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Codename Yeti: Google bald mit eigener Videospiel-Plattform?

Plant Google mit Codename Yeti seine eigene Videospiele-Plattform, um es mit PlayStation 4 und Xbox One oder gar den (theoretischen) Nachfolgern PlayStation 5 und Xbox Two aufzunehmen? Das berichtet jedenfalls Kotaku unter Berufung auf fünf Quelle, die über Googles Pläne direkt Bescheid wissen oder es aus zweiter Hand erfahren haben.

Laut Kotaku soll es sich dabei um einen dreigleisigen Ansatz handeln.

  1. Eine Art Streaming-Plattform
  2. Eine Art Hardware (Konsole)
  3. Ein Versuch, die Spiele-Entwickler unter Googles Schirm zu holen, entweder durch aggressive Rekrutierung oder wichtige Einkäufe (Firmenübernahmen)

Google führt bereits Gespräche zu Codename Yeti

Anfang Februar streute die Website TheInformation erstmals Gerüchte um Codename Yeti, die sich nun zu verdichten scheinen. Auf der Game Developers Conference im März 2018 sollen sich führende Google-Vertreter mit mehreren großen Videospiele-Herstellern getroffen haben, um Interesse für ihre Streaming-Plattform Codenamen Yeti zu wecken. Auch auf der E3 sollen sich Google-Repräsentanten mit Spiele-Entwicklern getroffen haben: Doch dabei stand nicht nur Yeti im Fokus sondern auch ein Gespräch zur kompletten Übernahme von Studios.

Der Streaming-Device soll ähnlich wie Nvidias GeForce Now funktionieren. Das Rendern der Grafik soll auf externe und enorm leistungsstarke Computer ausgelagert werden. Damit könnte selbst der billigste PC High-End-Spiele darstellen. Eine mit Yeti-Plänen vertraute Quelle meint, dass man es sich so vorstellen könne, als wenn man The Witcher 3 in einem Tab von Google Chrome spielen würde.

GeForce Now

Yeti soll zudem eng mit YouTube zusammenarbeiten: Kommt ihr in einem Spiel nicht weiter, müsst ihr nur eine Taste drücken, um über einen eigenen Bildschirm direkt zum YouTube Walkthrough des Spiels zu gelangen.


Codename Yeti – Entwickler mit Skepsis

Einige Entwickler, mit denen Kotaku gesprochen hat, stehen dem Projekt von Google skeptisch gegenüber: Google sei bekannt für Initiativen, die sehr schnell wieder fallengelassen werden. Zudem sei die weltweite Internet-Versorgung nicht so optimal, als dass reines Streaming  überhaupt möglich ist.

Natürlich stellt sich auch die Frage nach Software. Versuche, Nintendo, Sony oder Microsoft vom Thron zu stoßen waren bislang allesamt zum Scheitern verurteilt. Google müsse eine besondere „Killer App“ abliefern, die das System beflügeln würde.

Im Januar 2018 hat Google Phil Harrison eingestellt, einen Branchenveteranen mit jahrelanger Führungserfahrung bei Sony und Microsoft. Google hat zusätzlich massiv Personal eingestellt, darunter erfahrene Videospiele-Entwickler und Marketing-Experten von Electronic Arts, PlayStation und vielen anderen Top-Unternehmen.


 

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