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Testbericht: Scram Kitty and his Buddy on Rails

Haustiere sind schon was besonderes! Sie sind treue Begleiter und immer für einen da. Für einige sind sie sogar eine Art Familienmitglied. Da ist es selbstverständlich, dass man selbst in große Sorge gerät und alle Hebel in Bewegung setzt, wenn das Haustier auf einmal krank wird oder sogar plötzlich verschwindet.

Letzteres geschieht mit unserem Stubentiger im Spiel „Scram Kitty and his Buddy on Rails“ für die Wii U und unsere Aufgabe besteht darin, ihn wieder nach Hause zu holen. Ob sich dieser Trip lohnt, das erfahrt ihr hier in unserem Test.

Die Verwirrung ist groß

Zur eigentlichen Geschichte erfährt man leider nicht sonderlich viel. Im Spiel gibt es überhaupt keine Infos darüber, nur wenn man einen Blick ins digitale Handbuch wirft, gibt es eine kleine Storyzusammenfassung, die aber grob auch das zuvor weiter oben Verfasste widerspiegelt.

Scram Kitty 1

Auch in Sachen Tutorial heißt es „Fehlanzeige“. Man wird einfach ins Geschehen reingeworfen und muss sich erst einmal selbst zurechtfinden. Und das ist gar nicht mal so einfach.

In den diversen Leveln befindet man sich in einem Gefährt, welches sich auf Schienen fortbewegt. Auf diesen „Rails“ bewegt man sich dann entweder vor oder zurück, springt über Abgründe, vernichtet die bösen Mäuse, welche es auf die Katzen abgesehen haben und sammelt letztendlich die Katzen im Level ein.

Dabei gibt es in jedem Level zwischen zwei bis vier Katzen zu finden.

Eine Katze befindet sich immer am Levelausgang, eine wenn man einhundert Münzen bzw. Kugeln eingesammelt hat, eine kann man nur befreien wenn man einen besonders starken „Boss Gegner“ besiegt hat und die letzte Katze läuft vor einem zunächst weg. Hier muss man besonders schnell sein und sie innerhalb eines Zeitlimits zwei- bis dreimal erneut finden, bis man letztendlich auch sie einsammeln kann.

Hat man mindestens 70 Katzen innerhalb der verschiedenen Level eingesammelt, kann man das letzte Level betreten und Scram Kitty befreien.

Der K(r)ampf mit der Steuerung

An sich gibt es den ersten Anblick nach nicht viel zu beanstanden bei diesem Game. Die Level sind wirklich sehr abwechslungsreich gestaltet, der Look und der Soundtrack gefallen, aber an ein paar Ecken und Kanten wäre noch eine Menge Feinschliff nötig gewesen.

Scram Kitty 2

Beginnen wir mit dem nervigsten: „Scram Kitty“

Zwar meint es die Katze, die wir zu retten versuchen, stets gut mit uns, aber häufig übertreibt sie es auch. Denn ab und an gibt es Einblendungen auf dem Bildschirm, mit welchen Scram Kitty uns ein wenig helfen will. Zum Beispiel mit dem Hinweis, dass wenn man 100 Münzen eingesammelt hat eine weitere Katze einsammeln kann.

Natürlich ist es löblich dass man (am Anfang) darauf hingewiesen wird, aber wenn dies nach zwei Spielstunden immer noch sehr oft und dann zum Teil auch in sehr unpassenden Situationen eingeblendet wird, kann das schon sehr nervig sein. Denn neben der Textbox wird auch noch ein großes Bild der Katze eingeblendet, welches den halben Bildschirm verdeckt und so ist man gezwungen, schnell auf das Gamepad zu blicken, um nicht gerade von einer Maus abgeschossen zu werden oder während eines Sprungs im Abgrund zu landen.

Scram Kitty 3

Und wo wir gerade beim Springen sind. Auch hier hat man sich für eine sehr eigenartige Mechanik entschieden. Kurze Distanzen kann man mit einem einfachen Druck auf die Sprungtaste ausführen, große Distanzen kann man aber nur durch eine Drehattacke überwinden, welches man durch das zweimalige Drücken der Sprungtaste ausführt. Dieses „zweite“ Drücken wird aber nicht immer registriert und kann so ziemlich schnell für Frust sorgen, wenn man gerade dadurch einen Sprung verpatzt hat oder vom Gegner getötet wurde.

Auch das Fehlen eines Savepoints im Level stört. Denn stirbt man kurz vor Abschluss eines Levels, darf man noch einmal von vorne bei diesem Level beginnen. Das kann also schon einmal heißen, dass die letzten 30 Minuten für die Katz waren.


Vielen Dank an Dakko Dakko für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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