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PS Vita Tests

Testbericht: Z-Run

Das Runner-Genre hat sich auf Smartphones schon lange etabliert und so war es auch nur eine Frage der Zeit, bis die PlayStation Vita einen Ableger bekommt. Mit Z-Run will man das Genre nun auch auf Sonys Handheld verbreiten, doch leider ist der Versuch nicht ganz geglückt. Wieso, das lest ihr am besten selbst!Z-Run_Screen_1

Runner? More like Walker

Wer mag Zombies nicht? Und Runner sind doch eigentlich auch angesagt. Beide miteinander verbunden sollte doch für einen kurzweiligen Spaß reichen. Doch leider fehlt dem Titel selbst dazu die Ausdauer. In Z-Run rennt man durch kurze Abschnitte, um vor den Zombies zu fliehen. Auf einer Karte hat man oftmals die Wahl zwischen mehreren Routen und kann sich so selbst den Weg zur Rettung bahnen. Will man es mehr klassisch, kann man aber auch in einen Endlosmodus schalten. Die ersten Hinweise darauf, dass hier ein überambitioniertes Team am Spiel dransaß, sind die unzähligen Tutorialpassagen in den ersten Leveln. So hat man anstatt den typischen drei Wegen von anderen Runnern das volle Bewegungsspektrum und kann von links nach rechts da stehen, wo man will. Das hat den Nachteil, dass Objekte oft so platziert wurden, dass man häufig hin und her laufen muss und dank der schlechten Kollisionsabfrage trotzdem in alles hineinläuft. Das kostet Energie und die ist schnell aufgebraucht. Ebenso die Ausdauer, die durch stetiges Sprinten, Schlittern und Springen ebenfalls oft aufgebraucht ist.

Daneben kann man Waffen benutzen, die sich allerdings schnell abnutzen und keine Reichweite haben, sodass man trotzdem in alles hineinläuft. Man verliert dank der undurchdachten Programmierung oft ein Bildschirmleben, was sehr ärgerlich ist. Noch ärgerlicher wird es, wenn man sich das Spiel einmal in Bewegung anschaut, denn hier wird nicht gerannt, hier wird im gemütlichen Tempo durch den Park gejoggt. Es gibt zwar eine Sprinttaste, aber zu oft sind Hindernisse im Weg, für welche man sich die Ausdauer besser aufsparen sollte. So kommt überhaupt kein Spielfluss auf und schon nach den ersten zwei, drei Leveln stellt sich Langeweile ein.Z-Run_Screen_2

Made for PlayStation Vita

Downloadspiele müssen aus der Vita nicht alles rausholen. Ein toller Artstyle allein macht da mehr Sinn, wie es etwa OlliOlli gezeigt hat. Z-Run versucht mit seinem Grafikstil eine Mitte zwischen Realismus und Artstyle zu finden, doch es schafft dies eben nicht. Die Umgebungen sind uninteressant und wiederholen sich zu oft. Die kleinen Passagen in den jeweiligen Abschnitten ähneln sich bis auf die letzte Mülltonne. Die Optik erfüllt ihren Dienst, bietet aber nichts besonderes. Für das geringe Spieltempo ist immerhin die Framerate konstant und auch die Steuerung geht schnell in Fleisch und Blut über. Blut ist auch ein gutes Stichwort, denn dieses spritzt bei Angriffen auf die Zombies gelegentlich auf den Bildschirm und lässt sich dann durch Streichen über den Bildschirm wegwischen. Der Soundtrack ist ganz nett und zwei wählbare Figuren geben immerhin ein wenig optische Abwechslung. Leider fehlt es dem Spiel letztlich am Tempo und Präzision, welche alle anderen Runner ausmachen – und das merkt man leider am fehlenden Spielspaß. Zu einem Adrenalinstoß wird es nie kommen und Spannung vermisst man bei dieser Art von Spiel nur ungerne.


Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters!

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