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Nintendo Switch Tests

Flashback im Test

Flashback erschien einst (1995) für den Commodore Amiga. Nachdem sich der erste Teil der zweiteiligen Serie sehr gut verkauft hatte, bekam Flashback sogar einen Eintrag im Guinness-Buch als meistverkauftes französisches Spiel. Damals galt die Technik als innovativ. Dadurch folgten weitere Veröffentlichungen für Sega Mega Drive, SNES, Jaguar, Sega CD und zu guter letzt für Nintendo Switch. Publisher der Nintendo Switch Version ist aktuell Microids, hierzulande hingegen übernimmt Astragon den Vertrieb. Ob der Titel gut gealtert ist und sich heutzutage ähnlich innovativ wie früher spielen lässt, erfahrt ihr im folgenden Test.


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Die Mission des Conrad B. Hart

In Flashback spielt ihr den GBI-Agenten (Galactic Bureau of Investigation) Conrad B. Hart. Außerdem ist Conrad ein Wissenschaftler, welcher mit der Hilfe eines Professors eine Art VR-Brille entwickelte, um molekulare Dichte verschiedener Lebewesen zu messen. Beim Testen dieser stellt er fest, dass sich sogenannte Morphs im Jahre 2142 nicht nur unter die Menschheit gemischt haben, sondern auch die Auslöschung der menschlichen Rasse anstreben. Er beschließt seine Erinnerungen in Holo-Würfeln zu speichern, damit er ein Backup für einen möglichen Gedächtnisverlust in der Hinterhand hat.

Von hier an führt eines zum anderen und unsere Spielfigur wird von Aliens entführt. Nur mit einer Pistole bewaffnet, kann sich Hart allerdings befreien und muss sich jetzt seinen Weg über den scheinbar unbekannten Planeten bahnen.

Conrad auf dem Weg durch den Dschungel

Titan – eine Kolonie der Menschen

Der eben angesprochene Planet hört auf den Namen Titan. Dort durchwandert ihr verschiedene Gebiete, wie zum Beispiel dichte Dschungel, gefährliche von Aliens besiedelte Gebiete oder düstere Tunnelkomplexe. Hierbei treffen wir nicht nur auf Jump ’n‘ Run Elemente, sondern betreten manchmal auch die Pfade eines klassischen Adventures. So müsst ihr diverse Objekte sammeln und anschließend an einer anderen Stelle benutzen.

Manchmal müsst ihr dann sogar mit anderen Charakteren sprechen, wobei die Dialoge eher kurz ausfallen oder wehrt euch mit besagter Schusswaffe gegen verschiedene Alien. Trotzt eurem Weg mal ein Abgrund, so lässt sich dieser mit einem Sprung überwinden. Auffallend und unüblich für die heutige Zeit ist dabei, dass Flashback auf Sidescrolling verzichtet. Viel eher erwarten euch feste Szenen. Habt ihr eine Szene also durch das Erreichen des Bildschirmrands durchgespielt, wartet ein Szenenwechsel auf euch. Kurzum gesagt, bewegt sich Bild bewegt nicht, wie bei anderen Platformern zusammen mit Conrad, sondern bleibt starr, bis ihr den Rand erreicht.

Neue Gefilde

Flashbacks an alte Zeiten

Zu Beginn haben wir die Wahl zwischen einem klassischen und einem modernen Modus. Während ihr beim klassischen Modus eine simple Portierung der Version vom Sega Mega Drive ohne jegliche Hilfestellungen spielt, werden euch im modernen Modus einzelne Aktionen wie das Abrollen oder Springen durch kurze Tutorials erklärt. Außerdem bietet der moderne Modus eine Rückspulfunktion, denn nicht selten endet der Fall von einer Klippe tödlich. Beim klassischen Modus haben wir zudem die grafische Gestaltung von damals, beim Modernen wiederum eine aufgehübschte Variante, die allerdings nicht an das Remake aus dem Jahr 2013 für die Xbox 360 heranreicht.

Klassische Ansicht
Moderne Ansicht

Fazit:

Für mich persönlich war das Spiel ziemlich schwer zu spielen. Dies lag allerdings nicht an der Grafik oder dem Soundtrack, sondern viel mehr an der ungenauen Steuerung. Gefühlt hatte Conrad oftmals ein Eigenleben und nicht entsprechend auf unsere Eingaben reagiert.

Positiv hervorzuheben ist definitiv der Retrocharme. Dieser wird durch den 16-Bit Look hervorragend umgesetzt, was nicht zuletzt daran liegt, dass oberflächlich betrachtet nur eine simple Portierung ist. Auch der Soundtrack ist dem Szenario entsprechend erstklassig abgestimmt.

Für Nostalgiker und Liebhaber alter Videospiele ist Flashback definitiv zu empfehlen. Neueinsteiger werden Schwierigkeiten bekommen. Dies liegt auch am hohen Schwierigkeitsgrad, der aber zu damaliger Zeit nun mal gang und gäbe war.


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