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Blood Waves im Test

Unlängst erschien der Zombie-Shooter Blood Waves auf allen aktuellen Plattformen und verspricht genau das, was man dem Namen entnehmen kann: Viel Blut und in Wellen auftretende Zombie-Gegner! Getestet haben wir das Spiel im Gedanken, Blood Waves könnte mit seinen lediglich 10 Euro Kaufpreis eine billigere Alternative zu Call of Duty Zombies werden, vor allem auf der Nintendo Switch, wo es den beliebten Shooter bisher nicht gibt. Ob unserer Erwartungen erfüllt wurden, lest ihr in unserem Test.

Blood Waves


Gameplay und Story zu Blood Waves 

Normalerweise würde ich an dieser Stelle zunächst grob die Story von Blood Waves anreißen, wenn es denn eine gibt. Letzteres ist nämlich bei Blood Waves der Fall. Nicht nur, dass es keine Story gibt, das ganze Spiel findet auch lediglich nur in zwei Räumen statt. In einem nahezu runden Raum ist das eigentliche Gameplay angesiedelt. Gameplay ist bei Blood Waves ein recht großes Wort, denn vermutlich ist auch dies ausgestorben. All dieses Gameplay besteht daraus, dass aus einigen Türen Zombies strömen und in Wellen auf euch zu laufen. Rechts oben im Bildschirm seht ihr wie viele Untote in der aktuellen Welle noch für ihre Verhältnisse „lebendig“ sind. Habt ihr alle erledigt, bewegt sich eine Statue im Raum, wenn man so will das einzige Highlight der Umgebung, etwas nach hinten und gibt den Zugang zum zweiten Raum des Spiels frei.


Skills, Waffen und mehr Zombies 

In diesem zweiten Raum könnt ihr gegen Geld Waffen und Munition kaufen. Geld erhaltet ihr im Spiel für Abschüsse oder wenn ihr es aufhebt, sobald einer der laufenden Toten es nach seinem erneuten Ableben fallen gelassen hat. Wirklich lohnenswert ist es ab nur Munition zu kaufen. Geht euch diese nämlich aus, dann ist dies die einzige wirkliche Gefahr im Spiel. Also, solltet ihr dem Spiel nicht widerstehen können, füllt diese besser immer bis zum Anschlag auf.

Der Laden bietet neue Waffen, wenn auch nicht sonderlich viele.

Der Laden in Blood Waves bietet außerdem Fallen, die sich ebenfalls gegen Bares erwerben lassen. Wirklich viel Wirkung zeigen diese in der Regel nicht. Wer sich jede Falle einmal gekauft und deren Funktionsweise gesehen hat, der wird sie vermutlich so schnell nicht nochmal kaufen. Lediglich gegen Ende des Spiels, wenn ihr alle Waffen habt und der Kontostand ins Exorbitante geht, dann bleibt euch ohnehin nichts anderes übrig, was ihr mit eurem Reichtum tun könntet. 

Zum Abschluss jeder Welle erhaltet ihr außerdem je einen Skillpunkt für Waffen und euren Charakter. So könnt ihr Waffen bis auf Stufe 3 verbessern, was sich im Wesentlichen in Werten wie einem erhöhten Munitionsvorrat und Schaden auswirkt. Außerdem könnt ihr Charakterskills kaufen, welche euch über eine eher schlecht als recht gelungene Animation per Spritze injiziert werden. Damit habt ihr dann erhöhten Widerstand, schnelleres Auto-Heal oder generell mehr Leben. Auch hier geht es meist bis Stufe 3 und Verbesserungen kosten zwischen einem und drei Punkten.


Wenig Ziele, keine Motivation 

Habt ihr eure Shopping-Tour beendet, geht es zurück in den Gameplay-Raum. Dort könnt ihr wählen, ob ihr direkt die nächste Zombie-Runde einläutet oder zunächst eventuell gekaufte Fallen aufstellt. Die sind aber wie gesagt eher wirkungslos, bieten einmalig Abwechslung, weil ihr sehen wollt wie sie die Zombies erledigen und keinen echten Vorteil. Hier killt ihr die nächste Welle, welche vermutlich aus mehr Zombies besteht als die vorherige. Außerdem treten mit höheren Wellen stabilere Zombies auf und solche, die zusätzliche Effekte bieten. Die einen können beispielsweise Säure spucken, während andere eine Bombe im Gesicht haben oder mit Elektro-Effekt angreifen. 

Bis hier ist aber bereits das Spiel in Gänze, inklusive des gesamten Fortschrittssystems, beschrieben. Weitere Karten oder Türen die man öffnen und betreten kann, wie etwa in CoD Zombies, gibt es nicht. Jedes Spiel ist in sich geschlossen. Seid ihr tot, fangt ihr einfach irgendwann neu an. 

Das gesamte Gameplay spielt sich in nur diesem Raum ab. Nicht schön, nicht abwechslungsreich, nicht sonderlich empfehlenswert.

Das Gemetzel ist zu Beginn grundsätzlich recht leicht. In echte Gefahr gerät man als Spieler nur dann, wenn man übermütig wird. Ansonsten ist es zu Beginn einfach zu leicht die Zombies in einer Gruppe hinter sich zu versammeln und einfach Stunden im Kreis zu laufen und hinter sich zu schießen, bis keine mehr übrig sind. Die größte Schwierigkeit bietet die recht schwammig und ungenaue Steuerung beim Zielen. Wobei im Spiel nie so ganz klar wird, ob die so gewollt oder eher ein Versehen ist. Fest steht: Mit punktgenauer Steuerung wäre das Spiel noch leichter, was auch nicht gut wäre. Erst nach bis zu einer Stunde immer desselben wird es langsam etwas schwieriger. Solltet ihr zu diesem Zeitpunkt sterben, müsst ihr dieses langatmige Unterfangen wiederholen und fangt wieder von vorne an. Eine Mechanik, die ebenfalls nicht geeignet ist, Spieler zu motivieren. Immerhin spielen sich die Waffen in Blood Waves tatsächlich teils merklich unterschiedlich, wenngleich man hier nicht von „glaubhaft“ sprechen sollte.


Grafik und Sound – Blood Waves für die Sinne 

Ähnlich schlimm wie das Gameplay, ist auch die Grafik und der Sound. Der Sound bewegt sich grundsätzlich immerhin im unteren Mittelmaß. Manche Effekte wirken allerdings deplatziert. Immer wieder hört man “Matschgeräusche” durch zersplatterte Zombies zu einem Zeitpunkt, wo es längst nichts mehr matschen sollte und nicht selten grummelt euch ein Untoter an, der bereits ins Gras gebissen hatte. 

Grafisch lässt sich das Spiel auch beim besten Willen etwas Positives zu finden leider nur als hässlich bezeichnen. Selbst für Nintendo Switch-Verhältnisse, die Switch ist nun mal, im Bezug auf die Leistung, die schwächste Konsole dieser Generation, bleibt das Spiel noch weit unter allen Möglichkeiten zurück. Selbst auf der sehr viel stärkeren Xbox One X sieht das Spiel exakt gleich unansehnlich aus.

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Die Splatter-Effekte und ganz viel Blut sind durchaus vorhanden, sodass zumindest die durch den Namen angesprochene Zielgruppe teilweise bekommt, was ihr versprochen wurde. Allerdings sind auch diese Aspekte nicht sonderlich gut gelungen, wenngleich sich dies leicht positiv vom Rest des Spiels abhebt. Immerhin einmal pro Falle ist es interessant zu sehen, wie Zombies und Fallen miteinander interagieren. 

Einziger Lichtblick im technischen Bereich, ist das doch recht ansehnliche und gute Design des weiblichen Charakters, welchen ihr im gesamten Spiel aus der Third-Person-Perspektive steuert.


Fazit 

Blood Waves ist trotz des sehr niedrigen Kaufpreises von 10 Euro sein Geld schlicht einfach nicht Wert. Wer wirklich einmal den Kopf komplett abschalten und nur Horden von Zombies niedermähen will, und wer dies womöglich noch mobil auf der Nintendos Switch machen möchte, der kann dann zugreifen, wenn dieses Spiel einmal für 2 Euro bis allerhöchstens 5 Euro im Sale erscheint. Davor auf keinen Fall. Auf der Xbox gilt dasselbe für Achievement-Jäger. Denn wer grundsätzlich als halbwegs fähiger Gamer gilt wird die meisten Xbox Erfolge beim ersten Durchspielen erreichen können. Ansonsten können wir leider absolut keine Kaufempfehlung für Blood Waves aussprechen.

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