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Virtua Tennis 4

[one_half last=“no“][gameinfo title=“Infos zum Spiel“ game_name=“Virtua Tennis 4″ publishers=“SEGA“ platforms=“Xbox 360, PS3,Wii“ genres=“Sport“ release_date=“29.04.2011″][/one_half]

Der Filzballsport Tennis gilt bis heute zu einem der beliebtesten Sportarten Deutschlands. Auch wenn derzeit Idole wie Boris Becker oder Steffi Graf fehlen, kann der Sport durchaus einiges an Popularität für sich in Anspruch nehmen. Nur gut dass der Sport auch unter den Gamern beliebt ist. So können wir uns in diesem Jahr neben dem neuesten Teil von 2K Games Top Spin Serie auch über Virtua Tennis 4 von Sega freuen. Wie sich Sega’s Arcade Tennis dabei in unserem Test geschlagen hat verraten wir euch an dieser Stelle!

Tennis meets Rollenspiel?!

Nachdem Sega im Jahr 2009 mit Virtua Tennis 2009 den bislang letzten Ableger der Serie veröffentlichte, wurde es etwas ruhiger um die einstige Kultserie. Doch nun legt der japanische Traditionskonzern nach und will mit Virtua Tennis 4 und neuer Bewegungssteuerung auf allen aktuellen Konsolen begeistern. Auch mit neuer Steuerung bleibt die Serie aber ihren Wurzeln treu und baut voll und ganz auf ein absolut zugängliches und intuitives Arcade Gameplay. Simulationslastige Ballwechsel wie in der Top Spin Reihe sucht ihr hier also vergeblich!

Kernstück des Tennisspektakels ist der neue Karrieremodus. Hier bereist ihr mit einem eigens, in dem recht knapp geratenen Editors erstellten Sportlers auf einer Art Spielbrett um die ganze Welt, nehmt an Turnieren teil, übt auf dem Trainingsplatz und absolviert einige Minispielchen, um zum größten Tennissportler auf der Welt zu werden. So rückt ihr Feld um Feld auf dem Spielbrett vor und nehmt an Fantasieturnieren teil oder absolviert eure Trainingseinheiten. Ausgiebiges Trainieren und Erfolg bei den Turnieren resultiert in einer Fähigkeitenverbesserung eures Sportlers. Hier werden sogar vereinzelt Elemente zur Verbesserung eures Alter Egos eingesetzt die an ein Rollenspiel erinnern. Zudem müsst ihr während eurer Karriere auf ein gesundes Maß an Abwechslung und Ausgleich für euren Sportler sorgen. Überansprucht ihr seine Fähigkeiten kann es schnell zu Erschöpfungen und gar Verletzungen kommen.

So rackert ihr euch nach und nach auf eurem Weg nach oben durch immer wichtigere Turniere, eh ihr dann bei den großen Turnieren teilnehmen könnt. Leider hat Sega keinerlei Lizenzen für die jeweiligen Turniere erhalten und auch in Sachen Sportlern fällt der Umfang recht mau aus. Gerade einmal 19 Originalspieler haben es auf die Wii Version geschafft. Dafür sind dabei so ziemlich alle aktuellen Größen wie Roger Federer oder Rafael Nadal dabei. Auf einen Boris Becker müsst ihr aber leider verzichten, den gibt es nur in der PlayStation 3 Version mit zwei weiteren Exklusiv-Charakteren.

Auf dem Platz selber bleibt gameplaytechnisch alles beim Alten. Wobei halt! – In der Karriere und im Schnellen Spiel ist es nicht möglich die Tennismatches mittels der Bewegungssteuerung der Wii Remote durchzuführen. Ihr könnt diese lediglich mit der quer gehaltenen Wii Remote bestreiten, weshalb aufgrund mangelnder Eingabemöglichkeiten ein äußerst simples Bedienschema entsteht, das den flotten Arcadematches aber zugutekommt. Einzige Neuerung im Gameplay ist das sogenannte Match Momentum. Dies ist eine Anzeige, die ihr mit erfolgreichen Ballwechseln füllt und zu gegebener Zeit aktivieren könnt, um einen imposant in Szene gesetzten Super Schlag auszulösen!

Warum aber kann man nicht aktiv werden und mittels Wii Remote fleißig fuchteln, um den Ball über den Court zu schießen? Das weiß Sega wohl selbst nicht so wirklich, zumal es einen Spielmodus namens Motion Play gibt, in dem ihr das Spiel aus den Augen eines Tennisspielers spielt und den Tennisschläger dank Wii Motion Plus erstaunlich genau spielen könnt. Leider beschränkt sich das Motion Play lediglich auf kleinere Minispiele für zwischendurch und Showmatches. Es ist uns ein Rätsel, warum Sega diese Steuerungsmöglichkeit nicht auch in den übrigen Spielmodi zur Auswahl gegeben hat.

Onlinematches und eine zweischneidige Technik!

Wer einmal keine Lust auf den Singleplayermodus und zudem keine Freunde zur Hand hat, der kann sich in dem für Wii Verhältnisse soliden Onlinemode austoben. Hier tretet ihr in Freundschafts- oder Ranglistenspielen gegen Tennisspieler auf der ganzen Welt an, um euch auch weltweit in den Bestenlisten festzusetzen. Leider gibt es keine Möglichkeit Turniere zu erstellen, um so für einen noch größeren Anreiz zu sorgen.

Dafür ist die Performance des Onlinemodus in unserer Testsession stets sehr gut gewesen. Ruckler und Lags stören kaum bis gar nicht, sodass ihr euch voll und ganz auf die Partien konzentrieren könnt.

Weniger erfreulich ist dafür die gesamte optische Präsentation des Titels. Die Umgebungen und Stadien sehen leblos und sehr detailarm aus. Hier wäre einiges mehr gegangen um eine authentische und vor allem lebendige Tennis Atmosphäre zu erzeugen. Lobenswert sind allerhöchstens die einzelnen Spieler, die einen guten Wiedererkennungswert besitzen und nett animiert über den Platz hetzen. Auch in Sachen Sound herrscht gähnende Langeweile. Die Zuschauerkulisse scheint sich kaum für die Partien zu interessieren und belohnt nur in den seltensten Fällen die Geschehnisse mit Jubel und einem Raunen. In den Menüs erwarten euch unauffällige Hintergrundmelodien, die nicht der Rede wert sind. Man muss wirklich sagen, dass hier auch auf der Wii weit mehr möglich gewesen wäre und Sega unnötig Potenzial, wie schon bei der Steuerung, liegen lässt.
[tabs tab1=“Fazit“]

[tab]Der Karrieremodus macht Spaß und auch die Matches versprechen einen zugänglichen Arcadespaß mit einer tollen Spielbarkeit. Warum aber verschenkt Sega so viel Potenzial in Sachen Präsentation und Bedienung? Gerade auf einer Konsole wie der Wii, die prädestiniert für eine Bewegungssteuerung ist, wird es dem Spieler verwehrt seine Karriere mittels Schwungmechanik zu absolvieren. Dabei wird doch im Motion Play eindrucksvoll bewiesen, dass die Steuerung mittels Wii Motion Plus ganz gut funktioniert?! So bleibt im Endeffekt ein gutes Arcade Tennis, das viel Potenzial ungenutzt lässt und sich auch gegen EA Sports Grand Slam Tennis auf der Wii nicht durchsetzen kann![/tab]

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Vielen Dank an SEGA für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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