Image default
Switch Tests

Axiom Verge Review

Mit Axiom Verge erschien vor einiger Zeit ein Metroidvania-Titel, welcher sich gameplaytechnisch sehr an Nintendos Metroid-Reihe orientiert. Darin müsst ihr euch in der Rolle des auf dem unbekannten Planeten Sudra gestrandeten Wissenschaftlers Trace, einen Weg durch ein düsteres Labyrinth bahnen. Unumgänglich sind dabei die Konfrontationen mit den außerirdischen Lebensformen, welche euch alles andere als freundlich empfangen. Ob sich Trace auf diesem Planeten beweisen kann, oder doch lieber nochmal in die Lehre bei Kopfgeldjägerin Samus Aran gehen sollte, erfahrt ihr in unserem Review!

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Düster und atmosphärisch

In dem Pixel-Abenteuer erwacht ihr auf dem Planeten Sudra und streift durch düstere atmosphärische Gänge. Auf eurem Weg trefft ihr auf den einen oder anderen geheimnisvollen Verbündeten, in Form mechanischer Gesichter, wie eines das auch das Cover der Retail-Fassung ziert. Doch nicht nur Verbündete warten auf euch, wie in Nintendos Pendant Super Metroid, stellen sich euch regelmäßig feindlich gesinnte Kreaturen entgegen.

Axiom Verge
Euch stehen nützliche Hilfsmittel zur Verfügung.

Gerade in den ersten Spielstunden wirkt die Geschichte noch sehr wirr. Die Handlung benötigt etwas Zeit, bevor sie ins Rollen kommt, entpuppt sich im Nachhinein aber als überraschend interessant. Lediglich das Ende lässt den Spielern mit einigen offenen Fragen zurück. Man kann es auch anders sagen, nämlich, dass die Story von Axiom Verge eine ganze Menge Interpretationsspielraum zulässt.


Nützliche Helfer

Nicht nur beim Leveldesign hat man sich scheinbar an der Erkundungstour von Samus Aran orientiert, sondern auch beim eigentlichen Gameplay. Auch in Axiom Verge verbringt ihr viel Zeit mit dem Suchen nach Ausrüstung und Hilfsmitteln. So teleportiert ihr euch später beispielsweise durch dünne Wände oder legt neue Wege mit einem mächtigen Bohrer frei.

Axiom Verge
Für jede Situation gibt es die passende Waffenart.

Gerade das Öffnen der Geheimgänge ist oftmals mit Erfolgsmomenten gekrönt. Neben nützlichen Abkürzungen, verbergen sich hier regelmäßig Lebensknoten oder andere hilfreiche Dinge. Lebensknoten funktionieren dabei wie die Herzteile aus The Legend of Zelda. Das heißt, dass sie nach einer bestimmten eingesammelten Anzahl eure maximale Gesundheit erhöhen. Zusätzlich zu diesen nützlichen Hilfsmitteln, findet ihr aber auch noch verschiedene Projektile, wie zum Beispiel kurze Elektroschocks oder abprallende Energiebälle.


Simple Bosskämpfe lauern überall

Wenn ihr nicht gerade mit dem Erkunden der relativ faden Welt (dazu später mehr) beschäftigt seid, stellen sich euch regelmäßig Bosse entgegen. Fordernd sind diese aber nicht unbedingt, obwohl sie mit jedem Treffer stärker und schneller werden. Meistens  entscheidet ihr die Konfrontationen schon damit für euch, dass ihr die Schwachstelle aus einer passenden Deckung unter Beschuss nehmt. Angekündigt werden solche Kämpfe durch rote Türen.

Axiom Verge
Optisch können die Bosse auf jeden Fall überzeugen. Spielerisch sind sie aber sehr simpel gestrickt.

Speichern ist in Axiom Verge nicht zu jeder Zeit gestattet. Dementsprechend ist es euch lediglich an einem der großzügig verteilten Checkpoints möglich euren Fortschritt festzuhalten – ganz wie in den guten alten Zeiten.  


Passable Retro-Optik mit kleinen Defiziten

Axiom Verge präsentiert sich mit einem ansehnlichen nostalgischen Pixel-Look und wird von einem passenden Soundtrack akustisch begleitet. Im Gegensatz dazu, fehlt es dem Leveldesign aber an Abwechslung. Wodurch es immer wieder zu repetitiven Passagen und Weggabelungen kommt.

Hinzukommt noch eine altbackene digitale Steuerung, welche diverse Manöver erschwert. Im späteren Spielfortschritt führt ihr per doppelten Tastendruck in die Gehrichtung eine Teleportation aus, was gerade bei punktgenauen Sprungpassagen nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Auch das Zielen in unterschiedliche Richtungen, erweist sich als ganz schöne Tortur. Erst müsst ihr einen Knopf gedrückt halten und dann bleibt Trace beim Zielen auch noch automatisch stehen. Das wiederum bedeutet, dass ihr in diesem Moment ein leichtes Opfer für die relativ schnellen Feinde seid.

Axiom Verge
Speichern geht nur an dafür vorgesehene Apparate.

Nette Idee: Bei jedem Spieldurchgang sind die Räume zufallsgeneriert angeordnet. Zusätzlich zum normalen Story-Modus, steht erfahrenen Spielern auch noch der Speedrun-Modus zur Verfügung. Hierbei sind die Levelabschnitte immer gleich, sodass jeder Spieler die gleichen Chancen und dasselbe Spielerlebnis hat.


Fazit:

Mit Axiom Verge erwartet den Spieler ein solides und atmosphärisches Metroidvania-Abenteuer, welches trotz der relativ obskuren aber gelungenen Handlung zwar nicht an das Urgestein Super Metroid heranreicht, sich aber auch nicht verstecken muss.

Vor allem die Kombination aus Pixel-Look, unzähligen Geheimgängen und einer ganzen Riege an Gadgets dürften nostalgische Herzen höher schlagen lassen. Minuspunkte gibt es hingegen aufgrund von einer durchwachsenen Steuerung, dem monotonen Leveldesign und der teilweise stumpfen, wie auch faden Bosskämpfe.

Abschließend kann man nur noch sagen, dass Genre-Liebhaber ruhig zugreifen können, alle anderen können dank des vergleichsweise günstigen Preises auch einen Blick auf Axiom Verge riskieren.


verwandte Beiträge

Testbericht: The Legend of Zelda – The Wind Waker HD

Nature225

EA: Vollständiger Support der Nintendo Switch liegt an FIFA 18

Christian Ibe

Review: Naughty Bear: Panic in Paradise