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Nintendo Switch Tests

Gear Club Unlimited 2 im Test

Anfang Dezember 2018 war es endlich so weit und astragon Entertainment brachte Gear Club Unlimited 2 hierzulande exklusiv für die Nintendo Switch heraus. Nachdem die Reviews zum ersten Teil bei den internationalen Kollegen eher durchwachsen ausgefallen waren, sind wir beim direkten Nachfolger umso gespannter gewesen, ob man aus der Vergangenheit gelernt hat. Während der Vorgänger zu seiner Zeit noch den Platzhirsch in dem Genre auf der Nintendo Switch markierte, muss sich Gear Club Unlimited 2 heutzutage unter anderem mit V-Rally messen. Ob sich der Racer von Eden Games an die Spitze setzt, erfahrt ihr im folgenden Test.


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Wir steigen ein

Klassisch für ein Rennspiel ist es, dass ihr zu Beginn eine Einleitung bekommt. Bei Gear Club Unlimited 2 dürft ihr euch demnach inmitten eines Rennens direkt hinter das Lenkrad eines schnittigen Mini Coopers setzen und werdet mit der Steuerung vertraut gemacht. Den Mini Cooper, den wir nutzen, können wir anschließend gleich unser Eigen nennen, wodurch der Kauf eines Autos zu Beginn leider wegfällt. Von Anfang an haben wir eine Story, welche einen griesgrämigen Rennchef innehat, leider ist diese wie in vielen Rennspielen ziemlich belanglos. Lediglich unsere direkten Konkurrenten sind etwas stärker als andere Fahrer.

Der Mini Cooper kann auch Offroad.

Gran Turismo oder Forza Konkurrenz auf der Switch?

Zwar ist der zweite Teil der Gear Club Unlimited Reihe auch dieses Mal kein Simulationsmonster, dürfte aber mit ziemlicher Sicherheit das realistischste Rennspiel für die Nintendo Switch sein.

Lizenzierte Rennstrecken à la Spa Francorchamps oder der allseits bekannte Nürburgring mit seiner Nordschleife sucht ihr hier leider vergebens, auch wenn die fiktiven Strecken an reale Gebiete angelehnt sind. Folglich rast ihr über verschneite Alpenpässe, durchfahrt den Yellowstone-Nationalpark, lasst Kontrahenten hinter euch Wüstensand schlucken oder verteidigt eure erarbeitete Führung an der Mittelmeerküste.

Rutschgefahr für Heckschleudern.

Was uns ebenso Realismus näher bringen will, sind die Modelle offizieller Automobile. PS-Liebhabern dürften hier Porsche 918 Spyder oder 911 GT2RS ein Begriff sein. Auch Freunde von Supersportwagen aus dem englischen Sprachraum kommen mit verschiedenen Modellen aus den Autohäusern McLaren, Lotus oder Dodge auf ihre Kosten. Hier wird uns eine schöne Auswahl von 50 lizenzierten Fahrzeugen geboten. Der Performance Shop darf dabei natürlich nicht fehlen, obgleich dieser im Gegensatz zum Vorgänger kaum Änderungen mit sich bringt. Lediglich die zu erledigenden Quests des Erstlings fallen weg.

Der BMW muss erstmal aufgebessert werden.

Vom Kreisverkehr zur Perlenkette

In Gear Club Unlimited 2 sind über 250 Rennstrecken inbegriffen, dass sich hier und da einige Passagen ähneln, ist daher verständlich. Allerdings haben die Entwickler einen erschreckenden Gefallen an Kreisverkehren gefunden. Auf fast jeder Piste ist mindestens einer davon vorzufinden, was irgendwann ziemlich lästig wird. Die Gebiete, welche wir durchstreifen sind hingegen ansprechend designt und machen für die gegebene Technik der Nintendo Switch einiges her. Als Rennarten finden wir neben normalen Rundkursen auch Ausscheidungsrennen, Time Trials oder Rallies, die nochmals für Abwechslung sorgen. Auch Multiplayer-Partien dürfen nicht fehlen und so ist nicht nur ein lokaler Splitscreen-Modus an Bord, auch mit Online Racing Clubs könnt ihr euch weltweit einen Namen machen.

Der Performance Shop nach wird immer weiter ausgebaut.

Zu den einzelnen Rennen gelangt ihr mittels Weltkarte. Wählt ihr ein Rennen aus, werden passende Fahrzeuge angezeigt und die benötigten Anforderungen ersichtlich. Auch Schaurennen gibt es in Gear Club Unlimited 2, diese sind aber lediglich nur ganz gewöhnliche Rennen mit sehr hohem Preisgeld. Die Rennen selbst fallen zudem länger aus, als es noch beim ersten Teil der Fall war. Bei euren Mitstreitern handelt es sich um einfachste KI, welche auf einer Art Perlenkette über die Rennstrecke gezogen wird. Verursacht ihr einen Unfall, könnt ihr einfach auf die Rückspulfunktion zurückgreifen, welche heutzutage bei Rennspielen fast schon ein obligatorisches Feature darstellt. Mithilfe verschiedener Einstellungen und dem Ausschalten der Fahrhilfen kann man den Grad an Realismus seinen eigenen Vorlieben anpassen.

Ein echter Hingucker auf der Switch.

Gear Club Unlimited 2: Rennt die Semmel?

Bei Zwischensequenzen, in den Menüs, auf der Weltkarte und sogar im Performance Shop ruckelt das Spiel leider extremst. Ziemlich nervig, wenn dann auch noch die Ladezeiten der Rennen selbst viel zu lang sind. Die Rennen an sich laufen dafür flüssig und „rennen“ im wahrsten Sinne des Wortes über den Bildschirm. Gefühlt sind die Fahrzeuge detaillierter als früher und allgemein spürt man die Verbesserungen zum Vorgänger merklich. Auch gibt es bei Gear Club Unlimited 2 nun endlich einen Soundtrack, dieser wird leider nur außerhalb der Rennen wiedergegeben.

Kopf an Kopf über die Alpen.

Fazit:

Award

Eden Games ist mit Gear Club Unlimited 2 definitiv einen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Verbesserte Grafik machen es zu einem überzeugenden Racer auf der Nintendo Switch. Auch der Soundtrack gefällt uns persönlich sehr gut und erinnert an Hospitality Records aus Forza Horizon. Die Rennen sind weder zu lang, noch zu kurz und machen durchweg Spaß. Auch ein fließender Schwierigkeitsgrad, durch Justieren der Fahrhilfen, ist sehr gut umgesetzt und bietet dem Spieler die Möglichkeit zu wachsen.

Ruckler hingegen mindern den Spielspass wiederum sehr. Auch die langen Ladezeiten, welche im Vergleich zur Spielzeit eines Rennens extrem sind, stoßen sauer auf.


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