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WRC 7 Review

Mit WRC 7 steht endlich der neueste Offroad-Racer der französischen Entwickler von Kylotonn Racing Games in den Startlöchern. Nach einem desaströsen Auftakt zeigten die Entwickler mit dem Vorgänger aus dem vergangenen Jahr bereits eine deutliche Steigerung. Ob es dem Team gelang, den Aufwärtstrend auch in diesem Jahr beizubehalten, zeigt unser Review.

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Starke Lizenzen

Im Vergleich zur Konkurrenz punktet WRC 7 vor allem wieder durch sein starkes Lizenzpaket, immerhin handelt es sich um das offizielle Spiel zur FIA World Rally Championship. Dementsprechend haben es ganze 55 lizenzierte Teams der Junior WRC-, WRC 2- und WRC-Klasse in das Spiel geschafft. 

Alle offiziellen Fahrer wie Andreas Mikkelsen oder Sébastian Ogier haben es sich hinter dem Lenkrad ihrer PS-Boliden bequem gemacht und warten darauf, dass ihr sie über die insgesamt 52 Original-Strecken der Rallye-Weltmeisterschaft jagt. Im Vergleich zum Vorgänger präsentiert sich das Streckendesign dabei deutlich abwechslungsreicher. Die engen Straßen der Rallye Monte Carlo sind dabei relativ einsteigerfreundlich ausgefallen, während euch die Schotterpisten Mexikos schon mehr fahrerisches Können abverlangen. 

WRC 7
WRC 7 punktet erneut mit fettem Lizenzpaket.

Besonders die verschiedenen Fahrbahnbeläge wie Asphalt, Schotter, Schnee und Eis sind den Entwicklern hervorragend gelungen und wirken sich spürbar auf das Fahrverhalten aus. Erstaunlicherweise gilt das für den Regen allerdings nur begrenzt. Besonders spannend wird es allerdings, wenn sich die Untergründe auf den neuen, teils deutlich längeren, Strecken plötzlich ändern. Epic-Stages heißen die neuen Pisten, die teilweise über 20 km lang sind und euch einiges abverlangen.

Ein Glück, dass WRC 7 auch beim Fahrverhalten einen deutlischen Schritt nach vorne gemacht hat. Die Wagen fühlen sich weitaus realistischer an, als es noch im Vorjahr der Fall war und reagieren nun weitaus nachvollziehbarer auf eure Lenkeingaben. Somit gelingt dem Spiel erneut ein guter Spagat zwischen Arcade und Simulation. An das Fahrverhalten eines DiRT 4 kommt der Racer aber selbst mit ausgeschalteten Fahrhilfen nicht heran. Gerade Einsteigern dürfte das Verhalten der Rennwagen hier aber besser gefallen.


Die Karriere in WRC 7

Herzstück des Spiels ist natürlich erneut der Karrieremodus, in dem ihr euch mit einem eigens erstellen Fahrer den Weg an die Spitze der FIA World Rally Championship erkämpfen müsst. 

Erneut starten wir dort in der Junior WRC-Klasse und erhalten aufgrund unserer Rennergebnisse nach und nach neue Vertragsangebote, bis wir irgendwann endlich in den Kampf um den Thron in der Königsklasse eingreifen dürfen. Wirkliche Neuerungen in Sachen Karriemodus sucht man in WRC 7 leider vergebens und so absolviert ihr Meisterschaft um Meisterschaft auf dem Weg an die Spitze. Das macht aber auch Nichts, denn dank vieler Tuning-Freischaltungen und der abwechslungsreichen Strecken macht der Karriemodus eine Menge Spaß. 

WRC 7
Vor allem das Fahrverhalten wurde stark verbessert. WRC 7 steuert sich hervorragend.

Ansonsten bietet die Auswahl an Spielmodi lediglich die genretypischen Standard-Optionen. Neben schnellen Wertungsprüfungen ist vor allem der Mehrspielermodus interessant. Online dürft ihr nicht nur gegen Fahrer aus der ganzen Welt antreten, sondern auch an wöchentlichen Events teilnehmen. Meisterschaften sucht ihr hingegen noch immer vergebens. Außerdem wartet der Multiplayer mit einem Splitscreen- und einem Hot-Seat-Modus auf. Nach anfänglichen Verbindungsproblemen laufen die Online-Server mittlerweile sehr gut, sodass WRC 7 auch im Multiplayer eine Menge Spaß bereitet.


Stagnation 

Auf technischer Ebene hat sich im Vergleich zum Vorjahresmodell allerdings nur wenig getan. Grafisch rangiert der Titel gerade einmal auf durchschnittlichem Niveau. Vor allem die Lichteffekte und Fahrzeugmodelle sehen jedoch hübsch aus und das Spielgeschehen läuft angenehm flüssig über den Bildschirm. 60 Bilder pro Sekunde gibt es jedoch leider nicht. Zudem können die Umgebungsdetails da nicht ganz mithalten und hässliches Kantenflimmern, sowie matschige Texturen stoßen weiterhin sauer auf.

Auch an der Vertonung hat sich nur wenig getan, die Qualität der Sounds variiert noch immer sehr stark. Während die Motorengeräusche beispielsweise stellenweise sehr gut klingen, sind eure Co-Piloten offenbar noch immer in einer Billig-Roboterfabrik gebaut worden. 

WRC 7
Vor allem die Lichteffekte sind sehr gut gelungen.

Bei der drögen Präsentation und den langweiligen Menüs gibt es ebenfalls keinerlei Verbesserungen zu melden, hier merkt man dem Team noch immer das äußerst geringe Budget deutlich an. Ärgerlicher ist da allerdings das inkonsequente Schadensmodell, welches eure Unfälle nicht originalgetreu umsetzt. 

Die Auswirkungen auf das Fahrverhalten fallen leider sehr mager aus. Nur wenn ihr mit Vollgas gegen einen Stein brettert und sich einer eurer Reifen vom Acker macht, werden Auswirkungen auf die Lenkung spürbar. Ansonsten sind die Schäden zumeist rein optischer Natur.

WRC 7
Bei Technik und Präsentation ist noch immer viel Luft nach oben.

Fazit:

Der Aufwärtstrend geht weiter. Wirkliche Neuerungen bietet WRC 7, mal abgesehen von der aktuellen Lizenz, allerdings kaum. Doch das Fahrverhalten präsentiert sich noch eine Spur realistischer, als noch im Vorgänger und auch in Puncto Streckendesign ist eine deutliche Steigerung spürbar.

Auf der anderen Seite stehen aber noch immer die durchwachsene Technik und die magere Präsentation. Zudem wurde das Schadensmodell nur halbherzig umgesetzt und der Regen wirkt sich viel zu wenig auf das Fahrverhalten aus. Dennoch macht WRC 7 dank spannender und abwechslungsreicher Rallyes eine Menge Spaß und dürfte nicht nur Genre-Neulinge für einige Kilometer an das Gamepad fesseln. 


 

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