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Nintendo Switch Tests

Fall of Light Darkest Edition im Test

Fall of Light Darkest Edition, ein Mix aus Dark Souls und dem Klassiker Ico. Ihr steuert den alten Krieger Nyx und müsst mit eurer Tochter Aether der Dunkelheit entkommen. Damit dieses Vorhaben auch von Erfolg gekrönt ist, müssen Vater und Tochter zusammenarbeiten und gefährliche Kämpfe überstehen. Ob das Action-RPG dem vielversprechenden Grundgerüst gerecht wird, erfahrt ihr in unserem Test.


Dark Souls in Diablo Ansicht

Die Geschichte von Fall of Light Darkest Edition ist vergleichbar zu der von Dark Souls. Das Setting ist sehr dunkel gehalten und versprüht eine düstere Atmosphäre. Die Geschichte wird von mehreren Personen erzählt, die wir am Wegesrand antreffen. Wir erhalten dadurch auch mehr und mehr Informationen, rund um unseren Charakter und die Story. Die einzige Information welche wir zu Beginn unseres Abenteuers haben, ist das wir der alte Krieger Nyx sind. Gemeinsam mit unserer Tochter Aether, welche ein sogenanntes Indigo Kind ist, müssen wir zum letzten Ort der Erde auf den Lichtstrahlen fallen reisen. Der Entwickler gibt eine Spielzeit von rund fünf bis sechs Spielstunden an. Die meisten Spieler müssen allerdings circa 15 Spielstunden aufbringen. Dies liegt natürlich an euren Fähigkeiten und ob ihr alle Enden der Geschichte sehen wollt.

Auf dem Weg zu einem Schrein.

Waffenkammer

Nyx kann zwei verschiedene Waffensets tragen. Unter die Auswahl der Waffen fallen Schwerter, Äxte, Schilde, Dolche und Armbrüste. Diese haben keinerlei Werte wie Schaden oder ähnliches, sondern nur Zustände welche sie verursachen können. Diese sind mit Icons einsehbar. Ein Inventar ist ebenfalls nicht vorhanden und Kaufleute sind auch nicht anzutreffen. Nach ein paar Kämpfen erhalten wir eine Art Kreuz welches es uns ermöglicht uns zu heilen oder mehr Schaden zuzufügen. Das Kreuz hat 3 Ladungen und kann an Schreinen wieder aufgeladen werden. Die Lebenspunktanzeige finden wir am oberen Bildschirmrand in Form von Kacheln. Unsere Tochter Aether ist als wandelnder Buff anzusehen. Diese erhält an Schreinen einen Segen wodurch verschiedene Effekte verstärkt werden. Stirbt sie, ist der Effekt erloschen bis wird sie wiederbeleben.

Seelenlose Dungeons ohne Ende.

Artenvielfalt und deren Terrain

Ritter, Untote, zwielichtige Gestalten auf Friedhöfen und Bogenschützen finden wir in der ganzen Spielwelt. Diese besteht aus zehn Hauptgebieten. Zu den Hauptgebieten zählen die Stadt Yersinia, der Wald der Separation, der Berg der Einsamkeit, das sterbende Land (Wüste), der Sumpf der Verwüstung und drei Wächtergebiete (Wasser, Feuer, Elektro). Jedes dieser Gebiete hat unterschiedliche Untergebiete mit versteckten Waffen, Geheimnissen und Scherben.

Dunkle Gassen.

Minimalismus bis zum Exzess

In Sachen Grafik dürft ihr definitiv keine Optikbombe erwarten. Die Spielwelt ist durchaus mit Herzblut gestaltet, aber ein wirklich düsteres Flair kommt nicht auf. Die Texturen sind ebenso wenig überzeugend und können auch auf der Switch niemanden so wirklich vom Hocker reißen. Ein Soundtrack ist quasi nicht vorhanden, lediglich im Bosskampf kommt man in den Genuss musikalischer Untermalung. Möglicherweise wollen die Entwickler mit dieser Tristesse für Stimmung sorgen, aber es kommt dadurch leider keinerlei Atmosphäre auf.

Nur mit Lichteffekten kann Fall of Light punkten.

Frustpotenzial auf Maximum

Wir müssen leider des öfteren Framerateinbrüche feststellen, selbst in Videosequenzen ruckelt es fröhlich vor sich hin. Dies ist bei einem Spiel, welches auf Timing abzielt logischerweise sehr suboptimal, sodass auch Frust aufkommt. Um dem Ganzen aber die Krone aufzusetzen muss man egal mit welcher Waffe fast direkt am Gegner sein, um diesen auch zu treffen. Das Abrollen und Zuschlagen ist allerdings enorm verzögert und man kann so gut wie nie das richtige Timing finden. Oft reagiert das Spiel auch garnicht auf Tasteneingaben, sodass man fast schon wahllos Knöpfe drückt.

Übergroße Gegner mit Ruckeln sind keine Freude.

Fazit:

Mit Fall of Light Darkest Edition wird unserer Meinung sehr viel Potenzial verschenkt. Hätte man mit ein wenig mehr Feinarbeit die Tastenabfrage erhöht und die Framerate erhöht, wäre bei diesem grafisch sehr unspektakulären Rollenspiel mehr Spielspass möglich gewesen. Aber zum aktuellen Stand ist Fall of Light: Darkest Edition leider es ein absolutes Frustspiel, welches immer wieder mit eurem Geduldsfaden spielt und obendrein für unzählige willkürliche Spielmomente sorgt. Die Kämpfe sind träge, ein Soundtrack nicht vorhanden und eine Charakterentwicklung samt Storytelling muss man quasi mit der Lupe suchen. Da wäre leider eindeutig mehr möglich gewesen. 


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