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Winter Sports 2011 – Go for Gold

[one_half last=“no“][gameinfo title=“Infos zum Spiel“ game_name=“Winter Sports 2011 – Go for Gold!“ developers=““ publishers=“dtp entertainment“ platforms=“Xbox 360, PS3″ genres=“Sport“ release_date=“29.11.2010″][/one_half]

Spielmodi: Viel Altbekanntes, wenig Neues

Eines vorweg: Winter Sports 2011 ist kein offizielles Spiel zur Winter-Olympiade, sondern einfach „nur so“ erschienen. Es bietet deshalb auch nicht ganz so viel Umfang, aber immerhin warten dann doch neun Sportarten, darunter z.B. Bobfahren oder Eiskunstlauf, auf den oder die Spieler.

Zu Beginn hat man die Möglichkeit aus einem Einzel- sowie Multiplayermodus zu wählen. Der Einzelspielermodus bietet dann auch noch die Modi Karriere, Quick Cup und Training. Training dürfte klar sein: Man übt die einzelnen Sportarten, um sich für die Karriere fit zu machen. Im Karrieremodus entscheidet man sich für ein bestimmtes Team, dass sich aus Athleten der unterschiedlichen Disziplinen zusammensetzt. Ein Team zusammenstellen oder managen kann man nicht und auch die einzelnen, etwas generischen Figuren, werden einem fertig vorgesetzt. Durch Erfolge sammelt man Erfahrungspunkte, mit denen man die Fähigkeiten seiner einzelnen Sportler anpassen und verbessern kann, was sich im Spielverlauf dann auch tatsächlich bemerkbar macht. Nach und nach schaltet man im Single-Player-Modus dann auch drei verschiedene Schwierigkeitsgrade frei, die den Spielspaß etwas verlängern. Über lange Zeit motivierend sind auch die 40 unterschiedlichen Herausforderungen. Im Quick Cup stellt man sich einer Reihe von vorgegebenen Wettbewerben – hier kommt man etwas schneller ins Spielgeschehen herein als beim Karrieremodus.

Man kann das Spiel zwar allein spielen, Spaß macht es aber auch mit Freunden. Ob an einer Konsole mit drei Freunden im Splitscreen oder online – Winter Sports bietet gleich zwei Mehrspielervarianten. Wobei es online schwierig sein dürfte Mitspieler zu finden, denn der Titel dürfte nicht allzu weit verbreitet sein. An Mehrspielermodi gibt es auch ein paar, aus denen man wählen darf: z.B. Münzensammeln oder Capture-the-Flag, aber auf ein Sportspiel angepasst. Auch hier zeigt sich, dass Realismus und Simulation auf der Tagesordnung wohl eher kurz vor dem Schlusswort standen, während auf durchaus kreativen Varianten althergebrachter Sportarten eher das Augenmerk liegt.

Winter Sports ist keine Simulation

Winter Sports nimmt es auch mit dem Realismus nicht ganz so ernst. Die Strecken abkürzen oder Gegner rammen – was in vergleichbaren Titeln mit Punktabzug oder gar Disqualifikation bestraft würde, bietet dem Spieler hier die eine oder andere taktische Möglichkeit, mit der ein womöglich schon verloren geglaubter Sieg dann doch noch erreicht werden kann. Freunden des Simulations- bzw. Realismusaspektes bei Sportspielen wird die aufgelockerte Atmosphäre vermutlich weniger gefallen.

Die Steuerung ist relativ einfach gehalten, was auch Spielern, die sonst nicht allzu viel Erfahrung mit Sportgames haben einen recht schnellen Einstieg mit ersten Erfolgserlebnissen erlaubt. Wichtig ist beim Gameplay vor allen Dingen das Adrenalin, dass sich allmählich auflädt und dass euch z.B. beim Bobfahren zusätzliche Geschwindigkeit verschafft. Richtig eingesetzt kann dieses Feature so manchen Wettbewerb entscheiden. Doch auch trotz diesem Features fühlt sich das Gameplay manchmal etwas repetitiv und monoton an.

Humor ist nicht, wenn man trotzdem lacht

Der Ansager, der das Geschehen vor den Wettkämpfen kommentiert, wirkt als käme er gerade aus dem Frühstücksradio eines x-beliebigen Lokalsenders und kalauert sich unlustig von einem vermeintlichen Schenkelklopfer zum Nächsten. Humor in Videospielen kann großartig sein, wenn er denn wirklich lustig ist und in das Spiel passt. Hier trifft nichts davon zu. Wesentlich lustiger ist da schon das Yeti-Maskottchen, das einiges an Slapstick-Manövern auf Lager hat – die Stummfilmkomik funktioniert hier sehr viel besser als die verbale des Morning-Show-Moderators. Witzig ist auch das Verhalten der eigenen und gegnerischen Athleten, die sich vor dem Wettkampf gerne mal etwas „necken“.

Grafisch ist das Spiel ok, akustisch auch, wobei das bereits erwähnt Gequake des Moderators wirklich nerven kann. Man verpasst auf jeden Fall nicht allzu viel, wenn man den Ton abstellt.

Insgesamt richtet sich Winter Sports 2011 wohl eher an Sportspiel-Neulinge. Wer eine möglichst realistische Sortsimulation möchte, der ist hier definitiv falsch. Das macht Winter Sports 2011 aber nicht schlechter, denn die neuen und unrealistischen Elemente geben dem Spiel auch einige interessante Aspekte, die man so noch nicht allzu oft gesehen hat. Leider bietet die 2011er-Variante jedoch nur wenig Neuerungen gegenüber der Version aus dem Vorjahr.

[tabs tab1=“Fazit“]

[tab]Winter Sports 2011: Go for Gold richtet sich mit simpler Steuerung und nicht ganz realistischen Spielmodi eher an die Einsteiger unter den Sportspielern. Wer eine Simulation sucht, der ist hier falsch. Wer jedoch auch mal Spielmodi abseits der Karriere zocken möchte, der kann hier ruhig einmal reinschauen. Auch mit mehreren Spielern an einer Konsole macht es Spaß, online wird man Mitspieler wohl eher lange suchen müssen. Die Grafik ist ok, die akustische Untermalung auch. Jedoch ist der Möchtegern-lustige Moderator sehr nervig, da er vor jedem Wettbewerb irgendwelche unsinnigen Sprüche klopfen muss. Negativ fällt außerdem ins Gewicht, dass es gegenüber dem letztjährigen Vorgänger kaum Veränderungen oder Neuerungen gibt.[/tab]

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Vielen Dank an dtp entertainment für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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