Image default
PS4 Tests Xbox One

Assassin’s Creed: Rogue Remastered Review

Mit Assassin’s Creed: Rogue wurde seiner Zeit die beliebte Spielereihe auf der „alten“ Konsolengeneration abgeschlossen. Neben dem damals auf PlayStation 4 und Xbox One erschienenen Assassin’s Creed: Unity sollte Assassin’s Creed Rogue auf der vorangegangenen Konsolengeneration die Spieler an die Bildschirme fesseln. Dabei  durftet ihr erstmals als Templer auf Assassinen-Jagd gehen. 

Knappe vier Jahre ist das Abenteuer jetzt alt und konnte damals wohl nicht die erhofften Verkaufszahlen erzielen. Nun möchte Ubisoft den Titel mithilfe eines Remasters neu aufleben lassen. Ob sich die Anschaffung von Assassin’s Creed: Rogue Remastered lohnt, erzählen wir euch in unserem Review!

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeit

Während Unity in Frankreich spielt, übernehmt ihr bei Assassin’s Creed Rogue die Rolle von Shay Patrick Cormac, welcher in Nordamerika des 18. Jahrhunderts sein Unwesen treibt. Zudem zeigt sich der Titel als Bindeglied zwischen Assassin’s Creed 3 und Black Flag, wodurch einige aufgekommenen Fragen innerhalb der inoffiziellen Nordamerika-Trilogie, geklärt werden. Man muss das aufpolierte Abenteuer aber keineswegs gespielt haben, um die anderen Teile zu verstehen. Trotzdem durchleuchtet Rogue einige bekannte Charaktere und zeigt somit neue Story-Facetten für Fans auf.  

Asssassin's Creed: Rogue
Hart Steuerbord: Shay erweist sich als äußerst fähiger Captain.

Auch wenn ihr mit Shay einen kurzen Abstecher nach Lissabon macht, wird die Haupthandlung des Spiels die meiste Zeit in New York und Albany abgehandelt. Ihr eilt dabei unter anderem großen Persönlichkeiten der Geschichte, wie Benjamin Franklin oder George Washington zur Hilfe.


Eine riesige Welt erwartet euch

Wie man es von der Spielreihe kennt, erwartet euch auch in diesem Ableger eine riesige Open-World. Natürlich ist diese nicht vergleichbar mit der riesigen Wüstenwelt aus dem aktuellen Assassin’s Creed: Origins, muss sich aber keineswegs verstecken. Überall erwarten euch abwechslungsreiche Nebenbeschäftigungen, darunter fallen beispielsweise packende Seeschlachten, das Überfallen von Handelsflotten oder das Attackieren von starken Seefestungen. Gerade die Seefahrten mit Shays ausbaubaren Schiff Morrigan bilden das Herzstück des Spiels und sorgen für eine ganze Menge Abwechslung. Vor allem die Möglichkeit euren Kutter immer weiter aufzuwerten motiviert ungemein.

Ansonsten erwartet euch an Land die typische Kost. Mit anderen Worten lauert ihr Zielpersonen auf, schleicht durch Häuserschluchten und nehmt den Kampf gegen verschiedene Gegner auf. Optional könnt ihr noch jagen gehen, um eure Ausrüstung zu verbessern. Das vermag jetzt für den einen oder anderen einfallslos klingen, doch warum sollte man ein funktionierendes System auch ändern? Auch wenn das Gameplay und das Kampfsystem von Assassin’s Creed: Origins die Reihe definitiv revolutioniert hat.

Assassin's Creed: Rogue Remastered
Die einzelnen Städte sind deutlich belebter, als in so manchen anderen Ablegern.

Leider sind die Schleichabschnitte nicht wirklich signifikant, sodass es sich fast schon eher lohnt die Kämpfe mit der Brechstange zu bestreiten. Hierbei fällt zudem auf, dass das Kontern zu einfach ausfällt, so lassen sich viele Kämpfe damit gewinnen, indem ihr die Konterfunktion durchgehend nutzt. Ansonsten dürft ihr eure Feinde mit unterschiedlichen Schwertern, Klingen und exklusiv für Templer mit einem Gewehr behagen.


Aufpolierter Templer im etwas angestaubten Gewand

Wie zu erwarten war, wurde die optische Erscheinung des Remasters im Gegensatz zum Original deutlich angehoben. Zwar merkt man dem Spiel das Alter, aufgrund hölzerner Mimiken und diverser Kolisionsprobleme beim Klettern, deutlich an, dafür wurde aber grafisch an dem Abenteuer des Templers ordentlich geschraubt. Während ihr euch damals noch stellenweise mit nervigen Einbrüchen der Bildrate auseinandersetzen musstet, läuft Rogue auf der Xbox One und PlayStation 4 zu jeder Zeit flüssig. Das heißt, dass ihr euch in jedem Fall auf eine 1080p-Auflösung freuen könnt. Beim Besitz einer PlayStation 4 Pro und Xbox X erwartet euch dann sogar ein 4K-Spielerlebnis. Die Texturqualität und die Lichteffekte wurden ebenfalls verbessert, wodurch alles noch einmal deutlich kontrastreicher wirkt.

Assassin's Creed: Rogue Remastered
Die Seeschlachten entpuppen sich als echtes Highlight des Ablegers.

Im Gegensatz zu den grafischen Optimierungen, hat sich akustisch aber nicht viel getan. Das war aber auch aufgrund einem überragenden deutschen Sprecheraufgebot und eines stimmungsvollen Soundtracks nicht notwendig.


Was ist jetzt eigentlich neu?

Neben dem Inhalt aller damals erschienenen DLCs, dürft ihr euch auf neue Anpassungsgegenstände freuen. Folglich habt ihr unter anderem die Möglichkeit in der Klamotte von Bayek aus Assassin’s Creed: Origins den nordamerikanischen Ozean unsicher zu machen. Hinzu gesellen sich außerdem mit Die-Rüstung-von-Sir-Gunn-Missionen und Die Belagerung von Fort de Sable noch zwei neue Zusatzmissionen. Somit versucht ihr bei der einen Mission mithilfe der Überreste von Sir Gunn ein Geheimnis zu lüften, während ihr in dem anderen Bonuskapitel versucht ein weiteres Territorium auf hoher See zu erobern.

Assassin's Creed: Rogue Remastered
Was für eine Aussicht: Ubisoft hat bei dem Remaster nochmal ordentlich an der Weitsicht geschraubt.

Fazit: Award

Assassin’s Creed: Rogue Remastered orientiert sich logischerweise an den älteren Ablegern der Reihe und ist demnach in keinsterweise mit Assassin’s Creed: Origins zu vergleichen. Das ist aber auch gar nicht so schlimm, denn das Abenteuer rund um Shay Patrick Cormac besticht durch eine einzigartige Handlung. Diesmal übernehmt ihr erstmals die Rolle eines Templer und erlebt somit das Abenteuer aus einer anderen Perspektive. Darüber hinaus glänzt Rogue durch überragende Seeschlachten und ein dynamisches Kampfsystem. Schade ist hierbei allerdings, dass die Konterangriffe viel zu stark sind und das Schleichen auch eher rudimentär und redundant ausfällt.

Technisch hingegen hat sich einiges getan, auch wenn man hier natürlich kein neues Spiel erwarten darf, auch wenn sich Rogue jetzt in hoher Auflösung und mit einer stabilen Bildrate präsentiert. Im Umkehrschluss haben es aber auch alte Schönheitsfehler wie die hölzerne Mimik und diverse Fehler in der Kollisionsabfrage in das Spiel geschafft.

Alles in allem handelt es sich bei Assassin’s Creed Rogue um einen soliden Ableger der Reihe, welchen man schon aufgrund der Position als Bindeglied der Nordamerika-Trilogie gespielt haben sollte.


Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters!

 

verwandte Beiträge

Day of the Tentacle Remastered: Adventure-Klassiker wird für PC & PS4 aufpoliert

Tim Rozenski

Assassin’s Creed V: Geleakte Screenshots deuten auf Französische Revolution hin

Testbericht: Criminal Girls: Invite Only