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Reviews Wii U

Testbericht: Wooden Sen’SeY

Wenn auf der Wii U ein Genre nicht zu kurz kommt, dann ist es das der Jump’n’Runs. Egal ob mit Mario, Donkey Kong, Sonic the Hedgehog oder Rayman – die Auwahl ist groß und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer dennoch immer wieder auf der Suche nach neue Plattformern ist, für den will Wooden Sen’SeY nun Abhilfe schaffen – und ja, der Titel wird wirklich so geschrieben. Ob das Spiwl keine Wünsche mehr offen lässt oder man lieber die Finger davon lassen sollte, das lest ihr hier!Wooden_Sen_SeY_Screen_1

Revenge of the Jedi

Aliens… Schwarze Blobs haben den Reiswein gestohlen und nun liegt es an Goro und seiner Axt, ihn wiederzubeschaffen. Dabei hüpft er durch allerlei traditionell japanische Hintergründe, wenn es nicht gerade in einem U-Boot auf Tauchstation geht oder man in späteren Passagen auch einige SciFi-Elemente zu sehen bekommt. Wooden Sen’SeY ist ein 2D-Hüpfer mit einigen interessanten Ansätzen. So verfügt Goro über oben erwähnte Axt, mit welcher er die schwarzen Blobs angreifen kann – rein theoretisch. Ein Greifhaken erlaubt es Goro höher zu springen oder weite Abgründe zu überwinden – rein theoretisch. Dies könnte man nun endlos so fortführen, aber Wooden Sen’SeY hat ein gewaltiges Problem: Es fühlt sich einfach nicht gut an.Wooden_Sen_SeY_Screen_2Die Angriffe kann man durch Buttonmashing als Kombo verbinden. Jedoch ist die Reichweite der Axt so gering, dass man stets in die Gegner reinläuft und entsprechend selbst Treffer kassiert. Da hilft es auch nicht, dass es in jedem Level mehrere Abschnitte gibt, in denen man nur voranschreiten kann, wenn man eine vorgegebene Anzahl an Gegner bezwungen hat, die natürlich von Stage zu Stage schwieriger werden. Zusammen mit einer frustigen Kollisionsabfrage verliert man ständig Energie und massig Leben. Gut das der Titel einen wenigstens damit zumüllt, Leben sollten einem nie ausgehen. Auch der Greifhaken ist so eine Sache. Will man einen höheren Sprung vollführen, muss man das Wii-U-Gamepad entweder einmal nach unten schwingen oder drückt einfach mit dem Analogstick nach unten. Weshalb man einen 2D-Plattformer nicht mit dem Steuerkreuz steuern kann, ist ebenso ein Rätsel, denn gut fühlt sich die Steuerung nicht an. Die Laufwege des Analogsticks sind einfach zu lang für die präzisen Manöver die das Spiel teilweise vom Spieler abverlangt und so vergeigt man unnötig oft hohe Sprünge. Selbiges gilt für die Schwungmechanik. Diese wird durch das Hin- und Herschwingen des Gamepads gelöst, was besonders nervt wenn man den Titel über das Gamepad zockt. Die U-Boot-Passagen leiden ebenfalls unter der Kollisionsabfrage, spätere Levelhindernisse und wenige Checkpoints fallen bei immer schnelleren Ableben negativ auf.Wooden_Sen_SeY_Screen_3

Immerhin die Technik ist okay

Wenigstens sieht es ganz okay aus und klingt auch ganz nett. Die Musik und die Soundeffekte stören nicht, es fehlen allerdings Highlights. Goros stereotypisches Lachen geht jedoch schnell auf die Nerven. Die Optik weiß mit einigen farbfrohen und effektreichen Hintergründen hin und wieder zu begeistern, ansonsten ist der Artstyle, genau wie das Spiel selbst, leider völlig belanglos. Die „Menschen“ haben keinerlei Animation, die schwarzen Blobs als Gegner wirken uninspiriert. Da können auch die immerhin 30 Level sowie Zeitrennen nichts dran ändern, dass Wooden Sen’SeY einfach das besondere Etwas fehlt. Wäre wenigstens die Steuerung präzise und die Kollisionsabfrage nicht so ungenau, hätte man von Standardkost sprechen können. So bleibt unterm Schlussstrich leider ein Spiel ohne jegliche Ambition und einer Menge vorprogrammierter Frust.


Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters!

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