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PS4 Reviews

Testbericht: WipEout: Omega Collection

Mit der WipEout: Omega Collection kehrt Sonys gefeierte Kultserie nach fünf Jahren Abstinenz endlich auf den Bildschirm zurück. Die Remake-Sammlung aus WipEout HD, WipEout HD Fury und WipEout 2048 macht unmissverständlich klar, wie sehr wir die Reihe doch vermisst haben.


WipEout: Omega Collection – Die volle Dröhnung

In atemberaubender Geschwindigkeit ziehen die Wolkenkratzer an meinem Schiff vorbei, während ich durch engen Kurven gleite und Sprünge meistere. Fette Elektrobeats wummern durch die Lautsprecher. Aaaah, wie hab‘ ich das vermisst!

Mit der WipEout: Omega Collection schnürt Sony ein hervorragendes Bundle, welches sich gleichermaßen an Serienfans und Neueinsteiger richtet. Während sich das Remake des nunmehr neun Jahre alten PS3-Klassikers HD mit den wenigsten Neuerungen begnügen muss, zeigt sich vor allem die Neuauflage von WipEout 2048 stark verbessert.

Die WipEout: Omega Collection sieht bombastisch aus.

Die grafische Überarbeitung aller drei Spiele ist den Entwicklern hervorragend gelungen. Vor allem die neuen Details wie Flammen aus dem Auspuff der Gleiter oder die Hitzeeffekte sehen fantastisch aus und werten die ohnehin schon hübschen Spiele nochmals auf. Das führt im Endeffekt dazu, dass wir es hier mit einem der hübschesten PlayStation-4-Spiele zu tun haben, die aktuell erhältlich sind. Vor allem in 4K-Auflösung auf der PS4 Pro und mit konstanten 60 Bildern pro Sekunde ist das Spiel eine Wucht. 

Abgerundet wird die hervorragende Technik von einer starken Vertonung. Die Soundeffekte überzeugen auf ganzer Linie und auch der Soundtrack präsentiert sich serientypisch enorm stark und treibt mit bekannten Künstlern wie Deadmau5 oder The Prodigy das Adrenalin in die Höhe. 

Technisch ist die Sammlung über jeden Zweifel erhaben.

Hooked on a feeling

Auch aus spielerischer Sicht bietet die WipEout: Omega Collection nur wenig Anlass zur Kritik. Nach kurzer Eingewöhnungszeit gehen die actiongeladenen Rennen äußerst gut von der Hand. Genau so, als wäre man nie weg gewesen. Wirkliche Neuerungen sucht man in der Spielesammlung bis auf ein neues Fahrzeug jedoch vergebens.

Seinen Gleiter über die engen Strecken zu manövrieren und die Kontrahenten mit Powe-Ups zu beharken macht zumindest noch genauso viel Spaß, wie zu den Anfängen vor 22 Jahren. Seit jeher setzt die Serie dabei eher auf schnelles Reaktionsvermögen und den perfekten Einsatz der Luftbremsen, als auf Geschwindigkeiten jenseits von Gut und Böse. Und genau dieses Spielkonzept funktioniert auch im Jahr 2017 noch erstklassig. 

Die actiongeladenen Rennen machen Laune.

Das verdankt die Sammlung auch der äußerst präzisen Steuerung. Gerade 2048 profitiert von den Möglichkeiten des DualShock-4-Controllers, musste man doch auf der PSVita noch Abstriche in Kauf nehmen.

Umso erfreulicher, dass das Spielgefühl in allen drei Bestandteilen der Sammlung relativ gleich bleibt. Das ermöglicht auf Wunsch einen schnellen Wechsel während einer Spielsitzung. Schade nur, dass die drei Spiele vollständig voneinander losgelöst vorliegen und man den Wechsel über das Hauptmenü einleiten muss. Hier hätte der WipEout: Omega Collection ein gemeinsames Menü gut getan. 


So gut wie eh und je

Kernstück der Spiele ist natürlich der Karrieremodus. Dieser macht zwar eine Menge Spaß und motiviert mit fair ansteigendem Schwierigkeitsgrad auch auf Dauer, allerdings absolviert man darin eben nur Rennen um Rennen. Eine Präsentation um die Veranstaltung gibt es leider nicht. Zudem muss man in jedem der drei Remakes die Karriere von vorne beginnen.

Echte Neuerungen sucht man in der WipEout: Omega Collection vergeblich.

Für Abwechslung sorgen die coolen Zonenrennen. Darin ist man alleine auf den Kursen unterwegs. In den theoretisch endlosen Rennen ist die Geschwindigkeit unser größter Feind. Mit jeder absolvierten Runde wird unser Fahrzeug schneller und das Rennen endet, wenn unser Gleiter das Zeitliche segnet. Ein Adrenalinrausch, der seinesgleichen sucht.

Für Mehrspieler-Freunde spendiert Sony dem Spiel zusätzlich einen Splitscreen für bis zu zwei, sowie einen Onlinemodus für satte acht Spieler. Trotzdem hätten der Sammlung ein wenig mehr Umfang und weitere spielerische Neuerungen gut zu Gesicht gestanden. Doch das ist Meckern auf äußerst hohem Niveau.


Fazit:

AwardMit der WipEout: Omega Collection schnürt Sony ein hervorragendes Bundle für Serienfans und Neueinsteiger. Vor allem die Technik überzeugt dabei auf ganzer Linie. Knackige Texturen, flüssige Bildrate und schicke Umgebungen machen den Racer zu einem der schönsten PS4-Spiele überhaupt. Auch der Soundtrack präsentiert sich gewohnt stark, wenngleich er den Serienthron nicht erklimmen kann.

Spielerisch bieten die drei Neuauflagen ebenfalls nur wenig Anlass zur Kritik. Die Rennen sind spannend wie eh und je und machen dank cooler Strecken, sowie präziser Steuerung eine Menge Spaß. Schade nur, dass die drei Teile nur getrennt voneinander anwählbar sind und es quasi keine spielerische Neuerungen gibt. Auch in Sachen Umgang und Präsentation der Karriere bietet sich noch Luft nach oben. Doch das schmälert den Spielspaß nur wenig. Die WipEout: Omega Collection gehört in jede Spielesammlung!


Vielen Dank an Sony für die Bereitstellung des Testmusters!

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