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Aliens: Fireteam Elite im Test

Mit Spieleumsetzungen großer Filmreihen hatten Fans in der Vergangenheit öfter Pech als Glück und nun kam mit Aliens: Fireteam Elite der nächste Titel daher, der sich an der schwierigen Thematik versuchen möchte. Ob Ridley Scott sich über den Titel freuen würde oder sich lieber einen Xenomorph Fetus im eigenen Brustkorb wünschen würde, als dieses Spiel, erfahr ihr hier in unserem Test.

Aliens: Fire Team Elite
„Fire Team Elite“ kann man durchaus wörtlich nehmen.

Was ist Aliens: Fireteam Elite?

Das Spiel selbst ist eine stumpfe Ballerbude mit Deckungs- Elementen. Ein wenig wie ein Gears of War im Alien Universum schickt euch Aliens: Fireteam Elite mit bis zu zwei Freunden in Missionen oder einen Horde Modus. Da gilt es dann Raum für Raum, Gang für Gang euch den Weg frei zu schießen um euer jeweiliges Missionsziel zu erreichen. Mit momentan lediglich 4 Akten, aufgeteilt in je 3 Missionen, ist die Fülle der Ziele nicht gerade rekordverdächtig, aber solide.

Weniger solide ist es hier um die Abwechslung bestellt. Denn praktisch jedes Missionsziel erfordert die Aktivierung eines Punktes. Manchmal erzählerisch aufbereitet als einfaches Knopf Drücken, dann wieder als offenbar für eure Charaktere aufwändigeren Vorgang. Was spielerisch aber unter dem Strich bleibt: Rein ballern, Knopf drücken, Gegend gegen eine anstürmende Horde verteidigen und raus ballern.


Seichte Ballerei, aber nicht schlecht

Die Geschichte, welche diesen grundlegenden Mechaniken zugrunde liegt, wird euch derweil in eurem Raumschiff erzählt. Dieses dient nicht nur als Community-HUB, in welchem ihr euch mit euren Freunden sammeln könnt. Auch haufenweise NPCs stehen da umher und haben nach jeder neuen Mission etwas zu erzählen. Auf diese Weise erzählten Geschichten zu folgen ist naturgemäß nicht unbedingt einfach. Und das Gameplay weckte im Test auch nicht unbedingt die Art von Neugierde, für die man sich beim Lesen unglaublich anstrengen würde.

Und dennoch ist absolut klar, weshalb sich ausgerechnet Alien Fans von Aliens: Fireteam Elite angesprochen fühlen sollen. Die gleichgültige Story wird nämlich durch eine passende Atmosphäre großartig wieder entschädigt. Egal wo ihr steht und geht: Alles wird euch an die Alien Filme erinnern. Von Anlegestellen von Raumschiffen, in denen es in den Filmen schon ordentlich gekracht hat, über einfache Gänge bis hin zu allerlei Terminals schreit alles Alien. Hierbei wird sich zu großen Teilen an den älteren Filmen orientiert. Ein wenig aber auch an den nicht ganz so beliebten neuen Teilen, die nur noch wenig mit den Klassikern zu tun haben, aber eben auch nicht ganz ignoriert werden wollen. Für einen Fan der alten Filme ist Aliens: Fireteam Elite mit Sicherheit ein Lach- und Freu Haus zum durch ballern.


Gameplay der Mittelklasse mit guten Ideen

Die grundlegende Ballerei ist weder besonders gut noch besonders schlecht gelungen. Das haben wir alles bereits deutlich besser gesehen (Gears of War) aber auch schon sehr viel schlechter. Je nach gewählter Klasse habt ihr verschiedene Waffen, die ihr ausrüsten könnt, zur Verfügung und bestimmte Spezialfähigkeiten. Wo eine Klasse dringend nötigen Munitionsnachschub liefern kann, kann eine andere Klasse in einen kurzzeitigen High-Damage-Modus wechseln. Auch hier hat Aliens: Fireteam Elite nichts, was wir nicht schon gesehen hätten, setzt das Gebotene aber gut und sinnvoll um.

Lob gebührt allerdings dem Perk-System. Perks könnt ihr freischalten und gemäß euren Wünschen in eine Art Platine einsetzen, die euer Inventar enthält. Hier müsst ihr mit dem vorhandenen Platz gut umgehen und wirtschaften. Wollt ihr beispielsweise euren High-Damage-Modus schneller wieder aufladen, um ihn häufiger zu nutzen? Dann setzt doch das Modul für eine schnellere Aufladung exakt so in eurem Inventar ein, dass es mit der Überladung verbunden ist. Dadurch wird euch aber vermutlich der Platz für etwas anderes fehlen, was ihr auch gerne hättet. Verdammte Qual der Wahl.

Auch nicht neu, aber gut ist ein Kartensystem. Jeder Spieler hat die Möglichkeit Modifikatoren zu „opfern“. Die bringen höhere Belohnungen für die Mission, können diese aber auch erheblich schwerer machen. Unterlevelt in eine Mission zu starten und gleichzeitig nur mit Pistolen spielen zu dürfen ist absolut keine gute Idee.


Die Schwierigkeit und die Schwierigkeit mit der KI

Der Schwierigkeitsgrad insgesamt darf durchaus als knackig bezeichnet werden. Bereits ab der zweiten Stufe wirft euch Aliens: Fireteam Elite Gegnerhorden entgegen, für die eine Absprache mit eurem Team zumindest Sinn macht. Noch höher werdet ihr ohne Absprache oft keine Chance haben. Zwar werdet ihr durch bessere Freischaltungen immer stärker und habt einen Kraftlevel, ähnlich wie bei einem Loot Shooter, das Spiel schafft es aber dennoch fordernd zu bleiben. Außerdem ist in den höheren Modi Friendly Fire aktiviert. Ihr wollt euren Kumpanen also lieber nicht blindlings in die Schussbahn laufen. Vor allem deshalb nicht, weil auch Widerbelebungen nur begrenzt möglich sind und in diesem Spiel auch kooperativ noch wirklich verloren werden kann, wenn Kevin wieder ständig down ist.

Ein wichtiges Stichwort ist hier ohnehin Co-Op. Denn ohne Freunde macht das Spiel kaum Spaß. Zwar werden euch mit zwei Androiden alleine Ersatzgefährten an die Seite gestellt. Android A und Android B sind aber leider ohne Sprachchip gefertigt worden. Trotz insofern ganz brauchbarer KI, als dass die Kollegen sogar zuverlässig versuchen euch zu beleben, fehlt ohne Interaktion aber das gewisse Etwas. Es fehlt sowohl an Hilfe, als auch an Unterhaltung während der recht eintönigen Ballerei.

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Der Widerspielwert mit Freunden ist durch das Level-System aber allemal gegeben. Nur im nach einem Durchlauf ebenfalls freigeschalteten Horde Modus will der Funke in Aliens: Fireteam Elite nicht ganz überspringen.


Aliens: Fireteam Elite bietet kaum Varianz in den Gegnern

Eintönig sind in Aliens: Fireteam Elite auch die Gegner. Dies als Nachteil zu werten wäre jedoch unfair. Was will man im Alien Universum auch an verschiedenen Gegnern herzaubern? Aliens: Fireteam Elite bietet einige wenige Varianten von außerirdischem Ungetier und einige böse Androiden. Mehr gibt dieses Franchise eben nicht her. In Gefechten ist hier in der Regel auch die Masse das Problem, welches euch ins Schwitzen bringt.


Die liebe Technik

Während die Grafik der getesteten Xbox Series X Version zwar nicht herausragend, wohl aber solide ist, bringt euch abseits der Gefechte vor allem eines ins Schwitzen: Das Matchmaking. Bis zuletzt fand man kaum zufällige Mitspieler. Freunde, die das Spiel ebenfalls besitzen, werden hierdurch also nochmals wichtiger. Und selbst wenn man die hat brechen die Lobbies regelmäßig zusammen und nur ein Spielneustart, zur Sicherheit aller Beteiligten, hilft.

Diese ungewollten Unterbrechungen ruinieren damit auch dass, was Grafik und Sound durchaus aufbauen: Die Atmosphäre.

Zu viel Text für den Moment? Hört euch einfach direkt hier im Browser die Eindrücke von Rüdiger im Podcast an:

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