffliger macht. Allgemein spielt sich God of War selbst auf dem zweiten der vier Schwierigkeitsgrade ziemlich knackig. Und das ist verdammt gut so! Das gilt auch dafür, dass die ellenlangen Kombo-Ketten endlich der Vergangenheit angehören. 

Die Kämpfe gegen Standard-Gegner fühlen sich dadurch realistischer und brachialer an, da Kratos selbst kleineren Feinden nicht mehr als übermächtiger Kontrahent gegenübertritt. Ganz zu schweigen von den unglaublich packend inszenierten Zwischen- und Endbossen. Diese sind zwar im Vergleich zu den Vorgängern etwas in den Hintergrund gerückt, stellen aber noch immer das Highlight des Spiels dar. Oder sagen wir besser: Ein Highlight. Denn davon gibt es in God of War enorm viele. Der Fremde gibt zumindest einen hervorragenden Bösewicht ab.

Für seinen neuen Auftritt hat Kratos die Chaosklingen in der Mottenkiste verstaut und verlässt sich auf die brandneue Leviathan Axt. Diese könnt ihr, wie Donnergott Thor, sogar auf eure Gegner schleudern und per Knopfdruck zu euch zurückholen. Ein wichtiges Feature, welches nicht nur in den Kämpfen, sondern auch in den mitunter knackigen und gelungenen Rätseln zum Einsatz kommt. 

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Regelmäßig müsst ihr zudem zwischen Axt und Faustkampf wechseln, da einige Gegner gegen einen bestimmten Angriffstyp immun sind. Auch die Elemente spielen in den packenden Kämpfen eine Rolle. Das generalüberholte Kampfsystem von God of War ist jedenfalls über jeden Zweifel erhaben!

Außerdem steht euch in den Kämpfen euer Sohnemann zur Seite, welcher nicht nur autark, sondern noch dazu unglaublich klug agiert und den vermutlich besten KI-Begleiter aller Zeiten darstellt. 


Die Macht der Jugend

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Atreus stellt ein neues Spielelement für die Reihe dar und entpuppt sich als echte Wunderwaffe für das Gameplay von God of War. Nicht nur, dass euer Sohn die Story des Spiels auf ein ganz neues Niveau hievt oder weil er sich verdammt realistisch verhält. Nein, Atreus stellt auch im Kampf und den Rätseln eine große Hilfe dar. Manche Feinde, wie die Wiedergänger-Hexen könnt ihr nämlich ohne euren Schützling gar nicht erst besiegen

Euer Sohn verlässt sich im Kampf auf Pfeil und Bogen und ist sogar in der Lage, die Gegner ganz ohne eure Unterstützung ins Jenseits zu befördern. Doch das dauert viel zu lange. Sinnvoller ist da, dass Atreus Feinde betäubt oder von euch ablenkt, damit ihr diesen dann mit einem tödlichen Finisher in den Rücken fallen könnt. Als wäre das noch nicht genug, versorgt euch euer Sohn mit Heilgegenständen, damit ihr im Kampf nicht das Zeitliche segnet. 

Doch auch abseits der Kämpfe markiert Atreus eine weitere Stärke des neuen God of War. Nur er ist in der Lage, die überall in der Welt verteilten Runen zu entziffern oder die Geschichtstafeln zu deuten. Das macht ihn in einigen Rätseln zum unschätzbaren Begleiter.

God of War
Atreus ist der bisher beste Begleiter in einem Videospiel und agiert sehr realistisch!

Besonders gut ist den Machern des Spiels dabei die Charakterentwicklung gelungen. Nicht nur von Kratos, sondern auch von seinem Sohn. Aus einem blauäugigen und unvorsichtigen Kind wird im Laufe des Abenteuers ein tapferer Recke wird – Ja, sogar der wahre Held des Spiels!

Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass Atreus die beste Nebenfigur aller Zeiten in einem Videospiel ist. Er ist ein Kind, ein kleiner Junge und genau so verhält er sich auch. Atreus ist wissbegierig und möchte jedes noch so kleine Detail der Welt entdecken, jedem Bewohner helfen und einfach alles wissen. Genau so, wie man es von einem Kind erwartet. Neugierig lauschte der Junge in der Vergangenheit den ausschweifenden Geschichte und Fabeln, die seine Mutter ihm erzählt hat. Doch nun muss er sich mit den minimalistischen Geschichtchen seines wortkargen Vater zufriedengeben. 


Es ist nicht leicht, ein Vater zu sein

God of War

Besonders intensiv wird das Verhältnis von Vater und Sohn in God of War, wenn euer Sohnemann mal wieder nicht mit eurer Entscheidung zufrieden ist, bockig hinter euch hertrottet und mit seinem Fuß den Schnee aufwirbelt. Doch nicht nur Atreus ist den Entwicklern hervorragend gelungen, auch der Charakter des Kratos wird facettenreich dargestellt

Ihr wisst genau, welches Monster in euch steckt. Welch schreckliche Dinge ihr in der Vergangenheit getan habt und was aus euch geworden ist. Und God of War schert sich nicht darum, in regelmäßigen Abständen einen Finger in die Wunde zu legen. Als frischgebackener Vater (wie ich es bin) kann man sich mit dem unglaublich strengen, aber immer fairen Elternteil jedenfalls sehr gut identifizieren. Oder sagen wir besser: Nachvollziehen (auch wenn ich vieles anders machen würde). 

Das liegt zudem an den erstklassigen deutschen Synchronsprechern, die den Figuren Leben einhauchen. Kratos, doch vor allem die Nebenfiguren Atreus und Mimir überzeugen in ihren Textzeilen jedenfalls auf ganzer Linie. Besonders hervorzuheben ist dabei, der Blick fürs Detail, den die Entwickler auch bei der Synchronisation an den Tag legen. 

Während ihr auf eurem Kahn auf die Küste zu schippert, wird das Gespräch von Vater und Sohn hervorragend zum Abschluss gebracht, bevor die (Ingame)Zwischensequenz startet. Oder Mimir, der im Laufe der Handlung als willkommene Abwechslung für die Geschichte auftritt und euch mit anderen Hinweise versorgt. 


God of War – So viel mehr, als nur ein Spiel

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Ok, ich gebe es zu: God of War hat bei mir bereits zu Beginn mehr als einen Stein im Brett. Zum Einen, weil ich ein absoluter Fan der nordischen Mythologie bin. Zum Anderen, weil der Titel die angestaubte Reihe auf ein ganz neues Niveau hievt. 

Herrn Barlog und seinem Team ist es gelungen, eine derart detailverliebte und intensive Version der nordischen Mythologie zu erschaffen, wie nie zuvor. Und trotzdem blieb dabei die Kreativität nicht auf der Strecke: Obwohl sich God of War stellenweise unglaublich nah an die Edda und die Heldensagen hält, streuen die Entwickler einige kreative Neuinterpretationen ein, die für frischen Wind sorgen. Ein gefährliches Unterfangen? Keine Frage, doch auch dieses Kunststück ist dem Team hervorragend geglückt!

Trotzdem: Beinharte Fans von Odin, Thor und Co werden von der „neuen Sichtweise“ vermutlich nicht begeistert sein. Tyr hingegen, der Gott des Kampfes, der in der eigentlichen Edda eher ein Schattendasein fristet, wird im Spiel stark hervorgehoben

Bemerkenswert ist dabei allerdings, dass viele der Neuinterpretationen gar nicht so neu sind. Die Darstellung Tyrs im Spiel entspricht beispielsweise einer nordischen Theorie die darlegt, dass der Kriegsgott einst der mächtigste Gott überhaupt war. Bevor Odin seinen Platz einnahm. 

Das ist nur ein Beispiel dafür, mit welchem Verständnis und Detailreichtum die Entwickler das Spiel gestaltet haben. Was für dieses Beispiel gilt, gilt auch für das gesamte Spiel: God of War ist eine Geschichtsstunde in der nordischen Mythologie, ähnlich wie in den Assassin’s Creed-Spielen lernt ihr hier nebenbei viele kleine Details oder Sagen über das Szenario. Erstklassig!


Eine Welt, die gefällt 

God of War
Der Umgang mit der Mythologie und die Welt in God of War sind erstklassig!

Die Spielwelt von God of War ist nicht offen. Im Vergleich zu einem Horizon: Zero Dawn oder Assassin’s Creed Origins wirkt Midgard mit seinen zwar weitläufigen, aber festen Wegen folgenden Gebieten ein wenig altbacken

Doch seien wir mal ehrlich: Es muss doch nicht immer Open World sein! Ich habe zumindest lieber eine in sich stimmige Umgebung, statt alle fünf Meter über ein unnötiges Sammelitem oder eine schlecht designte Hütte zu stolpern. Und genau das bietet God of War. Midgard ist eine exzellent designte Welt, die trotz fehlender Freiheiten dazu einlädt, jeden Winkel erkunden zu wollen. Malerische Wälder, düstere Grotten und beeindruckende Berghänge dominieren die Szenerie.

Zudem stoßt ihr in regelmäßigen Abständen auf normale Truhen, verschlossene Nornen-Truhen oder gelungene Umgebungsrätsel. Auch abseits der Haupthandlung gibt es für euch eine Menge zu tun: Drachen wollen befreit, Walküren bekämpft werden. Ihr könnt Sagen-Tafeln finden und mehr über die Welt erfahren, Weltenrisse schließen oder den lustigen Zwergenschmieden helfen. So oder so: Für Abwechslung ist allemal gesorgt. 

Leider fallen manche Gebiete qualitativ ein wenig zu stark ab, wie die etwas uninspirierten Arenen in Muspelheim oder Niflheim. Doch das ist Meckern auf extrem hohem Niveau.


Talentierte Kämpfer

God of War
Die Ausrüstung lässt sich verbessern. Auch neue Talente könnt ihr freischalten.

Gesammelte Materialien investiert ihr zudem in Verbesserungen eurer Ausrüstung. Auch neue Fähigkeiten für euch und euren Sohn könnt ihr im Spielverlauf freischalten. Diese Ausrüstung dürft ihr sogar mit Runen ausstatten, die den Items neue Fähigkeiten verleihen. Hinzu gesellen sich Axtknäufe und Talismane, die Einfluss auf eure Skills oder Abklingzeiten haben. Das neue Crafting- und Talent-System steht God of War zumindest gut zu Gesicht, ohne dabei aber besondere Innovationen zu bieten.

Zum Ende hin werden die Erfahrungspunkte allerdings unnütz. Außerdem nimmt der Umgang mit all der Erfahrung, dem Hacksilber und den Materialien einfach Überhand. Ähnlich wie in Rise of the Tomb Raider überschüttet euch das Spiel regelrecht mit neuen Itemteilen oder Materialien. Hier wäre ein Bisschen weniger eben mehr gewesen.


Ein technisches Meisterwerk

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God of War ist das bislang schönste Spiel auf der PlayStation 4. Ließen euch ein Horizon Zero Dawn oder Uncharted 4 in der Vergangenheit bereits die Kinnlade herunterklappen, legt das Abenteuer um Kratos und Atreus noch einmal eine Schippe drauf.

Das beginnt bei den unglaublich detailreichen Umgebungstexturen, den atemberaubenden Licht- und Nebeleffekten, über die phänomenalen Partikeleffekte, bis hin zu den detaillierten Charakteren samt glaubhafter Mimik. Was die Entwickler hier aus der PS4 herausholen, ist schlicht meisterhaft. Wenngleich nicht ganz frei von Kritik: Ganz selten kommt es zu kurzen Slowdowns oder nachladenden Texturen. Und so bombastisch die Gegner auch modelliert sind: Einige Gegnertypen wiederholen sich eine Spur zu oft (Stichwort Draugr). 

Doch abseits der wenigen Kritikpunkt ist God of War ein Fest für alle Sinne. Die atemberaubende Grafik wird zudem von einem bombastischen Soundtrack begleitet, der in jedes gut sortierte CD-Regal gehört. Basta! 

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Fazit:

AwardGod of War ist eine faustdicke Überraschung. Dass das Spiel gut werden würde, stand außer Frage. Aber dass wir es hier nicht nur mit einem heißen Anwärter auf das Spiel des Jahres 2018 zu tun haben, sondern sogar mit einem der besten Games aller Zeiten, kommt selbst für mich überraschend.

Versteht mich nicht falsch: God of War war schon immer gut. Aber der neueste Ableger ist schlicht überragend. Was die Entwickler aus der etwas angestaubten Reihe gemacht haben, ist eine absolute Meisterleistung. Ich könnte noch zigtausend Wörter zum Spiel schreiben. Nur das liest eben keiner.

Für mich ist besonders hervorzuheben, wie vielschichtig Kratos im neuen Spiel auftritt. Zudem hat er mit Atreus den besten KI-Begleiter aller Zeiten an seiner Seite, der so viel mehr ist, als eine simple KI. Euer Sohn agiert menschlich und gerade das Zusammenspiel der beiden Helden ist wundervoll. Die Welt ist stimmig und das neue Kampfsystem macht Laune. Garniert mit einer packenden Geschichte und einer atemberaubenden Technik ist God of War ein absolutes Meisterwerk geworden, welches sich kaum nennenswerte Fehler leistet.

Als Fan der nordischen Mythologie liefert Sony Santa Monica hier nicht nur noch eine Wikinger-Story ab, sondern ein beispielhaftes Lehrbuch für alle, die mehr über Odin und die anderen Götter, aber auch über die Sagen und Mythen der Normannen erfahren wollen. Ich verneige mich vor diesem Spiel!


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