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Forgotton Anne im Test

Kennt ihr das? Ihr wollt eure Wäsche zusammenlegen, doch findet partout nicht eure Lieblingssocke? Sucht den Speicher eurer Eltern nach dem liebsten Stofftier der Kindheit ab und werdet einfach nicht fündig? Dann kann es sein, dass diese verloren gegangenen Sachen, bereits ihren Weg ins Land der Vergessenen auf sich genommen haben. Nicht nur, dass die verschollenen Gegenstände an diesem magischen Ort zum Leben erwachen, auch fungiert er als Hauptschauplatz für den Plattformer Forgotton Anne aus dem Hause Square Enix. Ist der Titel erstmalig vor einem guten halben Jahr für die PlayStation 4, Xbox One und PC erschienen, dürfen jetzt auch Besitzer der Nintendo Switch in ein zauberhaftes Abenteuer starten. Letztere Version haben wir jetzt schließlich einmal genauer unter die Lupe genommen und klären mit unserem Testbericht, was der ungewöhnliche Plattformer sonst noch alles zu bieten hat!


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Im Land der Vergessenen

Neben den  in der Einleitung erwähnten vergessenen Gegenständen, lebt auch ihr zusammen mit eurem Ziehvater Bonku, welcher auch gleichzeitig Oberhaupt des Landes ist, an diesem Ort. Ihr hingegen seid die junge Anne und die Hüterin des Reiches der Vergessenen. Als Baby wurde Anne ausgesetzt und vergessen, weswegen sie schließlich überhaupt erst in dem magischen Land auftauchte. Bonku hingegen ist eigentlich ein alter Uhrmacher, doch auch er wurde von der Gesellschaft zurückgelassen und vergessen. Eure Aufgabe ist es als Hüterin für Recht und Ordnung zu sorgen, während Bonku sich das Ziel gesetzt hat, eine sogenannte Ätherbrücke zu bauen, um der magischen Welt zu entkommen. Nachdem Anne eines Morgens durch einen lautern Knall unsanft geweckt wird, stellt sich schnell heraus, dass Rebellen das Land angegriffen haben. Eure Aufgabe steht hiermit fest: Macht den Anführer ausfindig und betreibt Schadensbegrenzung!

Unsere Reise beginnt.

Abenteuer im Animestil

Forgotton Anne bietet eine Animewelt, welche definitiv Filmpotenzial hat. Der Zeichenstil erinnert dabei eindeutig an die Werke aus dem bekannten und beliebten Studio Ghibli und schafft es die etwas melancholische Stimmung hervorragend umzusetzen. Auch die musikalische Untermalung, wie auch die einzelnen Charaktere sind perfekt abgestimmt und könnten kaum besser sein.  Die Vertonung wurde hierbei durch passende englischsprachige Synchronsprecher vertont und werden zusätzlich in der deutschen Fassung von deutschem Untertitel begleitet.

Zudem fällt schnell auf, dass das Hauptaugemerk in Forgotten Anne auf der Story liegt. Aber nicht nur diese macht das Spiel liebenswert, auch die Gespräche mit den Vergessenen sind allesamt einzigartig. Somit erhalten wir durch die Interaktionen mit den unterschiedlichen Gegenständen unter anderem verschiedene Hintergrundinformationen. Außerdem stehen euch in den Dialogen oftmals verschiedene Antwortmöglichkeiten zur Verfügung, welche die weiteren Geschehnisse merklich beeinflussen.

Die Ansicht mit genutztem Arca.

Arca eure mächtigste Waffe

Arca ist ein Gerät, welches Anne wie eine Armbanduhr an ihrem Handgelenk befestigt hat. Dieses ist dauerhaft in Gebrauch und kann vielseitig eingesetzt werden. Geladen wird eure „Waffe“ mit dem sogenannten Anima, dieses findet man in kleinen Behältern oder kann es von den Verlorenen aussaugen. Letzteres führt allerdings zum Tod des Verlorenen. Kleine Randinformation: Die Energie um alles zu betreiben basiert ebenfalls auf dem Anima und ist somit sehr wichtig für das ganze Land.

Bei den Rätseln müsst ihr ebenfalls euer Arca nutzen, um beispielsweise Ventile umzuleiten oder  Generatoren neu zu starten. Den Fluss kann man dann in den Rohren nachverfolgen. Als zweite Eigenschaft stehen euch Flügel im Steampunkstil zur Verfügung. Ist euer Arca geladen springt ihr mit diesen höher und gelangt an sonst unerreichbare Stellen.

Unsere Flügel sind oft sehr hilfreich.

Fazit:Award

Forgotten Anne ist durchaus ein gelungenes Abenteuer mit packender Story. Der Zeichenstil dürfte vor allem Animefans begeistern und auch der Soundtrack konnte zumindest mich zu keiner Zeit enttäuschen. Damit wirklich jeder die Story auch angemessen genießen kann, fallen die Rätsel von Forgotton Anne dementsprechend zugänglich und einfach aus.

Einzig eine ungenaue Steuerung und die vielen Treppen stoßen sauer auf. Trotz der geringen Spielzeit von neun Stunden, haben uns vor allem die Veränderungen, welche Anne und Bonku im Laufe der Haupthandlung durchmachen, bei Laune gehalten. Alles in allem dürfen Freunde des Genres und Fans von Studio Ghibli gerne mal einen Blick riskieren.


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