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Switch Tests

Alan Wake Remastered für Nintendo Switch im Test

Mit Alan Wake erschien vor gut 12 Jahren eines der beliebtesten und besten Xbox 360-Spiele. Das von Remedy entwickelte Actionspiel begeisterte mit einer packenden Story und gelungenem Gameplay. Bereits im vergangenen Jahr erschien mit Alan Wake: Remastered eine aufpolierte Variante des Titels für die Konsolen aus dem Hause Microsoft und Sony. Nun wurde auch die Nintendo Switch mit einer Portierung bedacht. Ob Alan Wake auch auf der Nintendo-Plattform begeistern kann, verraten wir euch in folgendem Testbericht.


Geh ins Licht

In Alan Wake übernehmt ihr die Rolle des gleichnamigen fiktiven Schriftstellers, der dank seiner Thriller weltberühmt wurde. In letzter Zeit gerät sein Erfolg allerdings etwas ins Stocken. Neben zahllosen Albträumen, die zu Schlafstörungen führen, wird Alan auch noch von einer Schreibblockade geplagt. Kurzerhand kommen sein Manager und seine Frau auf die Idee eine kleine Auszeit einzulegen, um mal raus zu kommen. Somit begeben sich Alan und seine Frau auf einen Trip in das beschauliche Bright Falls. Doch anstatt zurück zum Schreibfluss zu gelangen, passieren bald mysteriöse Dinge und augenscheinlich werden Alans Geschichten zum Leben erweckt. Als dann auch noch das Leben seiner Frau auf dem Spiel steht, beginnt ein nervenaufreibender Wettlauf auf Leben und Tod.

In der düsteren Story spielen die Elemente Licht und Schatten eine zentrale Rolle, die uns durch das gesamte Spiel hinweg begleiten. In Bright Falls ergreift die Dunkelheit von Menschen und Objekten Besitz und erschafft so Alan Wakes ganz persönlichen Albtraum. Menschen sind nicht mehr zurechnungsfähig und greifen uns an, da sie von der Dunkelheit kontrolliert werden. Zunächst nur mit einer Taschenlampe und einem Revolver bewaffnet kämpfen wir uns durch die Dunkelheit. Gegner müssen mit dem Lichtpegel eurer Taschenlampe angestrahlt werden, um verletzlich zu werden. Anschließend feuert ihr mit eurer Waffe, bis sie sich komplett auflösen.

Für die Auseinandersetzungen mit den Monstern habt ihr die Möglichkeit mittels Knopfdruck gegnerischen Angriffen auszuweichen und kleinere Gadgets wie Leuchtraketen einzusetzen. Gleichzeitig müsst ihr immer euren Vorrat an Batterien für eure Taschenlampe im Auge behalten, da ihr ohne diese ziemlich aufgeschmissen seid. An kleinen Versorgungskästen findet ihr immer wieder in den linearen Leveln neue Munition und Batterien. Die Lebensenergie von Alan ladet ihr im Übrigen auf, wenn ihr unter einem Lichtpegel beispielsweise einer Laterne steht.

Die Taschenlampe ist euer bester Begleiter.
© Remedy

Technisch leider eine Enttäuschung

Alan Wake: Remastered war auf PlayStation 5, Xbox One und Co. eine gute Neuauflage des Klassikers. Dies gilt für den Switch-Port leider nur mit Abstrichen. Die Hybridkonsole leidet unter einer stark schwankenden Bildrate und einigen Grafikfehlern. Getrübt wird das optische Gesamtbild von sehr unscharfen Texturen und Pop-Ups. Technisch kann der Titel daher nicht mit den Umsetzungen auf PS4 oder Xbox One mithalten. Im direkten Vergleich performed Alan Wake: Remastered im Handheldmodus sogar etwas besser als im Docked-Mode. Dennoch wäre mit etwas mehr Feinschliff mit Sicherheit ein technisch deutlich sauberer Port entstanden.

Akustisch erwartet euch quasi das Original von der Xbox 360. Auch wenn die deutsche Synchronisation mittlerweile vielleicht etwas angestaubt wirkt, macht sie immer noch einen guten Job und die musikalische Untermalung ist gelungen.


Kaufen oder nicht?

Alan Wake Remastered auf Nintendo Switch ist weiterhin ein gutes Spiel. Das Gameplay macht immer noch sehr viel Spaß und die Story ist packend. Leider trüben die technischen Patzer das Gesamtbild. Wenn ihr Alan Wake unbedingt mobil genießen möchtet oder nur eine Nintendo Switch besitzt, dann könnt ihr dem spannenden Action-Titel durchaus eine Chance geben. Besitzt ihr hingegen eine andere Nextgen-Konsole solltet ihr eher zu einer der anderen Versionen greifen, die technisch einfach sauberer laufen und ausgereifter wirken. Inhaltlich sind allerdings alle Versionen identisch. Neben dem Hauptspiel sind auch die beiden DLC’s The Signal und The Writer mit an Bord.

Technisch ist das Remaster auf der Switch leider etwas ernüchternd.
© Remedy

Fazit: Alan Wake Remastered für Nintendo Switch

Alan Wake Remastered ist auf Nintendos Hybridkonsole leider ein zweischneidiges Schwert. Gameplay, Story und Atmosphäre sind weiterhin gelungen und können an den Controller fesseln. Technisch müsst ihr allerdings mit einigen Abstrichen und Makeln leben. Wenn ihr über die technischen Patzer hinwegsehen könnt, lohnt sich das Spiel auch auf Nintendo Switch. Dennoch hätten die Entwickler einfach etwas mehr Feinarbeit in die Portierung stecken sollen. So bleibt am Ende ein gutes Spiel, dass jedoch sein Potenzial nicht ausschöpfen kann.


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