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Switch Tests

Assassin‘s Creed: The Rebel Collection im Test

Mit der Assassin‘s Creed: The Rebel Collection hat Ubisoft die Nintendo Switch exklusiv mit einer weiteren Spielesammlung aus dem Assassin’s Creed-Universum versorgt. Nachdem zuletzt bereits Remastered-Versionen vom dritten Serienteil und Assassin’s Creed: Liberation auf der Hybrid-Konsole umgesetzt wurden, dürfen wir uns nun über die Portierungen von Assassin’s Creed: Black Flag und Assassin’s Creed: Roque freuen. Ursprünglich sind beide Spiele auf PlayStation 3 und Xbox 360 erschienen. Ob die beiden Piraten-Abenteuer auch noch heute Spaß machen und wie den Entwicklern die technische Umsetzung auf die Nintendo Switch gelungen ist, verraten wir euch in folgendem Testbericht.


Karibische Piratengeschichten und mehr

Mit Assassin’s Creed: Black Flag beschritt Ubisoft neues Terrain für die Reihe und spendierte ihr mit dem Piraten-Setting in der Karibik nicht nur einen unverbrauchten Schauplatz, sondern erweiterte das Gameplay auch an einigen Stellen. So führten die Entwickler unter anderem die Möglichkeit ein die Spielwelt mittels Schiffen zu erkunden und zwischen einzelnen Inseln in der Spielwelt umherzureisen. Bei den Fans kam die Neuausrichtung mehr als gut an, sodass „Black Flag“ zu einem der beliebtesten Serienteile avancierte.

In dem Spiel übernehmt ihr die Rolle von Edward Kenway. Im Jahr 1713 ist er als Freibeuter in den karibischen Gewässern unterwegs, bis das Schicksal zuschlägt. Durch eine zufällige Begegnung macht er Bekanntschaft mit einem Assassinen, dessen Identität er kurz darauf annimmt, da er das große Geld wittert. Edwards Motive sind relativ simpel: Er will möglichst viel Beute machen, um seine Familie in der Heimat zu ernähren. Dummerweise geht dieser Plan nicht ganz so leicht in Erfüllung wie sich dies Edward eventuell vorgestellt hat. Schnell gerät der charismatische Protagonist in den schwellenden Konflikt zwischen den Assassinen und Templern, der die Story auch in den karibischen Gefilden begleitet und durchaus zu unterhalten weiß. Mit dabei sind auch Größen wie Black Beard und Co., die die Herzen eines jeden Piratenfans höherschlagen lassen. Maßgeblich trägt dazu auch die passende Atmosphäre bei, die das Setting perfekt einfängt und zum gelungenen Gesamteindruck beiträgt.

Assassin’s Creed: Roque kann hingegen storytechnisch als direkter Nachfolger von Black Flag angesehen werden und versetzt euch in die Rolle des Templers Shay Patrick Cormac. Dieser ist nicht an den Traumstränden der Karibik unterwegs, sondern erlebt sein Abenteuer vornehmlich in der Natur Nordamerikas. Weiterer Unterschied: Erstmals schlüpft ihr in diesem Spiel in die virtuelle Haut eines Templers und erlebt die Geschichte somit aus einem alternativen Blickwinkel. Beide Spiele sind Bestandteil der Collection wobei sich lediglich Black Flag auf dem Modul befindet. Roque und mögliche Sprachpakete müssen erst aus dem Nintendo eShop heruntergeladen werden.

Mit der Klinge müssen wir uns verteidigen.
© Ubisoft

Der Alltag eines Assassinen

In Sachen Gameplay hat sich bei beiden Spielen im Vergleich zu den Originalversionen natürlich nicht wirklich viel verändert. In beiden Abenteuern erfüllt ihr im Verlauf der Story diverse Missionen, die euch zumeist mit Auftragsmorden oder Botengängen bei Laune halten sollen. Dabei ist es zumeist euch überlassen, ob ihr eure Zielpersonen elegant aus dem Hinterhalt ausschaltet oder die direkte Konfrontation sucht. Letzteres Mittel ist zwar nicht immer zu vermeiden, erschwert euch aber meist euren Assassinen-Alltag. Im Gegensatz zu vielen aktuellen Action-Adventure könnt ihr nicht zu viele Treffer einstecken, bevor ihr das Zeitliche segnet. Wirklich erklären müssen wir das Spielprinzip aber wohl niemanden mehr, da die Reihe mittlerweile so eine Bekanntheit erreicht hat, dass fast jeder Gamer zumindest einen Serienteil angespielt hat.

Die Spielmechanik funktioniert auch auf der Nintendo Switch tadellos und bietet euch die Möglichkeit ein vollwertiges Assassin’s Creed auch mobil immer und überall in einer ansprechenden Performance zu genießen.

Genießen ist ein gutes Stichwort, denn vor allem dank der Schifffahrten macht das Abenteuer auch Abseits der Story eine Menge Spaß. Seeschlachten mit anderen Schiffen und das Entdecken und Erkunden von Inseln fesseln ungemein. Obendrein wird euer Entdeckerdrang mit wertvollen Schätzen und Geheimnissen entlohnt, sodass ihr in beiden Spielen zahlreiche Spielstunden investieren könnt.

Passenderweise hat Ubisoft beide Titel sogar mit einigen kleinen Anpassungen ausgestattet. So könnt ihr beispielsweise über die Bewegungssteuerung Gegner anvisieren und es werden HD-Vibrationen unterstützt. Zusätzlich könnt ihr im Handheldmodus auch auf den Touchscreen zurückgreifen, der beispielsweise im Menü unterstützt wird. Natürlich bietet die Collection auf der Nintendo Switch auch alle bisher erschienenen Single Player Zusatzinhalte, die direkt verfügbar sind.

Eines der Highlights von Black Flag: Die Seeschlachten in der Karibik.
© Ubisoft

Die technische Umsetzung

Grundsätzlich haben die Jungs und Mädels bei der Portierung beider Spiele auf die Nintendo Switch eine gute Arbeit gemacht. Löblich sind die genannten Anpassungen an die Möglichkeiten der Switch zu nennen. Nichtsdestotrotz wurde vor allem bei der optischen Umsetzung etwas geschlammt. Beide Spiele sehen sowohl im TV- als auch im Handheldmodus gut aus, jedoch machen sich immer wieder stark verwaschene Texturen bemerkbar. Ebenso gerät die Bildrate vor allem bei viel Action etwas ins stocken, ohne allerdings den Spielspaß negativ zu beeinflussen. Dennoch muss man einfach anmerken, dass Ubisoft hier etwas mehr Sorgfalt an den Tag hätte legen sollen, um die beiden vergleichsweise „alten“ Spiele sauber auf die Nintendo Switch zu portieren.

Etwas negativ fielen auch die recht langen Ladezeiten beider Spiele auf, die euch immer wieder erwarten. Wer über diese technischen Patzer hinwegsehen kann, findet hier unterm Strich dennoch einen guten Port vor, der das Flair und den Spielspaß der Originale perfekt auf die Hybrid-Konsole transferiert.

Nicht viel zu meckern gibt es übrigens bei der musikalischen Untermalung und deutschen Synchronisation, die atmosphärisch ausfällt und gute Arbeit verrichtet. Aber Achtung: Ihr müsst das passende Sprachpaket separat herunterladen, sonst bleiben die Charaktere im Spiel stumm.

In Assassin’s Creed: Roque wechselt ihr die Seiten.
© Ubisoft

Fazit:

AwardUbisoft liefert mit der Assassin’s Creed: The Rebel Collection auf der Nintendo Switch ein gelungenes Gesamtpaket ab, welches vor allem mit viel Umfang punkten kann. Mit Assassin’s Creed: Black Flag erhaltet ihr einen der bisher besten Serienteile, der auch noch heute aufgrund seines Settings und den motivierenden Seefahrten begeistern kann. Leider machen einige technischer Patzer den sonst sehr positiven Eindruck etwas zunichte. Nichtsdestotrotz lohnt sich ein Blick auf die Collection vor allem dann, wenn ihr die Originalspiele noch nicht kennt oder aber die wilden Seefahrerabenteuer noch einmal in einer ansprechenden Präsentation auch unterwegs genießen wollt, dann solltet ihr einen Blick riskieren und mit Edward Kenway in See stechen.


Ubisoft hat uns für die Erstellung des Testberichtes ein Testmuster des Spieles bereitgestellt.

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