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Switch Tests

Borderlands Legendary Collection im Test

Mit der Borderlands Legendary Collection findet die beliebte Videospielreihe erstmals ihren Weg auch auf eine Nintendo-Konsole. Die Collection umfasst dabei gleich drei Spiele und präsentiert sich dementsprechend als echtes Umfangsmonster. Neben dem ersten Borderlands, befinden sich noch Borderlands 2 sowie Borderlands: The Pre-Sequel in der Spielesammlung. Obendrein werden alle Spiele mit den bereits veröffentlichten DLC’s veröffentlicht. Ihr seht also, dass ihr mit der Sammlung so einige Spielstunden auf der Nintendo Switch verbringen könnt.


Auf ins Abenteuer!

Für alle unter euch, die noch nie einen Ableger der Borderlands-Reihe gespielt haben, wollen wir an dieser Stelle einen Kurzabriss der Story und des Gameplays vornehmen. In Borderlands verschlägt es euch auf den Planeten Pandora. Dort begebt ihr euch als tapferer Kammerjäger auf die Suche nach versteckten Kammern, die neben unzähligen Schätzen auch Alienartefakte beherbergen. Im zweiten Ableger rückt dann der Antagonist Handsome Jack in den Fokus, der sich eurem Beutezug in den Weg stellt und seine ganz eigenen Pläne verfolgt. Der Clou: In Borderlands: The Pre-Sequel, welches zwischen dem ersten und zweiten Serienteil spielt, agiert Handsome Jack nicht als Gegenspieler, sondern als euer Begleiter, mit dem ihr euch gegen die Militäteinheit „Lost Legion“ aufbäumt. Gleichzeitig erfahrt ihr dabei auch Hintergrundinformationen, warum sich Jack letztlich dem „Bösen“ zugewandt hat. Ihr bekommt somit einen Rundumschlag zu den Anfängen der Borderlands-Reihe serviert, sodass sich die Collection perfekt als Einstieg eignet.

Präsentiert wird das Ganze in einer schicken Mischung aus Comic- und Cel-Shading-Optik, die auf der Nintendo Switch gut funktioniert. Die Spiele laufen sowohl im Handheld- als auch TV-Modus flüssig auf der Nintendo-Konsole. Im TV-Modus ist die Auflösung und vor allem die Kantenglättung deutlich besser als im Handheld-Format. Nichtsdestotrotz ist die Spielerfahrung in beiden Modi gelungen, auch weil die Steuerung sehr gut auf der Nintendo Switch umgesetzt wurde und ein präzises Spielgefühl ermöglicht.

Jetzt auch auf Nintendo Switch: Die Borderlands-Action
© 2K Games

Looten und Leveln

Dreh- und Angelpunkt in allen drei Spielen ist die Suchtspirale aus Looten und Leveln. Ihr jagt den Schätzen hinterher und erfüllt fleißig Missionen. Dabei werdet ihr natürlich mit allerhand Schurken und Monster konfrontiert, die ihr wahlweise allein oder in einem Team aus bis zu vier Spielern aufs Korn nehmt. Richtig gehört, ihr könnt alle Spiele der Collection wahlweise allein oder mit Freunden spielen. Dabei stehen sowohl der lokale Mehrspielermodus als auch der Onlinemodus zur Auswahl. Je nach Spieleranzahl passt sich auch die Schwierigkeit und Anzahl der Gegner im Spiel an. Dafür könnt ihr im Team mit anderen Mitspielern auch deutlich taktischer in die Gefechte gehen und Gegner aus mehreren Richtungen angreifen und somit austricksen.

Gespielt wird Borderlands übrigens aus der Ego-Perspektive. Für die Gefechte stehen euch im Verlauf des Spiels unzählige Nah- und Fernkampfwaffen zur Auswahl. Ausgeschaltete Gegner bescheren euch wie in einem Rollenspiel Erfahrungspunkte, die zu Levelaufstiegen führen. Diese bedeuten in Folge natürlich neue Fertigkeitspunkte, die ihr investieren könnt, um euren Charakter anhand von drei Talentbäumen zu individualisieren.

Apropos Charakter: Insgesamt stehen euch je nach Serienteil zu Beginn des jeweiligen Abenteuers vier bis sechs verschiedene Charaktere zur Auswahl. Jeder Charakter hat dabei ganz spezielle Fähig- und Fertigkeiten. Einige sind gute Fernkämpfer, während andere wiederrum in der direkten Konfrontation auftrumpfen können. Die Vielfalt ist sehr gut gelungen und ausgewogen, sodass jeder Spielertyp seinen Favoriten finden kann, ohne benachteiligt zu werden.

Die Helden bieten alle ihre ganz eigenen Fähigkeiten.
© 2K Games

Repetitiv und dennoch motivierend

Wenn man der Borderlands-Reihe ein Manko ankreiden kann, dann ist es das auf Dauer vor allem für Solisten etwas monotone Missionsdesign. Zumeist ist es eure Aufgabe eine bestimmte Zielperson auszuschalten oder aber einen Gegenstand zu besorgen, für den ihr ebenfalls eine Reihe an Gegnern ausschalten müsst. Diese gewissen Monotonie ist für gesellige Zocker nebensächlich, denn da kompensiert der kooperative Gameplay-Ersatz diese Schwachstelle, während Einzelspieler dann doch etwas schneller von dem wenig variantenreichen Missionsdesign genervt sein könnten.

All dies ist allerdings Meckern auf hohem Niveau denn das Suchtpotenzial der Borderlands-Reihe ist auch noch heute gegeben. Immer wieder heimst ihr neue Waffen auf, die besser und wertvoller als eure aktuellen Schießeisen sind, sodass die Motivation immer aufrechterhalten wird. Dazu tragen vor allem die vielen coolen NPC’s in der Spielwelt bei, die zum Großteil gleich in mehreren Serienteilen auftreten und euch so ans Herz wachsen und der Spielwelt Tiefe verleihen. Viele Charaktere wirken sehr kreativ und individuell. Obendrein besitzen alle drei Spiele eine deutsche Sprachausgabe, die einen guten Job verrichtet.

Technisch und spielerisch sind die Titel toll auf der Nintendo Switch umgesetzt.
© 2K Games

Fazit:

AwardMit der Borderlands Legendary Collection erhalten nun auch Nintendo-Fans die Möglichkeit in das Borderlands-Universum abzutauchen und auf Beutezug zu gehen. 2K ist die Umsetzung der drei Spiele sehr gut gelungen, die allesamt flüssig und gut spielbar auf der Nintendo Switch umgesetzt wurden. Vor allem in Sachen Umfang trumpft die Collection groß auf und kann euch für mehrere Wochen an die Konsole fesseln. Wer die drei Spiele noch nicht spielen konnte, sollte sich die Möglichkeit nun nicht entgehen lassen, da ihr mit der Collection auch alle Zusatzinhalte zusätzlich erhaltet. Zudem bietet 2K die einzelnen Spiele auch separat voneinander im eShop an, falls euch nur ein Spiel der Collection interessiert. Einen Wehmutstropfen haben wir allerdings noch für die Käufer der Handelsversion. Diese erfordert mehrere Gigabyte an Zusatzdaten, die ihr auf eure Nintendo Switch herunterladen müsst – in unseren Augen nicht gerade optimal. Wer darüber hinwegsehen kann erhält eine Collection der besten „Loot & Level“-Games der letzten Jahre, die vor allem mit ein paar Mitspielern richtig viel Spaß machen.


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