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Testbericht: The Wolf Among Us Episode 4 und 5

Wir müssen zugeben, wir haben uns etwas Zeit gelassen. Vielleicht ein wenig zuviel Zeit. Aber pünktlich zum Finale von The Wolf Among Us bekommt ihr nicht nur unseren Testbericht zu Episode 4: „In Sheep’s Clothing“ und zum fulminanten Staffelabschluss mit Episode 5 namens: “Cry Wolf“, sondern auch unser Endfazit zur gesamten Staffel.

Bevor es los geht…

Allem voran sollten aber noch zwei kleine Hinweise erwähnt werden. Zum einen ist eine hundertprozentige spoilerfreie Review hier nicht garantiert. Zumal unser Hauptaugenmerk zunächst auf die Besprechung der vierten und fünften Episode liegt. Unser Endfazit allerdings wird spoilerfrei sein.

Zum anderen haben wir auch bereits Episode zwei (LINK) und Episode drei (LINK) getestet. Wer sich noch einmal die Testberichte hierzu durchlesen will (inkl. einer kurzen Zusammenfassung der Ereignisse der ersten Episode am Anfang der Episode zwei) kann dies gerne mit einem Klick auf die Links tun.

Nun wollen wir aber mal endlich mit dem eigentlichen Testbericht beginnen.

The Wolf Among Us Episode 4 Titel

Episode 4: In Sheep’s Clothing

Das Ende der dritten Episode hat unseren Helden Bigby ganz schön mitgenommen und das macht sich auch noch am Anfang der vierten Episode bemerkbar. Da muss der gute, alte, böse Wolf schon einmal selbst Hand anlegen und seine Wunden auf sehr schmerzhafte Art und Weise selbst versorgen. Das ist zwar nicht gerade schön anzusehen, aber „echten Kerlen“ wie unserem Bigby macht das nichts aus. Und immerhin gibt es auch noch einiges zu tun.

The Big Bad Wolf strikes again!

Weiterhin steht dieses überdimensionale imaginäre Fragezeichen im Raum! Wer steckt hinter all den Morden in Fabletown? Wer macht einem was vor? Wer will einen bei den Ermittlungen beeinflussen? Und was sind überhaupt die Motive?

So oder so, das allgemeine Misstrauen jedem Gegenüber wächst.

The Wolf Among Us Episode 4 Bild1

Und dies merkt man auch unserem Lieblingswolf an, welcher ja im Grunde nur den Spieler bzw. einen selbst widerspiegelt. So steht man selbst immer wieder kurz davor bei Gesprächen oder Verhören die Geduld zu verlieren und erneut (aber diesmal durchaus heftiger) die Fäuste spielen zu lassen. Oder man schließt das fiese Monster doch in sich ein und versucht durch schlaue Dialogoptionen das erwünschte Ziel zu erreichen. Egal wie man sich entscheidet, es wird nicht leicht.

Ermitteln, ermitteln, ermitteln…

Einzig zu beanstanden bei dieser Episode ist, dass es die vorletzte ist. Und ähnlich wie vor der letzten Folge einer erfolgreichen TV-Serie, wird auch hier alles kräftig gestreckt bzw. hinausgezögert, da man sich ja den „großen Knall“ fürs Finale aufheben will.

The Wolf Among Us Episode 4 Bild 2

So tritt man auch mehr oder weniger in „In Sheep’s Clothing“ auf der Stelle. Natürlich geht die Story trotzdem „etwas“ voran, leidet aber an zu wenig Abwechslung. Ein paar Interaktionen, eine Action-Sequenz, ganz viele Dialoge und ein gemächlicher Abschluss, der das Fundament fürs Finale legt. Das ist kurz und prägnant das, was euch Episode vier bietet und wie bei der ein oder anderen Serie bezweckt sie auch das, was sie soll: Die noch größere Vorfreude auf das Finale!

The Wolf Among Us Episode 5 Titel

Episode 5: Cry Wolf

Im Grunde wäre jedes Wort zu viel und ein zu großer Spoiler, denn dieses Finale sollte man einfach selbst erleben. Aber eines vorweg: Das Ende von The Wolf Among Us kann leider nicht ganz mit dem von der ersten Staffel von The Walking Dead mithalten.

Natürlich ist der Abschluss der Geschichte rund um unsere Fabelwesen immer noch sehr, sehr gut, kann aber einen leider nicht mehr so umhauen wie es noch Clementine und co. konnten.

The Wolf Among Us Episode 5 Bild 1

Ein möglicher Grund dafür könnte vielleicht sein, dass das Ende abgeschlossen aber gleichzeitig auch offen gestaltet wurde. Natürlich mit Bedacht auf eine mögliche zweite Staffel. Damit hat sich Telltale natürlich geschickt aus der Affäre gezogen und alle Möglichkeiten für die Zukunft offen gelassen.

Das kann man nun gut finden oder nicht, letztendlich bleibt dies jedem selbst überlassen.

Die richtige Mischunggold-9

Bestach Episode vier noch hauptsächlich mit seinen Dialogen wurde bei Episode fünf noch mal bei Telltale alles aufgefahren, was möglich war. So gibt es hier wieder eine nahezu perfekte Balance zwischen Action-Abschnitten, Quick-Time-Events und Dialogen. Wobei letztere dasselbe extrem hohes Niveau erreichen wie beim Ende der ersten The Walking Dead-Staffel.

Chapeau!


Vielen Dank an Telltale für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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