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Testbericht: Swords and Soldiers

„Swords & Soldiers“ – bei dem Titel könnte es womöglich bei dem ein oder anderen eifrigen Wii-Zocker klingeln! Denn dieses Spiel erschien bereits vor fünf Jahren in der WiiWare-Sektion des Wii Shops. Nun, einige Jahre später, gibt es nicht nur die sehr erfreuliche Meldung, dass Ende dieses Jahres ein Nachfolger dieses Games erscheint, sondern dass auch der erste Teil noch einmal neu für die Wii U aufgelegt wurde und dies nicht nur mit einer verbesserten Grafik sondern auch zu einem sehr schmalen Preis. Ob sich trotz allem ein Kauf wirklich lohnt, dass erfahrt ihr nur hier in unserem Test.

 „Bewaffnet euch Männer, denn wir ziehen in den Krieg!“

Swords and Soldiers ist ein Tower-Defense-Spiel, welches Einiges anders macht, als so mancher seiner etablierten Genrekollegen. Das auffälligste ist sicherlich die Perspektive, denn hier spielt man das Spiel nicht aus der klassischen Vogelperspektive sondern aus der Seitenansicht.

Swords & Soldiers Aufbau

Kernstück des Spiels bildet natürlich die Kampagne, welche hier den Namen „Feldzug“ trägt. Zunächst spielt man mit den mächtigen Wikingern, später mit Azteken und sogar eine Kampagne mit den Chinesen steht etwas später zur Auswahl. Innerhalb des Spiels wird man dann immer vor zwei Aufgaben gestellt. Entweder bedroht euch ein Gegner und ihr müsst eure Position verteidigen oder ihr schlüpft selbst in die Rolle des Angreifers und sollt euren Gegner vernichten.

Da allerdings einem im Leben Nichts geschenkt wird, weder im realen noch im virtuellen, heißt es auch hier, dass man irgendwie an Geld kommen muss, bevor es mit dem Kampf losgehen kann. In diesem Fall sollte man einen gut gefüllten Goldvorrat sein eigen nennen, welchen man stetig vergrößern kann indem man Goldgräber anheuert. Hat man genügend auf die hohe Kante gelegt, sollte man sich einige Krieger einkaufen beziehungsweise ausbilden. Allerdings gibt es hier je nach Volk auch verschiedene Spezialisierungen, wie Axtwerfer, Blasrohrschütze oder Frosthammer.

Hat man nun seine Kampftruppe zusammengestellt, zieht diese eigenständig Richtung Feind und versucht diesem den Garaus zu machen.

Es gibt immer was zu tun

Allerdings bedeutet dies nicht dass man sich von nun an entspannt zurückzulegen und einfach das bunte Treiben auf dem Bildschirm mitverfolgen kann. Immerhin sind die eigenen Krieger nicht unsterblich und deswegen sollte man stets darauf achten, falls nötig, Ersatz zur Front zu schicken. Weiser wäre es natürlich, während der Kämpfe auf die Gesundheit der wackeren Krieger zu achten und diese mit Manakräften entweder zu heilen oder mit den ein oder anderen Spezialangriffen wie Schneestürmen, diverse Fallen oder Blitz-Zaubern in der Schlacht zu unterstützen.

Swords & Soldiers Kampf

Am Ende jeder Schlacht, egal ob nun mit erfolgreichem oder einem doch eher unglücklichen Ausgang, bekommt man eine ganze Ladung an diversen Statistiken serviert. Von verbrauchten Manapunkten, abgebaute Goldeinheiten, ausgebildeten und verstorbenen Kriegenr bis hin zu vernichteten Türmen ist alles vertreten, was das Statistikherz erfreut. So kann man auch bei einem fehlgeschlagen Angriffsmanöver in der Retrospektive darüber sinnieren, warum es nicht geklappt hat, und was man beim neuen Versuch vielleicht bei der eigenen Taktik ändern könnte.

Wer sich abseits der Kampagne umschauen möchte, für den gibt es zwei weitere Spielmodi. In „Prüfungen“ warten, wie der Name schon verrät, einige mehr oder weniger herausfordernde Aufgaben auf euch. So muss man z.B. bei „Durchhalten“ so viele Angriffswellen wie möglich überstehen; bei der Prüfung „Felsbrocken“ gilt es als riesiger Felsbrocken so viele Gegner wie möglich zu vernichten, indem man sie überrollt und zu guter letzt muss man in der „Berserkerprüfung“ mit einem Berserker das Ende der Map erreichen, allerdings ohne dazwischen vom Gegner erledigt zu werden.silber-groß

Der letzte verfügbare Spielmodus heißt „Geplänkel“, hier spielt man lediglich gegen die KI.

An Freunde des gepflegten Multiplayer-Zockens hat Two Tribes glücklicherweise auch gedacht und deswegen auch einen schicken Mehrspielermodus integriert. Hier stehen einem alle Völker und allerlei andere Besonderheiten, die man auch schon bereits aus der Kampagne kennt zur Verfügung. Diese können dann beliebig eingestellt und ausgewählt werden. Besonderer Clou: Ein Spieler steuert und beobachtet seine Truppen über das Gamepad, während der andere Spieler dies auf dem Fernehbildschirm macht und via Wii-Fernbedienung das Spiel steuert.


Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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