Image default
PC PS4 Switch Tests Xbox One

Cat Quest II im Test

Die Katzen sind wieder los! Nach nicht all zu langer Zeit bringt das Entwicklerstudio The Gentlebros mit Publisher PQube den zweiten Teil der Cat Quest Reihe für die Nintendo Switch heraus. Im zweiten Teil des Katzen-Abenteuers stellt der Hersteller neue Features in den Vordergrund. So gibt es eine brandneue Geschichte in der Welt von Felingard als auch darüber hinaus. Ebenso wird ein neuer Koop-Spielmodus mit einem weiteren Charakter angepriesen und ihr dürft euch über neue Waffenarten als auch Zaubersprüche freuen. Selbst die Nebenaufträge sollen an die aus dem ersten Teil von Cat Quest anknüpfen. Wir haben das pelzige Abenteuer getestet und teilen unsere Erfahrungen mit euch.


 


Nachfolger mit separater Story

Klar handelt es sich bei Cat Quest II um ein Sequel im klassischen Sinne, allerdings haben die beiden Abenteuer storytechnisch recht wenig miteinander zu tun. Katzen und Hunde befinden sich im Krieg, soweit nichts ungewöhnliches. Allerdings haben beide Königreiche riesige Waffen und annektieren Areale der anderen Tierart für sich. Genau hier kommen die Hauptprotagonisten ins Spiel.

Ihr spielt als die legendären Könige und habt die Aufgabe den Krieg zwischen dem Katzenkönigreich Felingard und dem Hundekönigreich Lupus Empire zu beenden. Ihr sollt eine Welt schaffen in der Hunde und Katzen Seite an Seite leben können.

Die Grenzsteine beider Königreiche

Wortwitz soweit das Auge reicht

Wie auch schon in Cat Quest I nimmt sich das Spiel selbst nicht gerade ernst. So entsteht ein Humor der sich durch das komplette Spiel zieht. Gefühlt überall werden Wortspiele rund um Katzen und Hunde genutzt. In Gesprächen mit den NPC’s  finden wir diese ebenso. Auch die Orte auf der Karte werden natürlich witzig dargestellt. Dies führt soweit, dass selbst Easter Eggs für Wortspiele genutzt werden.

Selbst vor Landstrichen machen die Wortspiele nicht Halt.

Wie Hund und Katz

Einen Unterschied zwischen den beiden Protagonisten im Spiel gibt es keinen. So könnt ihr frei bestimmen, für was ihr den Hund bzw. die Katze nutzen wollt. Ihr habt die Möglichkeit mit einem simplen Menü eure Charaktere auszurüsten, sei es mit Waffen und Rüstung oder aber Zauberkräften. Es ist definitiv eine ausgewogene Aufstellung zu empfehlen, denn einige eurer Widersacher haben auch Resistenzen. Während ihr unterwegs seid könnt ihr „on-the-fly“ zwischen Hund und Katze wechseln. So übernimmt die KI den anderen Mitstreiter. Hierbei nutzt dieser alle ausgerüsteten Objekte und stellt sich dabei erstaunlich gut an. Wirklich schwierig wir das Abenteuer aber ohnehin zu keinem Zeitpunkt.

Auf ihrer Reise freunden sich die Helden miteinander an.

Simplistische Rollenspielelemente

Hauptziel ist es das legendenumwobene Königsschwert zu ergattern. Auf der Suche nach dessen Splittern solltet ihr allerdings auch gegen die Feinde gewappnet sein. Hierbei durchstreift ihr die Lande und kämpft gegen allerlei Monster und Bosse. Auch Höhlen können in der offenen Welt wieder betreten werden. Dort findet ihr kleinere Rätsel oder aber auch Schatztruhen in denen Waffen, Rüstungen als auch Zauber zu finden sind.

Level Up’s erhält das Team regelmäßig, doch um das Equipment muss sich der Spieler selbst kümmern. Bei der Katze Kit Kat oder dem Hund Hotto Doggo könnt ihr gegen Gold eure Ausrüstung verstärken. Die Waffenarten sind relativ überschaubar, so gibt es Zauberstäbe oder aber Nahkampfwaffen. Bei der Rüstung habt ihr zwei Items, eine Kopfbedeckung und eine Körperrüstung. Die Rüstungen gibt es in allerlei Varianten, jedes Set hat so einen bestimmten Vorteil/Nachteil. Eine andere Möglichkeit eure Ausrüstung zu verbessern ist das Finden eines Items welches ihr schon besitzt, so levelt das Item automatisch.

Auch in Cat Quest II kämpfen wir wieder gegen Drachen.

Seichte Berieselung

Nebenquests sind bei einem Rollenspiel ebenso von Bedeutung wie die Hauptstory, um dem Titel eine gewissen Tiefe zu verleihen. In Cat Quest II belaufen sich diese allerdings meist auf simple Aufgaben wie: „Rede mit einem NPC“, „Besiege einige Monster“, „Folge Spuren“ oder „Räume einen Dungeon“. Allerdings gelangt man so an Gebiete welche man eigentlich nicht betreten müsste.

Grafisch ist Cat Quest II sehr schlicht gehalten, dadurch läuft es aber auch extrem flüssig. Die Gegner kennt man in der Regel schon aus dem ersten Teil. Eine größere Vielfalt wäre durchaus sinnvoll gewesen. Mehrere Bosse bekämpft man auch öfter, wodurch sich eine gewisse Monotonie einstellt. Beim Kampfsystem hat sich ebenfalls nichts geändert, so haut ihr auf die Gegner ein, bis ihr deren roten Markierung durch Abrollen ausweichen könnt.

Wiederum macht aber genau das Cat Quest aus. Noch diese Quest, noch ein Paar Gegner oder ein kleiner Dungeon und die Zeit vergeht wie im Fluge.

Manche NPC’s sind recht speziell visualisiert.

Fazit:

Klar bietet Cat Quest kein extrem umfangreiches Spielerlebnis, allerdings will es genau das eben auch nicht. Durch die komplette Versimpelung des Titels zielt dieser eher auf Rollenspieleinsteiger ab. Diese werden aufgrund der Wortwitze und der niedlichen Charaktere gut unterhalten. Aber auch erfahrene Spieler können mit dem Titel, dank des eingängigen Gameplays und der niedlichen Präsentation eine gute Zeit verbingen. Wer einen kleinen Titel für Zwischendurch sucht, ist mit Cat Quest II gut bedient, denn mit 8 Stunden hat der Titel eine sehr kurze Spielzeit.

Beim Erkunden der Welt wären einige Komfortfunktionen, als auch eine bessere und übersichtlichere Menüführung von Vorteil gewesen. Ebenso hätten wir gerne neue oder aber eine größere Vielfalt an Gegnern gesehen. Selbiges gilt natürlich auch für deren Attacken.

 

Related posts

Hell Warders im Test

Tennis World Tour im Test

Philipp Briel

Airheart – Tales of broken Wings im Test