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Evil Dead The Game im Test

Am Freitag, den 13. ist Evil Dead The Game erschienen. Nicht ganz unpassend, für ein Asymmetrisches PvP Spiel mit Horror Lizenz, in dem mancher schon einen Dead by Daylight Killer erhofft. Ob dieses Datum dem Werk von Boss Team Games und Saber Interactive aber Wertungs-Unglück bringt oder nicht, erfahrt ihr hier im Test.

Evil Dead The Game


Evil Dead The Game – Mit Horror Lizenz in den Multiplayer?

Die in Deutschland unter den Titeln Armee der Finsternis und Tanz der Teufel bekannten Filme der Evil Dead Reihe sind das Herzstück dieses Spiels. Dies wird direkt beim Öffnen des Spiels klar. Denn das Main Theme im Hauptmenü wurde nicht von irgendwem, sondern von einem mit erstellt, der bereits in der Filmmusik seine Finger hatte.

Auch die Charakterzeichnung und die Umgebungsgrafiken, später im Spiel, wirken dem Namen durchaus nicht unangemessen. Filmfans dürften hier direkt abgeholt werden. Aber auch jeder andere Spieler bekommt ein stimmiges Gesamtbild präsentiert.


Multiplayer ist alles, in Evil Dead The Game

Sind Filme gerne auch mal ein Solo- Vergnügen, so hört es hier für Solisten aber größtenteils auf. Der Kern des Spiels ist definitiv der Multiplayer. Hier müssen vier menschliche Spieler die Erde vor Unheil bewahren und ein Kantonischer Dämon, im Idealfall ebenfalls ein Spieler, hält sie davon ab. Klassischer asymmetrischer Multiplayer, wie ihn bislang kein ein Spiel so gut hin bekommen hat, wie Dead by Daylight.

Optional können auch vier Menschen gegen die KI antreten oder Solisten bekommen die Chance alleine gegen die KI zu spielen. Auch kleine Solo- Herausforderungen sind im Spiel verankert, diese sind aber ohnehin eher Nebensache.

Gemacht ist Evil Dead The Game aber ganz klar für fünf Spieler, von denen keiner der KI überlassen wird.


Traditionelle Rollenverteilung

Auf Seite der Überlebenden kann jeder Charakter nur von einem Spieler gewählt werden. Dabei stehen zum Launch einige Charaktere zur Verfügung, welche in vier Rollen eingruppiert sind, die recht klassisch von Anführer Persönlichkeiten über Kämpfer bist hin zu Unterstützern reichen. Nicht alle Charaktere rückt Evil Dead The Game einfach so zum Start heraus. Für manche müssen Singleplayer Herausforderungen absolviert werden. Die sind nicht annährend groß genug, um als Modus für Solisten gewertet zu werden. Allerdings sind sie insgesamt recht fordernd, was sie für all jene, die beispielsweise mehr als einen Charakter der Klasse „Anführer“ im Multiplayer haben möchten, zum ärgerlichen Hindernis machen kann.

Die Lobby mit Charakterauswahl. Aber achtung: Wenige der hier sichtbaren Charaktere müsst ihr euch erst in Herausforderungen erspielen, die anfangs recht knackig sind.

So spielt ihr

Menschen haben in Evil Dead The Game immer den gleichen Ablauf zu verfolgen. Es gilt drei Teile eine Karte zu finden. Die führt dann zu zwei weiteren Items, bei denen es im Grunde einen Punkt über eine gewisse Zeit zu halten gilt. Sind diese zwei Schritte absolviert gilt es einen für sich allein recht einfachen Endgegner zu besiegen und nochmals einen Punkt zu verteidigen. Bei all dem müssen auch Zombie-Artige NPCs überlebt und abgewehrt werden. Dabei unterscheiden sich die Spawn Punkte der einzelnen Aufgaben von Runde zu Runde. Und die Map ist groß genug, dass auch die nutzbaren Fahrzeuge Sinn machen. „Die Map“? Genau genommen gibt es mehrere, die unterscheiden sich aber optisch nicht wirklich.


Dämonen machen die Würze

Was bis hier recht simpel und wenig spannend aufgezählt wurde wird vom fünften Spieler kräftig gewürzt. Der spielt nämlich den kantonischen Dämon. Seine Aufgabe besteht darin, euch an all diesen Schritten zu hindern. Entweder muss er euch so lange beschäftigen, dass die Zeit abläuft bevor ihr den Endkampf erreicht oder, einfacher, euch alle töten. Hierzu kann er auf eine ganze Reihe von Werkzeugen zurückgreifen.

Diese dämonische Schönheit heißt Henrietta. Ein ganz klarer Treffer, auf Tinder, findet ihr nicht?

Portale setzen, um mehr dämonische NPCs spawnen zu lassen, als Falle oder als direkter Spawn. Fallen setzen, um euren Angst Level zu füllen, sodass er euch aufgrund eurer Angst orten und dann auch Besitz von eurem Charakter ergreifen kann. Auch NPCs in Evil Dead The Game sind gar nicht so sehr „Not Playable“, da auch hier der Dämon die Kontrolle übernehmen kann. Und sogar Bäume lassen sich gegen Menschen einsetzen. Wenn du ein Dämon sein kannst, dann sei ein Dämon. Es sei denn du kannst ein Baum sein, dann sei ein Baum. All diese Aktionen kosten dämonische Energie. Die füllt sich durch die Angst der Überlebenden langsam ohnehin auf, lässt sich aber zusätzlich auch in Form von „Orbs“ auf der Map aufsammeln.

Wenn du ein Dämon sein kannst, dann sei ein Dämon. Es sei denn du kannst ein Baum sein, dann sei ein Baum


Fortschrittssysteme Galore

Gleich drei Fortschrittssysteme bietet Evil Dead The Game. Mit EP steigen sowohl Spieler-Rang, nicht mehr als eine Level Zahl zum Angeben, als auch die gespielten Dämonen oder Charaktere. Hier lassen sich dann recht ausufernde Skill Bäume nach und nach freischalten.

Innerhalb einer Runde Evil Dead The Game können Spieler ebenfalls leveln und Fähigkeiten oder Skills freischalten und weiterentwickeln. Menschen sammeln dazu eine Art Skill Punkte in Loot-Kisten, die auch Waffen oder eine vom Dämon gesetzte Falle beinhalten können. Dämonen steigen im Runden-Level durch dämonische Aktionen auf. Beide können gesammelte Punkte dann frei in ihren Charakter für diese Runde investieren, woraus sich erhebliche Vorteile ergeben. Looten lohnt also. Und böse sein ohnehin! Im Übrigen haben Menschen auch jeweils mehrere charaktergebundene Skills, davon einen aktiven, die sich teilweise aber erst mit höheren Leveln freischalten lassen.


Technisch einwandfrei – Evil Dead The Game zeigt, wie ein Release geht

Technisch hatten wir nichts zu bemängeln. Kleinere Fehler beim Tracking von Erfolgen auf unserem Testgerät, einer Xbox Series X waren beinahe das auffälligste. Ganz selten einmal ließ sich eine Aktion nicht durchführen. Insgesamt einer der rundesten Launche in diesen Zeiten.

An Lichtquellen wie diesem Lagerfeuer könnt ihr eure Angst senken. Aber nicht zu lange verweilen. Bleibt ihr am Ende alleine zurück weil euer Team weiter zieht steigt die Angst schnell. Ist ja auch logisch, so alleine im dunklen Wald, oder?

Das Sounddesign ist auch abseits vom schon erwähnten Soundtrack stimmig und funktioniert bestens. Grafisch bewegt das Spiel sich auf hohem Niveau. Allerdings sehen die Gebiete oft relativ gleich aus, bewegt man sich einmal von den Häusern weg. Aufgefangen wird dies durch das Vorhandensein leicht unterschiedlicher Tageszeiten. So ist nicht immer schwärzeste Nacht, sondern teils auch Dämmerung, was eine ganz neue Lichtstimmung bringt.


Sorgen um die Zukunft

Ein durchweg solider Start, also, der Spieler theoretisch lange halten können sollte, so dass den Dämon auf den ersten Blick nichts daran hindern dürfte Dead by Daylight an den Haken zu hängen oder zumindest große Angst einzujagen.

Ganz klar ist so kurz nach Release aber noch nicht, wie das faire Balancing auf Dauer aufrechterhalten werden soll, wenn ganz neue Spieler auf ausgelevelte Spieler voller Perks treffen. Hier liegt ein letzter Stolperstein begraben, der sich ebenso erst mit der Zeit zeigen muss, wie die Frage nach neuen Inhalten, die sicherlich bald von Spielern gewünscht werden.

Ihr mögt es lieber persönlicher, oder wollt nicht alles lesen? Meine Meinung zu Evil Dead The Game gibt es auch als Podcast, zum direkt hier auf der Seite anhören:

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