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PS4 Tests

Black Clover: Quartet Knights im Test

Mit Black Clover: Quartet Knights aus dem Hause Bandai Namco Entertainment wird eine relativ junge Animeserie zum Videospiel adaptiert. Die gleichnamige Vorlage befasst sich mit der Geschichte des jungen und aufstrebenden magischen Ritter Asta. Obgleich ihr im Singleplayer ebenfalls hauptsächlich die Rolle von Asta übernehmt, dürft ihr den kompetitiven Multiplayer auch aus Sicht anderer Serienhelden steuern. Ob und vor allem für wen sich die Anschaffung von Black Clover: Quartet Knights lohnt, verraten wir in unserem nachstehenden Test.


Black Clover: Quartet Knights > In der Kürze liegt die Würze!

Die Story von Black Clover: Quartet Knights ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Klingt auf dem Portfolio nach einer ganzen Menge, ist aber im Endeffekt in unter vier Stunden abschließbar. Ersterer lässt euch wie erwähnt aus den Augen von Asta spielen. Jener befindet sich mit seiner Brigade und dem Anführer Yami in ein Dungeon. Alles verläuft soweit nach Plan, bis sich irgendwann eine größere Bestie der Gruppe entgegenstellt. Während der Anführer der Gruppe seinen Weg fortsetzt, kümmern sich Asta und die anderen um das Ungetüm und müssen kurz darauf feststellen, dass ihr Anführer ganz offensichtlich nicht mehr der Alte ist. Es liegt schließlich an euch innerhalb von zehn Kapiteln herauszufinden, wer dafür verantwortlich ist und den Captain zurückzuverwandeln.

eine frei begehbare welt sucht ihr leider vergeblich.

Desweiteren wird das Königreich Clover von der mächtigen Freese angegriffen. Auch hier liegt es natürlich an euch, das Unglück abzuwenden und die machterfüllte Magierdame aufzuhalten. Beide Geschichten verlaufen dabei parallel, bis sie sich gen Ende der knapp drei stündigen Handlung schließlich zusammenfügen.

Black Clover: Quartet Knights
Im Laufe der Handlung trefft ihr immer wieder auf Charaktere aus der Serie.

Hauptmissionen nach Schema F

Wer hier aber eine frei begehbare Welt erwartet, der wird wohl ein wenig enttäuscht sein. Viel mehr sind die einzelnen Kapitel immer nach demselben Schema aufgebaut. So werdet ihr beginnend mit einer ansehnlichen Anime Sequenz oder einem Dialog eingeführt, kämpft im Anschluss gegen unterschiedliche Schergen und beendet das Ganze ebenfalls wieder mit einem kurzen Filmchen oder Gespräch. Obzwar die Sequenzen durchaus gelungen sind, ihrer Vorlage gerecht werden und die Story eigentlich auch ganz spannend ist, hätten doch gerade ein paar frei begehbare Areale dem Spiel ziemlich gut zu Gesicht gestanden.

Black Clover: Quartet Knights
Eindrucksvolle magische Attacken stehen an der Tagesordnung.

Deutlich wird außerdem, dass wie bei dem kürzlich getesteten Naruto to Boruto: Shinobi Striker, der Einzelspieler lediglich als Beiwerk benutzt wird, um euch auf den Multiplayer vorzubereiten. Dementsprechend lernt ihr die einzelnen Figuren kennen, dürft ein wenig in die Modi schnuppern und werdet an das Kampfgeschehen herangeführt.

Wenngleich ihr die Haupthandlung hinter euch gelassen habt, stehen Solisten als Alternative noch ein Herausforderungsmodus zur Verfügung. Der Modus ist relativ selbsterklärend und erfindet das Rad zu keinster Weise neu. Mit einem vorgesetzten Helden startet ihr voneinander unabhängige Missionen. Beispielsweise gilt es mit einer begrenzten Anzahl von Leben eine vorgegebene Anzahl von Gegnerwellen über den Jordan zu schicken.


Ein Team sollt ihr sein

Im Gegensatz zur Kampagne oder den Herausforderungen, ist es allem voran der Multiplayer, auf welchen Black Clover: Quartet Knights seinen Schwerpunkt setzt. Auch hier muss man wieder die Brücke zum fast zeitgleich erschienen Naruto to Boruto: Shinobi Striker herstellen. Genau wie bei Naruto könnt ihr auch bei Black Clover zwischen unterschiedlichen Klassen auswählen. Wer demnach lieber an der Front kloppen will, der ist mit einem Nahkämpfer wie Asta gut bedient, wohingegen der beliebte Luck Voltia eher darauf spezialisiert ist seine Feinde aus der Entfernung mit Blitzangriffen das Leben schwer zu machen. Unterstützer wie Klaus Lunettes oder Heiler à la Fana bereichern euch mit reichlich Support und halten das Team am Leben. Leider mussten wir feststellen, dass gerade die Nahkämpfer ein wenig über die Stränge schlagen und den anderen Klassen in puncto Balancing noch etwas angepasst werden sollten.

Die richtige Mischung der charaktere kann über sieg und niederlage entscheiden.

Auch Statuswerte ändernde Ausrüstung sucht ihr vergebens. Sind es doch lediglich unterschiedliche Kostüme oder Skins, wie die klischeehaften Badeanzüge, die euch von der Masse unterscheiden.


Blackwatch… oder doch lieber Over Clover?

Recken ausgewählt, Team angepasst, geht es schließlich ans Eingemachte. Um siegreich aus den Schlachten zu gehen, dürft ihr auf ein kleines Repertoire von individuellen Fähigkeiten jedes Charakters zurückgreifen. Während wir also mit unserem Helden in der Third-Person-Perspektive über das Schlachtfeld fegen, erlaubt uns das Drücken von R2 den Gegner mit Standardangriffen zu behagen. Doch auch Spezialattacken lassen sich mühelos per Tastendruck aktivieren, sind allerdings danach mit einer Abklingzeit versehen. Habt ihr genug Angriffe erfolgreich gelandet, selber einiges eingesteckt oder euer Team hervorragend unterstützt, lässt sich zudem eine Super-Attacke ausführen, welcher verheerenden Schaden macht oder euch anderweitig auf beachtliche Weise unterstützt. Automatisch anvisieren könnt ihr die Gegner allerdings nicht, was stellenweise fehlende Übersicht und Kameraprobleme mit sich bringt. Ungeachtet dessen liegen auf dem Schlachtfeld immer wieder nützliche Items bereit, welche die Gruppe verstärken oder für Heilung sorgen.

Nicht nur wildes Gemetzel: zielbasierte Modi wie in Overwatch stehen bei Black Clover an der Tagesordnung.

Wer bei dem Multiplayer von Black Clover: Quartet Knights eine stumpfe Team-Deathmatch-Prügelei befürchtet, wo keiner so richtig weiß was er tut, kann aufatmen. Demzufolge bietet der Multiplayer des Spiels nämlich deutlich mehr, als man vorerst annimmt. Besser gesagt überrascht der Titel mit kompetitiven Matches, welche stark an den beliebten Team-Shooter Overwatch erinnern. Folglich gilt es beispielsweise  einen bestimmten Bereich zu sichern oder gebt einer beweglichen Ladung bis zu ihrem Ziel Begleitschutz.

Black Clover: Quartet Knights
Superangriffe sehen nicht nur beeindruckend aus, sie sind auch noch äußerst effektiv und hilfreich.

Technisch okay, aber nicht überragend

Black Clover: Quartet Knights kann sich zugute halten, dass es zu jeder Zeit mit 60 Bildern pro Sekunden läuft, die Animationen rund sind und die Vertonung, wie auch die kleinen Filmchen dafür sorgen, dass sich Fans der Reihe direkt heimisch fühlen.

stabile 60 FPS schmeicheln dem effektreichen multiplayer.

Außerhalb der benannten Szenen ist der Titel optisch allerdings weit vom sogenannten WoW-Effekt entfernt. Auch die immer wiederkehrenden gleichen Kampfschreie wirken auf dauer langweilig und nervig. Last, but not least erwartet euch zudem noch ein rudimentärer Soundtrack, welcher es eigentlich zu keiner Zeit schafft positiv im Ohr zu bleiben.

Black Clover: Quartet Knights
Zielbasiert: Im Mehrspieler gilt es unter anderem bestimmte Zonen einzunehmen und zu verteidigen.

Fazit:

Black Clover: Quartet Knights besticht auf den ersten Blick durch einen hervorragenden Mehrspieler und erzählt eigentlich auch im Einzelspieler eine relativ spannende Story. Wäre da nicht die zu geringe Spielzeit der Kampagne und das Balancing-Problem im Multiplayer.

Auch technisch überzeugt der Titel nur bedingt. Zwar ist es erfreulich, dass die effektreichen Kämpfe mit soliden 60 FPS über die Mattscheibe flimmern, ist es im Gegenzug der Detailgrad und die optische Erscheinung, welche demgegenüber deutlich einbüßt. Auch die Akustik während des Spielgeschehens lässt im Vergleich zur Synchronisation der Zwischensequenzen stark zu wünschen übrig.

Nichtsdestotrotz machen die kompetitiven Kämpfe durchaus Spaß, die Story unterhält und wer zudem auch noch ein Fan der Vorlage ist, kann das Spiel ruhig mal im Auge behalten.


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