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White Knight Chronicles

[one_half last=“no“][gameinfo title=“Infos zum Spiel“ game_name=“White Knight Chronicles“ developers=““ publishers=“Sony Computer Entertainment“ platforms=“PS3″ genres=“Rollenspiel“ release_date=““][/one_half]
White Knight Chronicles ist schon seit Längerem auf dem Markt erhältlich, wir hatten jedoch erst jetzt das Vergnügen, den Titel anzuzocken. Ob der von Level 5 entwickelte Titel uns überzeugen konnte, lest ihr in unserer Review.

Spannung, Humor und Klischees

Zu Beginn des Spieles habt ihr die Möglichkeit, einen eigenen Avatar zu erstellen. Rollenspielfans kommen da schon auf ihre Kosten, da wirklich fast alles eingestellt oder verändert werden kann, seien es nun Kopfgröße oder Ohrenlänge. Was hier allerdings stört ist die Tatsache, dass euer Alter-Ego im Single-Player absolut keinen Sinn hat oder irgend eine Rolle spielt. Manchmal kommt dieser Avatar einem wie der schweigsame, einsame Ritter vor, der nicht weiß, was er überhaupt hier zu suchen hat. Nichtsdestotrotz braucht man ihn in den Onlinefunktionen – dazu später aber mehr.

Die Story des Spiels ist zwar recht klischeehaft aber trotzdem sehr gelungen erzählt. Man schlüpft in die Rolle des Laufburschen Leonard, der anfangs Wein ins Schloss bringen muss zu den Festlichkeiten der Prinzessin Cesna, die volljährig wird. Aber die Party wird, wie so oft, gestürmt vom bösen Volk der Magi, die nichts Besseres zu tun haben, als den König und die eingeladenen Gäste zu terrorisieren. Nachdem ein böser General namens Dragias, der aussieht wie Saurons jüngerer Bruder,  den König tötet, versucht er das Gleiche auch mit dessen Tochter.

Aber Moment, da war doch noch was: Natürlich! Ihr als Laufbursche erkennt, dass die Prinzessin (eure große Kindheitsliebe) in Gefahr ist und rettet sie natürlich heldenhaft. Nur: Wohin jetzt? Ab in den Keller, wo man auch schon schnell zu einer großen weißen Rüstung kommt. Dort angekommen bietet sich ein Spektakel, denn ein riesiges Monster, das nur das Ziel hat, euch zu vernichten, stellt sich euch in den Weg. Was nun? Als armer kleiner Milchbubi seid ihr hoffnungslos aufgeschmissen, wäre da nicht die Rüstung. Durch eine Substanz namens Arkanum wird man Herr des White Knight- jetzt kann man dem Monster nach allen Regeln der Kunst eins auf die Nuss geben. Nach diesem Kampf wird die Prinzessin aber trotz all der Bemühungen  entführt. Mit dem Reich in Trümmern liegend und ohne Thronnachfolger wird natürlich Leonard, der Herr des mächtigen Knights, entsandt, um die Prinzessin zurückzubringen. In der weiteren Story trefft ihr auf diverse Gefährten, die euch in eurem unternehmen unterstützen. Ob der Kampf gegen die Magi erfolgreich sein wird, liegt nun an dir.

Individuelles Schlachten

Gekämpft wird in Echtzeit – Es gilt jedoch Aufladezeiten der jeweiligen Aktionen abzuwarten. Die teilweise sehr lange Aufladezeit der Aktionen nervt und es kommt einem so vor, das so nur die Kämpfe unnötig in die Länge gezogen werden, was bloß ein kleiner Kritikpunkt ist. Wer denkt, dass er nur auf Super-Monster trifft, die nur mit einer bestimmten Taktik zu bewältigen sind, hat nicht ganz recht, denn die Kämpfe gehen meist simpel und recht schnell von der Hand. Dafür kann aber auch auf eine Vielfalt an Waffen und Zaubersprüchen zurückgegriffen werden-  seien es nun Zweihandwaffe, Schild und Schwert, göttliche oder schwarze Zaubersprüche.

Man kann auch indviduelle Kombos erstellen, die durch das rechtzeitige Drücken der X-Taste gelingen, auch hier heißt es, stets wachsam zu sein. Für die Kombos braucht man sogenannte Aktionchips, die je nach Größe und Umfang der gewählten Attacke verbraucht werden. Aufgeladen werden die AC mit Standardattacken. Wo ihr anfangs noch Kombos mit nur drei AC machen könnt, werden in den höheren Levels bis zu 15 Stück freigeschaltet.

Nach jedem Aufstieg der Stufe habt ihr die Wahl zwischen acht Talentbäumen: Ein-und Zweihandschwert, Speer, Bögen, Zweihandaxt, Stab, Göttliche und schwarze Magie, in denen man sich nach Lust und Laune austoben kann. Mit Hilfe des Verbindungsladens kann man im späteren Spielverlauf neue Waffen oder Rüstungen aus gefundenen Gegenständen zusammenbauen. Hier gilt: Je  mächtiger die Waffe, desto seltener sind die Items, die man zu ihrer Fertigstellung braucht. Auf jeden Fall garantiert dies Langzeitspaß für Sammler.

Um den Spielspaß weiter anzukurbeln gibt es auch diverse Quests, Botengänge oder aber auch Kopfgeldmissionen. Diese Nebenquest lassen sich über die Online-Funktion mit bis zu drei Mitstreitern erledigen. Während es im Single-Player an taktischer Notwendigkeit mangelt, kommt man online gar nicht um eine Strategie herum. Oft lassen sich die Bossgegner der Quests nur mit gut organisiertem Team und einer ebenso guten Taktik bewältigen. Nach jeder Quest gibt es Geld, Erfahrung und Gildenpunkte. Mit aufsteigendem Gildenrang spielt ihr weitere Quests frei oder neue Items oder Vergrößerungen für die eigene Stadt. Diese könnt ihr hochladen um euch mit euren Onlinegefährten zu treffen. Beim Bau der Stadt kann man sich à la Harvest Moon austoben. Man muss sich im Singleplayer auf die Suche machen nach Bewohnern für diese Stadt. Ob man einen Koch oder Krieger braucht, ist im Enddefekt eure Entscheidung, aber diese wirkt sich auch auf die Stadt und die Vielfalt eurer Läden aus.

Hübsch, aber streckenweise angestaubt

So schick wie die wenigen Rendersequenzen zeigt sich die eigentliche Optik leider meistens nicht. Sympathische Elemente wie die lustigen Hasenmenschen, manches hübsche Haus oder die effektreichen Attacken des Ritters stehen teils schwachen Texturen, Slowdowns und Popups gegenüber. Gelungen ist, dass jeder Ausrüstungswechsel auch optisch dargestellt wird, egal ob Waffe, Rüstung oder Accessoires wie Umhänge. Die Charaktere sehen recht primitiv aus, die Texturen verwaschen, die Effekte billig und die Sichtweite reicht von nahezu grenzenlos bis hin zu „Hoppla, wem gehören denn die riesigen Beine, die da gerade um mich herum aus dem Nichts erschienen sind?“.

Was auf jeden Fall sehr gelungen ist, ist die stimmungsvolle und abwechslungsreiche Musik des Spiels. So hat beispielsweise jedes Gebiet seine eigenes Theme. Diese Gebiete sind auch sehr umfangreich, die Bandbreite reicht von der fruchtbaren Ebene bis zur trostlosen Wüste. Die Städte sind zudem sehr schön gestaltet, wie beispielsweise die Hauptstadt des Königreichs Balandor oder die sich auf dem Rücken eines Monsters befindliche Stadt Greede. Die sehr gute Sprachausgabe gibt es zwar nur auf Englisch, immerhin wurde bei White Knight Chronicles aber, im Gegensatz zu manch anderem Genrevertreter dieser Generation, eine gelungene deutsche Übersetzung der Bildschirmtexte angefertigt.

[tabs tab1=“Fazit“]

[tab] White Knight Chronicles ist ein gutes und solides Spiel, das leider viel kleine Mängel aufweist. Wer nur offline spielt, wird nicht das gesamte Spielspaßpotential nutzen, weil gerade hier die eigene Stadt ein enorme Zusatzmotivation darstellt. Das technische Grundgerüst ist leider wenig zeitgemäß: Viele Effekte wirken veraltet, den Texturen mangelt es oft an Details, die Bildrate könnte stabiler sein und es nervt, wenn Gegner manchmal erst direkt vor der Nase ins Bild ploppen. Auch sonst gibt es einige Dinge, die störend wirken – von der nicht lippensynchronen englische Sprachausgabe bis hin zum stummen Statistendasein der selbst erstellten Spielfigur. Im Gegenzug bietet White Knight einen extrem motivierenden Abenteuerspielplatz mit zahlreichen Sammel- und Erkundungsreizen, spannender Story und kurzweiligem Koop-Modus à la Monster Hunter. Zurzeit testen wir die Fortsetzung des Titels. wie dieser uns gefällt, erfahrt ihr bald hier. Als kleinen Tipp zum Schluss möchten wir noch hinzufügen, dass beim White Knight Chronicles II der komplette erste Teil als Zugabe beigefügt ist – wer den ersten also noch nicht gespielt hat, der sollte sich den zweiten kaufen und damit gleich beide Teile bekommen.[/tab]

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Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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