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Switch Vorschau

Gear Club Unlimited 2 Vorschau

Auf der gamescom konnten wir das Rennspiel Gear Club Unlimited 2 ausgiebig anspielen. Fans realistischer Rennspiele kamen auf Nintendo Switch bislang nicht in den Genuss hochwertiger Genrevertreter. Während der Vorgänger immerhin eine respektable Mobile-Portierung darstellt, wird das Racer-Genre bislang ausschließlich von Mario Kart und Co dominiert. Mit Gear Club Unlimited 2 wollen Entwickler Microids und Eden Games nun alles besser machen.


Gear Club Unlimited 2 Vorschau

Mit der Portierung des Mobile-Games Gear Club Unlimited hielt Ende des vergangenen Jahres erstmals ein realistisches Rennspiel Einzug auf Nintendos Hybridkonsole. Allerdings waren die Smartphone-Wurzeln seinerzeit nicht von der Hand zu weisen. 

Auf der gamescom 2018 konnten wir den Nachfolger ausgiebig anspielen, welcher nun exklusiv für Nintendo Switch erscheinen wird. Und eines ist dabei jetzt schon klar: Bei Gear Club Unlimited 2 stimmt das Gesamtpaket!

Das Spiel wird von den französischen Entwicklern Microids in Zusammenarbeit mit Eden Games entwickelt, bei diesem Namen sollte bei Genrefans eigentlich etwas klingeln. Immerhin haben die Franzosen die ersten drei V-Rally-Spiele und das mittlerweile legendäre Test Drive Unlimited 2 gemacht. Gerade zum Open-World-Rennspiel aus dem Jahre 2011 zeigt Gear Club Unlimited 2 eine Menge Parallelen, doch dazu später mehr.

Gear Club Unlimited 2
Im Karrieremodus mit Story arbeitet ihr euch in den Fahrzeugklassen nach oben.

Kernstück des Racers ist ein umfangreicher Karrieremodus, bei dem ihr genretypisch in einer niedrigen Klasse und mit langsamen Fahrzeugen beginnt und euch immer weiter nach oben arbeitet, bis ihr mit einem Koenigsegg bei über 300 km/h die Strecken unsicher macht.

250 Strecken in vier Umgebungen – Für Abwechslung ist gesorgt!

Apropos Umfang: Hier hat das Rennspiel kräftig zugelegt. Im Spiel erwarten euch knapp 3.000 km Straße in 250 Strecken. Damit beim Fahren keine Langeweile aufkommt, bietet Gear Club Unlimited 2 vier abwechslungsreiche Umgebungen, welche sich nicht nur optisch stark voneinander unterscheiden.

In der Wüste macht euch die sengende Hitze zu schaffen, während ihr im Yellowstone-Nationalpark die wunderschöne Umgebungen bestaunt. Die mediterranen Kurse liefern waschechtes Urlaubsfeeling, während ihr in den verschneiten Alpen mit eisigen Pisten zu kämpfen habt. Umso schöner, dass sich die Untergründe realistisch auf das Fahrverhalten der Boliden auswirken – Bei Schnee und Eis nimmt die Bodenhaftung spürbar ab und nur, wer sanft mit Gas und Bremse arbeitet, erreicht ohne Unfall die Ziellinie.


Gear Club Unlimited 2 kommt mit Story-Modus

Gear Club Unlimited 2
250 Strecken in abwechslungsreichen Umgebungen sorgen für Langzeitmotivation.

Solisten freuen sich in Gear Club Unlimited 2 über einen waschechten Story-Modus, zu dem allerdings noch nicht allzu viel bekannt ist. Laut den Entwicklern müsst ihr euch im Familienbusiness nach oben arbeiten und bekommt es im Laufe der Handlung mit verschiedenen Gegnern zu tun, die sich euch in den Weg stellen.

Damit euch das gelingt, arbeitet ihr euch in einer Art Rangliste nach oben. Über 50 Fahrzeuge bietet das Spiel, davon sind 15 neu. Alle selbstverständlich vollständig lizenziert. Weitere Autos sollen übrigens nach Release als DLC veröffentlicht werden. Microids plant, Gear Club Unlimited 2 langfristig zu unterstützen.

Im Spiel erwarten euch drei verschiedene Renn-Modi: Derbie sind die klassischen Rennen, wie man sie aus anderen Racern kennt. Deutlich knackiger geht es schon bei Last Man Standing zu, bei denen alle 30 Sekunden der Letztplatzierte eliminiert wird, bis nur noch ein Fahrer auf der Piste ist. Komplettiert werden die Modi vom selbsterklärenden Time Attack-Modus, bei dem ihr gegen die Uhr kämpft.

Cooler Storymodus und umfangreiche Tuning-Optionen sorgen für eine Menge Spaß!

Einer der größten Kritikpunkte am Vorgänger waren die kurzen Strecken, bei denen man die Mobile-Herkunft deutlich spüren konnte. Das hat sich in Gear Club Unlimited 2 gebessert. Die Kurse kommen enorm abwechslungsreich daher und bieten eine ordentliche Länge.

Auch Tuning-Freunde kommen im Switch-Rennspiel voll auf ihre Kosten: In einer vollständig dreidimensionalen Umgebung dürft ihr nach Lust und Laune an eurer Karre schrauben, neue Teile einbauen, um die Leistung zu verbessern oder euch an ein eigenes Fahrzeugdesign wagen. Fast wie in Forza Motorsport auf der Xbox dürft ihr unzählige Schichten mit Aufklebern verwenden, um so ein einzigartiges Design zu erschaffen. Von verschiedenen Formen und Farben, über Zahlen, Blümchen oder Flammen – Hier gibt es alles, was das Herz begehrt. Das eigene Design dürft ihr dann online zur Schau stellen.


Multiplayer im Fokus

Gear Club Unlimited 2
In Eurer Garage dürft ihr Fahrzeuge tunen und umfangreiche Lackierungen erstellen.

Der Vorgänger bot lediglich einen Alibi-Online-Multiplayer, doch bei Gear Club Unlimited 2 dürfen endlich 12 Spieler gleichzeitig über das Internet an den Start gehen. Der Multiplayer steht klar im Fokus des Spiels, bei dem auch die eingangs erwähnten Parallelen zu Test Drive Unlimited 2 zum Tragen kommen. 

So dürft ihr euch im Switch-Rennspiel einem Club anschließen und gemeinsam mit euren Freunden die Club-Weltrangliste erklimmen. In der Club-Zentrale gibt es einen Chat, außerdem erwarten euch spezielle Herausforderungen und ein internes Ranking-System um zu sehen, wer der beste Rennfahrer da draußen ist. 

Schließt Euch mit über 50 Spielern zu Clubs zusammen und tretet gegen die Konkurrenz an!

Wie umfangreich dieses Feature letztlich ausgefallen ist, muss das fertige Spiel erst zeigen. Allerdings sind die Online-Clubs eine sehr coole Idee, um die Langzeitmotivation des Spiels deutlich zu steigern. Mit seinen Freunden gegen andere (verfeindete) Clubs anzutreten, macht jedenfalls eine Menge Spaß! Wir sind gespannt, ob sich in den Clubs besondere Belohnungen oder gar Fahrzeuge freischalten lassen.

Offline gibt es zudem einen Splitscreen-Multiplayer für maximal vier Spieler, außerdem lassen sich zwei Switch-Konsolen verbinden, um mit acht Spielern an den Start zu gehen.


Fahrgefühl und Technik

Gear Club Unlimited 2
Spielerisch und technisch hat sich einiges getan. das Fahrverhalten macht einen sehr guten Eindruck.

Doch was nützt das alles, wenn sich das Spiel nicht gut spielt? Doch keine Sorge: In Puncto Fahrgefühl zeigt sich Gear Club Unlimited 2 ebenfalls deutlich verbessert! Optionale Fahrhilfen machen auch Neulingen den Einstieg sehr leicht – Sogar eine Bremshilfe lässt sich hinzuschalten, sodass ihr euch einzig und alleine auf das Lenken konzentrieren müsst. Profis dürfen alle Fahrhilfen jederzeit deaktivieren: So geht Gear Club Unlimited 2 den Weg hin zu mehr Realismus- und das sogar im laufenden Rennen.

ohne Fahrhilfen wird Gear Club Unlimited 2 zu eineM enorm Anspruchsvollen Rennspiel.

Die Unterschiede sind enorm: Ob spaßiger Arcade-Racer oder knackiges Rennspiel? Die Wahl liegt ganz bei euch. Beide Disziplinen beherrscht das Spiel sehr gut, wenngleich die Simulation natürlich nicht mit der namhaften Konkurrenz auf PlayStation und Xbox mithalten kann. Die Steuerung geht jedenfalls mit Joy-Cons und Pro-Controller sehr gut von der Hand. Vor allem die Fahrphysik zeigt sich im Vergleich zum Erstling deutlich verbessert und spiegelt die Besonderheiten der verschiedenen Fahrzeuge hervorragend wider.
Unsere Testrunde auf der eisigen Alpen-Piste mit Hinterradantrieb war ohne Fahrhilfen jedenfalls ziemlich knackig! 

Auch aus grafischer Sicht macht Gear Club Unlimited 2 seine Sache sehr gut. Die Fahrzeugmodelle und Umgebungen sehen deutlich besser aus, als noch im Vorgänger. Neue Lichteffekte sorgen für eine stimmige Atmosphäre. Zwar kam es in unserer gamescom-Demo noch zu vereinzelten Rucklern, doch das lässt sich verkraften. Immerhin handelt es sich noch um eine recht frühe Vorschau-Version. 


Prognose: Gut bis sehr gut!

Microids und Eden Games bringen endlich ein gutes und realistisches Rennspiel auf die Switch! Der Vorgänger war zwar ein ordentliches Spiel, allerdings waren die Mobile-Wurzeln jederzeit spürbar. Dass Gear Club Unlimited 2 nun exklusiv für Nintendo Switch erscheint, tut dem Racer spürbar gut. 

Die Entwickler haben an den richtigen Schrauben gedreht und vor allem die Technik und das Fahrgefühl enorm verbessert. Ohne Fahrhilfen wird aus dem Racer sogar eine waschechte Simulation, die mit einer gelungenen Steuerung und abwechslungsreichen Kursen punktet. 

Vor allem der Club-Modus im Online-Multiplayer sollte allerdings für Langzeitmotivation sorgen. Immerhin war dieses Feature bereits in Test Drive Unlimited 2 ein absoluter Spielspaßgarant. Mit Gear Club Unlimited 2 steht uns Anfang Dezember 2018 ein echter Hit-Kandidat ins Haus und das nicht nur mangels Alternativen. Rennspiel-Fans dürfen sich auf den Titel freuen.


 

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