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Switch Tests

51 Worldwide Games im Test

Wenn ihr euch online mit euren Freunden oder im lokalen Mehrspielermodus virtuell in verschiedenen Gesellschaftsspielen messen wollt, dann könnte 51 Worldwide Games genau das richtige für euch sein. Das Portfolio der Spielesammlung umfasst satte 51 (+1) Spiele und lässt euch in klassischen Spielen wie Halma, Ludo oder Vier gewinnt gegeneinander antreten. Doch auch Spiele, die man vielleicht eher aus Clubs oder Gaststätten kennt, beispielsweise Darts, Texas Holdem oder Billard sind mit von der Partie. Ob 51 Worldwide Games an den Erfolg des geistigen Vorfahren Clubhouse Games vom Nintendo DS anknüpfen kann, verraten wir im folgenden Test!


51 Worldwide Games: Eine umfangreiche Spielesammlung

Wie der Name schon sagt umfasst die Spielesammlung rund 51 Gesellschaftsspiele. Genauer gesagt 52, wenn man ein virtuelles Piano mitzählt. Die meisten dieser Spiele sind im lokalen und Online-Multiplayer, sowie gegen Computer-Gegner spielbar. Jedoch gibt es auch einige Klassiker, die ihr nur alleine angehen könnt. Darunter fallen dann verschiedene Ableger von Solitär oder eine Art Schiebepuzzle, bei welchem ihr eine aufgezogene Schildkröte durch möglichst viele Juwelen lotsen sollt.

Ansonsten reicht das Repertoire von Multiplayer Klassikern wie Ludo (Mensch ärgere Dich nicht!), Schach oder Domino, sowie verschiedenen Variationen von Kartenspielen. Doch auch Gesellschaftsspiele wie Darts, Bowling oder Billard warten darauf von euch gespielt zu werden. Wer es zudem noch etwas exotischer mag, der darf sich in der Vogelperspektive auf einen Golfplatz begeben, sein Glück im Mini-Curling versuchen oder eine Runde Shōgi spielen.

51 Worldwide Games
Unmengen an Spielen warten darauf von euch gespielt zu werden. – ©Nintendo

Neben der Gesamtauswahl der Spiele, warten auf einer virtuellen Weltkugel sogenannte Experten, die euch verschiedene Spiele vorstellen und empfehlen, auf euch. Zusätzlich lassen sich besondere Freischaltungen, wie beispielsweise Kartendecks im Super Mario-Design freispielen.


51 Worldwide Games: Mosaik-Modus für mehr Abwechslung

Besonders durchleuchten möchten wir die Spielbarkeit und Funktionalität der vielen Spieleklassiker. Sehr schön ist, dass ihr bei jedem Spiel eine kleine Einführung in Form von Text und Video spendiert bekommt. Dadurch werden euch die Regeln klargemacht und zusätzlich hilfreiche Tipps mit auf dem Weg gegeben. Wenn ihr dann doch mal was vergessen habt, lässt sich alles kurzerhand nochmal nachlesen.

Verschiedene Spielmodi, Schwierigkeitsgrade und Herausforderungen für die einzelnen Spiele runden das Spielerlebnis zudem recht gut ab. Bei manchen Spielen ist es sogar möglich, mehrere Konsolen zusammenzulegen, wodurch der Mosaik-Modus aktiviert wird, welcher noch mehr Möglichkeiten freischaltet und es euch somit bei dem Spiel Rennbahn beispielsweise ermöglicht die Strecke zu erweitern.

51 Worldwide Games
Auf der Rennbahn könnt ihr ordentlich die Reifen glühen lassen. – ©Nintendo

Gedämpft wird das Gameplay allerdings durch den recht unfairen Schwierigkeitsgrad. Vor allem in Spielen wie Ludo fällt auf, dass die KI schon auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad immer genau die Anzahl an Augen würfelt, um euer Männchen wieder zum Start zu befördern oder um die eigene Spielfigur in den sicheren Hafen zu führen. Ähnliches Szenario bei Darts, wo er beim Double-Out in der heißen Endphase die Dartpfeile genauer wirft, als Robin Hood mit seinem Bogen schießen könnte.


Grundsolider Multiplayer mit Luft nach oben

Großteils der Spiele sind wie schon erwähnt mit einem Multiplayer ausgestattet. Dabei ist es ein wenig schade, dass man viele davon nur höchstens mit zwei Spielern an einer Konsole angehen kann. Gerade bei Spielen wie Bowling, Rennbahn oder Darts ist das ein Rätsel für uns. War doch gerade Wii Bowling eines der vielen Überraschungshits der Wii, welcher immer wieder für unterhaltsame Abende gesorgt hatte.

Auf der anderen Seite können wir es bei Spielen wie Domino oder den verschiedenen Kartenspielen natürlich verstehen. Immerhin will man sich ungern in die eigenen Karten schauen lassen. Alternativ ist es hier möglich auf das Spielen mit mehreren Nintendo Switch-Konsolen im lokalen Multiplayer oder dem Online-Modus zurückzugreifen. Die Verbindung ist dabei erstaunlich stabil, sodass in unseren Testversuchen so gut wie keine Verbindungsprobleme aufgetreten sind. Lediglich an einem Abend kam es zu sichtlichen Verzögerungen, die aber auf eine Internetstörung herbeizuführen sind. Unabhängig davon wären aber Bestenlisten oder persönliche Statistiken innerhalb der freundschaftlichen Online-Rivalitäten ganz nett gewesen.

51 Worldwide Games
Das Bowling-Spiel erinnert stark an Wii Sports. – ©Nintendo

Technisch solide

Insgesamt lassen sich die Spiele sehr gut mit den JoyCon, dem Touchscreen oder dem Pro Controller von Nintendo bedienen. Letzterer funktioniert allerdings nur, wenn ihr alleine spiel.  Sobald ein zweiter Spieler dabei ist, ist die Eingabe mit dem komfortablen Nintendo-Controller nicht mehr möglich.

Allgemein ist es schwierig das Spiel nach seiner Technik zu bewerten. Ja, es läuft flüssig und ja, es sieht auch sehr gut aus. Ich behaupte aber auch, dass das bei der Art von Spielen jetzt nicht unbedingt so überraschend ist. Immerhin werden die meiste Zeit irgendwelche Steinchen über das Spielbrett geschoben oder Karten auf einen Stapel gelegt. Bewertbar sind jedoch die Animationen, welche insgesamt eine gute Figur machen. Die melodische akustische Untermalung geht ebenfalls in Ordnung und begleitet das Geschehen stimmig.

Der Online-Multiplayer funktioniert hervorragend und macht wirklich eine gute Figur. – ©Nintendo

Fazit:

51 Worldwide Games ist eine gelungene virtuelle Gesellschaftsspielesammlung für all jene unter euch, die mehrere Konsolen im Haushalt haben oder den Fokus auf Online-Multiplayer setzen. In diesen Bereichen macht das Spiel so ziemlich alles richtig und überzeugt mit ansehnlichen Animationen, einer gesunden Mischung aus modernen und klassischen Spielen, wie auch einem stabilen Online-Modus. Der optionale Mosaik-Modus erweitert die Spiele gelungen und sorgt bei manchen Spielen für mehr Abwechslung.

Auf der anderen Seite der Münze wirkt das eigentlich sehr gute Gameplay aber leider auch an vielen Stellen unausgereift und lässt einiges an Potenzial liegen. Das fängt dann bei fehlenden Bestenlisten an, zieht sich über unfaire CPU-Gegner und gipfelt bei dem stark eingeschränkten Multiplayer während des Spielens an einer Konsole. Natürlich kann man sich bei mehreren Spielern abwechseln, dennoch ist es für uns einfach unerklärlich, warum viele Spiele derart „kastriert“ wurden.

Eine, wenngleich auch etwas eingeschränkte Alternative zu den herkömmlichen Brett- und Gesellschaftsspielen ist 51 Worldwide Games aber allemal.


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