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Get Packed im Test – ein ehemaliges Google Stadia Exclusive erobert weitere Plattformen

Get Packed war einst einer dieser Titel, der exklusiv für Google Stadia erschienen ist. Ihr erinnert euch? Google Stadia? Game Streaming, welches absolut jede Gaming Hardware obsolet machen sollte? Game Streaming in 4K und 60 FPS? Natürlich erinnert ihr euch nicht. Denn um den Hoffnungsträger aus dem Hause Google ist es nach einigen Enttäuschungen sehr ruhig geworden. Spieler fehlen den meisten Titeln. Kein Wunder also, dass kleine Highlights, wie Get Packed, nun einen Weg auf traditionelle Plattformen suchen. In diesem Fall sogar in der Fully Loadet Edition, welche gleich etliche Zusatzinhalte der Stadia Version auf Playstation 4 und Xbox im Grundumfang mitliefert.

Auch ein Autohändler benötigt mal Hilfe beim Umzug.

Get Packed: Fully Loadet – Stadias Moving Out

Im Grunde kann man Get Packed seit jeher als Alternative zu Moving Out betrachten. Im Einzelnen sind die beiden Spiele zwar etwas unterschiedlich umgesetzt, im Kern behandeln sie jedoch dasselbe Thema. Ein chaotischer Co-Op Spaß, indem es als Umzugsunternehmer in der Vogelperspektive darum geht, mit bis zu drei Freunden möglichst spaßig, pardon, wir meinen natürlich möglichst effizient, Güter in einen Umzugslaster zu stopfen.

Nur ein Wort: Huiiii

Wichtig hierbei ist das Wörtchen „Alternative“. Denn Get Packed als einfache Kopie zu bezeichnen, täte dem Titel Unrecht.


Umzugschaos mit Frust und Freunden

Während beispielsweise Moving Out viel deutlicher auf Zugänglichkeit für Jedermann setzt und sich Anforderungen ans Können der Spieler via Option praktisch gänzlich eliminieren lassen bietet Get Packed einiges an Schwierigkeiten und Frustpotential. In Verschiedenen Leveln habt ihr jeweils die Aufgabe vorgegebene Gepäckstücke zu finden und abzutransportieren. Bonuspunkte erhaltet ihr für zusätzlich abgeliefertes, Strafpunkte für Schäden. Und wenn ihr einmal versucht habt eine Couch zu zweit über eine befahrene Straße zu wuchten, dann wisst ihr was Schäden sind.

Gabelstapler alle müde, Gabelstapler alle schlafen.

Kreativ sind viele der Stages auch gestaltet. So gilt es keineswegs nur Häuser auszuräumen. Ihr sollt euch benötigtes Inventar gerne auch von Fließbändern einer Industrieanlage klauben, während das Wachpersonal Einwände hat. Zudem darf nichts auf dem Fließband in einen Schredder fallen, da dies die Schadenswertung aufplustert. Klingt kompliziert? Ist es auch! Und mit ganz viel Abwechslung versehen, was verdammt gut ist.

All die Level lassen sich noch recht einfach „nur bewältigen“. Den ursprünglich im Hauptspiel enthaltenen Content hatten wir im Test mit Freunden problemlos binnen eines Abends gesehen. Wer aber die 3 Sterne Wertung in jedem Level für sich beansprucht, der wird viele Wochen beschäftigt sein und sicherlich einige Male frustriert aufgeben. Wir sehen hier ein forderndes und deshalb auch gutes Balancing.

So hingegen sehen die Level anfangs noch aus. Idyllische Heime. Jedenfalls bevor wir da waren.

Apropos Freunde. Alleine ist Get Packed nicht zu empfehlen. Spaß hatten wir vor allem im kooperativen Multiplayer. Nicht, weil Get Packed zu schlecht für allein wäre, sondern weil wir hier eines dieser Spiele haben, die eben voll vom kooperativen Chaos leben.


Zusatzinhalte und Widerspielwert in Get Packed auf Xbox und Playstation

Den Content des Hauptspiels hatten wir zwar wie erwähnt schnell gesehen. Die Fully Loadet Edition für Konsolen beinhaltet jedoch noch einige Zusatz Level, die auf Stadia seinerzeit nachgereicht wurden. Hier werden Chaos und Anspruch teils nochmal deutlich angehoben, sodass hier locker ein paar zusätzliche Spielstunden hinzukommen. Das gefällt uns sehr gut.

Weniger gut gefallen uns die Ideen, die die Entwickler von Moonshine Studios von ursprünglich für einen erhöhten Widerspielwert hatten. Abseits der normalen Kampagne lässt sich diese nämlich noch in einem Time Trail Modus absolvieren. Der erfordert besonders zackiges Arbeiten, fühlt sich sonst aber an, als würde man die Kampagne nochmals spielen. Auch ein dritter Modus, der Zerstörungs Modus, kann uns nicht begeistern. Hier geht es darum, möglichst viel Schaden in den bekannten Leveln anzurichten. Das geht zu leicht. Und irgendwie merkt man dem Spiel auch an, dass es eigentlich auf das genaue Gegenteil ausgelegt ist. Hier ist die Luft ebenfalls schnell raus.


PvP Umzüge

Der PvP Modus von Get Packed ist da schon besser geeignet, die Spielzeit zu strecken. In diversen Minispielen auf eigens angefertigten Arenen lässt Get Packed euch gegen eure Freunde antreten. Da gilt es beispielsweise bestimmte Güter vor dem anderen Team in den Umzugswagen zu laden. Zumindest einige Stunden Kurzweil bietet dies. Vorausgesetzt ihr bekommt ein volles Spielerfeld zusammen. Denn im Test mussten wir manches mal mit der Kombination aus einem Spieler gegen zwei Spieler leben. Hier waren die Kräfte entsprechend unfair verteilt und echter Spaß wollte so nicht aufkommen.

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