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Switch Tests

Aces of the Luftwaffe: Squadron Review

Mit Aces of the Luftwaffe: Squadron hat sich ein Top-Down-Shooter aus Deutschland in unser Testlabor verirrt. Der von HandyGames entwickelte eShop-Titel ist aktuell exklusiv auf der Nintendo-Konsole erhältlich und soll euch dank 4-Spieler-Koop und einer umfangreichen Kampagne fesseln. Ob das Vorhaben gelungen ist, haben wir auf unserem Probeflug herausgefunden.

Sieht recht unspektakulär aus, macht aber Spaß!

Hilfe die Deutschen kommen!

In Aces oft he Luftwaffe: Squadron gilt es die Vereinigten Staaten von Amerika einmal mehr von einer feindlichen Invasion zu säubern. Diesmal sind wie sollte es auch anders sein, einmal mehr die Deutschen unsere Widersacher. Wir fackeln nicht lange und erheben und mit unserem vierköpfigen Team in luftige Höhen, um von dort den Kampf gegen die feindliche „Luftwaffe“ einzuleiten. Auch wenn die Story recht unkreativ wirkt, so macht das Geballer doch überraschend viel Spaß. Dreh- und Angelpunkt ist der äußerst umfangreiche Kampagnenmodus. Hier schickt ihr eure vierköpfige Fliegerstaffel über diverse Einsatzgebiete in den USA und erlebt solide Shoot’em Up Kost. In vertikal scrollenden Level manövriert ihr euer Team durch die Schusssalven der feindlichen Luftwaffe und schaltet selbige mit einem flinken Finger am Abzug aus.

Aufgewertet wird das Ganze durch spezielle Upgrades und Power-Ups, die trotz der recht einfachen Grafik für den einen oder anderen netten Effekt auf dem Bildschirm sorgen. Eine weitere Besonderheit besteht in den einzelnen Mitgliedern des Schwadrons. Zu Beginn einer jeden Mission gibt es nicht nur passende Dialoge, die den Helden ihre ganz eigene Note verleihen und die Story vorantreiben, auch während der Missionen zeigen unsere Protagonisten ihre Eigenheiten. Mal wird ein Mitglied durch Übelkeit ausgeknockt, während im anderen Moment ein Flügelmann von euch einen Wutanfall bekommt und ihr euch besser aus seinem Schussfeld entfernt. Diese Eigenheiten lockern das Spielgeschehen auf und bringen vor allem zu Beginn etwas Abwechslung ins Spiel.

Schockwelle! Mit Spezial-Angriffen schaltet ihr gleich mehrere Widersacher aus.

Tiefgründige Piloten

Aufgrund des zu Beginn recht gering gehaltenen Schwierigkeitsgrades, kann sich der eine oder andere Shooter-Fan durchaus unterfordert fühlen. Im Verlauf der Kampagne nimmt der Anspruch aber deutlich zu, sodass auch Könner auf ihre Kosten kommen. 

Neben den einzelnen Persönlichkeiten unserer Protagonisten, wissen während der Missionen auch die Nebenaufträge zu gefallen. Diese sind optional zu erledigen, sorgen allerdings für schöne Herausforderungen. So müsst ihr mal eure Bodeneinheiten auf eurer Route einsacken, in dem ihr einige Sekunden über ihnen schwebt oder besondere Feinde ausschalten. Für erfolgreich erledigte Nebenmissionen, gibt es am Ende einer jeden Mission nochmals reichlich Entlohnung in Form von Bonus-Medaillen, die wiederrum in Verbesserungen bei den Fähigkeiten eurer Flieger-Staffel eingesetzt werden dürfen.

Die Verbesserungen reichen dabei von stärkeren Waffen, Erholungsoptionen bis hin zu Spezialmanövern, sodass ihr euch die Fähigkeiten ganz nach Wunsch zusammenstellen könnt, um so auch die Langzeitmotivation zu erhöhen. Apropos Motivation: Nicht nur die lange Kampagne und die durchaus vorhandene Abwechslung durch Nebenmissionen und Co. wissen zu gefallen, auch die In-Game-Achievements können durchaus den einen oder anderen zu ausgiebigen Flugrunden motivieren. Zusätzlich gibt es auch alternative Schwierigkeitsgrade, um die Herausforderung mit dem gestiegenen Können zu erhöhen.

Chaotisch, aber Spaßgarant! Der kooperative Mehrspielermodus macht Laune.

Mehrspielerspaß & die Schattenseiten

Ein weiterer großer Pluspunkt in Aces of the Luftwaffe: Squadron ist der kooperative Spielmodus für bis zu vier Teilnehmer. Hier übernimmt dann jeder Spieler ein Mitglied des Squadrons und das fröhliche Ballern am Himmel nimmt seinen Lauf. Wie ihr euch allerdings denken könnt, leidet bei mehreren Mitspielern und den dadurch verschossenen Projektilen auch etwas die Übersicht. Spaß macht das Ganze aber dennoch ungemein.

Im Mehrspielermodus und bei viel Action im Einzelspielermodus, offenbart der Titel zudem einige technische Patzer. Teilweise geht die Bildrate doch spürbar in den Keller und das Spielgeschehen gerät ins Stocken, was bei einem Shooter ziemlich ungünstig ist. Glücklicherweise halten sich solche Momente in Grenzen. Insgesamt muss man aber auch festhalten, dass  Aces of the Luftwaffe: Squadron kein technisches Meisterwerk ist.

Die comichafte Optik kann keinen so wirklich hinter dem Ofen hervorlocken und die Soundkulisse ist auch eher als unscheinbar zu umschreiben, wenngleich die Musik durchaus Gefallen findet. Zudem gibt es eine vollständige Sprachausgabe, die jedem Charakter nochmals mehr Persönlichkeit einhaucht. Eine Seltenheit bei einem kleinen Indie-Spiel.

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Fazit: 

Ich muss zugeben, dass ich Aces of the Luftwaffe: Squadron aufgrund der Präsentation zunächst eher skeptisch gesehen habe. Auch die ersten Einsätze wirkten eher wenig anspruchsvoll, bis dann die Herausforderung anzog und auch Abwechslung aufkam. HandyGames liefert mit dem Shooter einen grundsoliden Genre-Vertreter ab, der sich vor allem dank der umfangreichen Kampagne und den motivierenden Nebenmissionen und Eigenheiten der Piloten abhebt.

Technisch wäre mit Sicherheit mehr möglich gewesen und vor allem im Bereich der Optik wirkt das Spiel einfach veraltet. Leider läuft das Spiel dann auch in hektischen Szenen nicht immer ganz rund, sodass euch am Ende ein gutes Shooter-Erlebnis erwartet, dass allerdings nicht ganz den Schritt zum Hit-Award meistert. Für Fans des Genres ist der kurzweilige Fliegertrip aber allemal einen Blick wert!


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