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PS4 Reviews

Testbericht: Tembo the Badass Elephant

Lieber eine Fliege im Porzellanladen als einen Elefanten in der Suppe

Stell dir vor es ist Krieg und kein Mensch geht hin. Aber wieso Menschen in den Krieg schicken, wenn die größte Geheimwaffe der Army nur einen Satellitenanruf entfernt ist? Das müssen sich die kreativen Köpfe von SEGA und Game Freak auch gedacht haben und so rufen sie Tembo, den Solid Snake der Tierwelt, zu den Waffen. Tembo the Badass Elephant erinnert stark an die alten Sonic-Spiele. Nur mit dem Unterschied dass man nicht als flinker Igel durch die Level rast, sondern ein dicker Elefant durch die Level und Welten poltert.

Die Story ist schnell erklärt: Eine Bedrohung namens PHANTOM-Armee sucht die Menschheit heim und die einzige Rettung für die Menschheit ist der namensgebende Held des Spiels. Bevor Tembo die tropische Insel verlässt, welche er sein zuhause nennt, muss allerdings noch die Grundausbildung absolviert werden, welche zudem auch das Tutorial des Spiels darstellt. Zwar leben Elefanten nicht auf tropischen Inseln, dies ist aber in Anbetracht der Tatsache dass Tembo der größte Motherfucker der Tierwelt ist, völlig irrelefant und so macht sich besagter Held auf den Weg, um für die Freiheit in den Krieg zu ziehen. Denn die bösen Jungs der PHANTOM-Armee haben die Städte, Berglandschaften und sogar Wüsten der Menschen ohne ersichtlichen Grund belagert und deren Einwohner versklavt und nur ein mutiger Elefant mit einem extrem stylischen roten Stirnband hat die Chance die Tyrannei der PHANTOM-Armee zu beenden.

Action ist in diesem rasanten Spiel garantiert.
Action ist in diesem rasanten Spiel garantiert.

Ein Elefant im Porzelanladen

So kämpft, stampft und rollt sich Tembo durch 18 abwechslungsreiche und liebevoll gestaltete Level, welche von Gegnern und Rätseln bevölkert sind. Die meisten Arten von feindlichen Kreaturen sind einfach per Sturmangriff zu besiegen, doch gerade die mechanischen Kreaturen und Panzer der PHANTOM-Armee sind vor allem bei der ersten Begegnung ziemlich knifflige Gegner welche dem Dickhäuter alles abverlangen. Doch Tembo wäre nicht Tembo, hätte er nicht eine Vielzahl von Möglichkeiten alle Arten von Gegnern aus dem Weg zu räumen. Neben Sturmangriffen, Stampfattacken und anderen physischen Angriffsoptionen verfügt Tembo über die nützliche Fähigkeit Wasser in seinem Rüssel zu speichern, womit er Geiseln aus brennenden Gebäuden retten oder Flammenwerfer mancher Feinde außer Gefecht setzen kann.

Zudem hat Tembo auf seinem Weg zum Weltfrieden immer wieder kleine Rätsel zu lösen. Diese sind meistens nicht besonders knifflig, allerdings hat die Lösung des Problems oftmals einen guten Lacher parat, was den Charme des Spiels um unseren erdnussliebenden Freund erheblich steigert. Da wir gerade davon sprechen: Von Anfang an werden euch Erdnüsse als Sammelbare Objekte zur Seite stehen. Wahrscheinlich war Tembo mal längere Zeit mit Popeye dem Seemann auf Reisen, denn was für Popeye der Spinat ist für den Elefanten die Erdnussbutter, welche er aus den Erdnüssen herstellt. Sammelt ihr 250 Erdnüsse erhaltet ihr ein Erdnussbutterglas, welches als zusätzliches Leben fungiert.

Erdnussbutter macht müde Elefanten munter. Popeye wäre stolz.
Erdnussbutter macht müde Elefanten munter. Popeye wäre stolz.

Da 18 Level ziemlich schnell absolviert sein können, haben sich SEGA und Game Freak eine meiner Meinung nach bescheidene Lösung einfallen lassen, wie man den Spieler länger an das Spiel fesselt. Anstatt Zusatzmodi für bestimmte Level einzuführen wird vor jedem Bosslevel eine Sperre eingesetzt, welches sich erst öffnen lässt wenn man eine bestimmte Anzahl an Feinden eliminiert hat. So muss man MEHRMALS bereits abgeschlossene Level erneut spielen, um vergessene Gegner ausfindig zu machen welche manchmal in den verstecktesten Ecken zu finden sind. Dies ist ziemlich nervig da die Level beim erneuten Betreten immer wieder von Neuem beginnen und bereits erledigte PHANTOM-Anhänger nicht erneut zum Schlosscounter hinzugefügt werden. Zudem gibt es auch einige Level, bei welchen die Frustrationsgrenze extrem angekratzt wird und solche Stages dann erneut zu absolvieren ist alles andere als ein Spaß.

Wenn man von der Anfangs-Cinematic absieht hat das Spiel zudem keine nennenswerte Story und auch die Bosskämpfe sind ziemlich einfach gestaltet, was einen etwas faden Beigeschmack hat. Besonders ärgerlich ist dabei das Thema Bosskämpfe, denn die grafisch top gestalteten Bosse können ziemlich wenig und verschwenden ihr Potential.

Tarnung ist alles. Den Einfluss der Pokemonentwickler bemerkt man spätestens bei den Gegnern(oder auch Tembo)  welche sich im hohen Gras verstecken.
Tarnung ist alles. Den Einfluss der Pokemonentwickler bemerkt man spätestens bei den Gegnern(oder auch Tembo) welche sich im hohen Gras verstecken.

Dennoch weiß das actiongeladene Jump’n’Run zu überzeugen, was vor allem der stimmigen Musik, der Comic-ähnlichen Grafik und dem Facettenreichtum der zu eliminierenden Feinde zu verdanken ist. Zudem ist das Setting rund um einen Elefanten als Kriegshelden elefantastisch lustig und sorgt selbst bei Leuten die zum Lachen in den Keller gehen für einige Schmunzler. Zudem sind circa acht bis zehn Stundenspielzeit für knappe 13 Euro vollkommen in Ordnung, denn solange dauert es bis man die Welt von der PHANTOM-Armee gerettet hat.

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