Image default
PS4 Reviews Xbox One

Testbericht: Rory McIlroy PGA Tour

Nach einem Jahr Pause darf man dieses Jahr wieder zum Golfschläger greifen. Allerdings ziert nach seinen Eskapaden nicht mehr Tiger Woods das Cover des Spiels sondern der Ire Rory McIIroy. Ob sich die Auszeit gelohnt hat und ob Rory dem Tiger das Wasser reichen kann, dass erfahrt ihr hier in unserem Test.

Einmal Frostbite, immer Frostbite?

Schon die Grafik in Battlefield 4 und Battlefield Hardline sah wirklich exzellent aus, das liegt vor allem an der Frostbite Engine die dahinter steckt. Diese wurde auch in Rory McIIroy PGA Tour mit verbaut und lässt „das Green“ in neuem Glanz erstrahlen. Vor allem die eleganten Lichtspielereien fallen einem sofort auf. Aber die Grafikpracht, die einem hier präsentiert wird, bezahlt man mit einem gewissen Preis, denn des Öfteren kommt es zu Kantenflimmern, besonders bei Kamerafahrten, und auch die ein oder andere Animation der Golfer kann mal etwas ruckelig dargestellt werden. Da hätten wir uns noch ein wenig mehr Feinschliff seitens EA erhofft.

Rory1
Hoffentlich findet dieser Schlag sein Ziel!

Neben den „Original“-Kursen gibt es auch noch einige „Fantasy-Kurse“ wie beispielsweise einen Battlefield-4-Kurs. Zwar sorgt das für ein wenig Abwechslung, denn wann sieht man schon einmal ein Golfturnier inmitten eines Kriegsgebietes, andererseits stellt man sich aber auch die Frage „Was hat ein solcher Kurs in einem Golfspiel zu suchen, welches den Sport an sich und sich selbst relativ ernst nehmen will?“ Aber das ist wohl Geschmackssache.

Des Weiteren bestechen aber die „offiziellen“ Kurse durch ihre wunderbare Atmosphäre. Bekanntlich verstummt auch das Publikum wenn der Golfer sich auf seinen nächsten Schlag vorbereitet und hierdurch wird einem umso mehr bewusst, dass der jeweilige Golfplatz voller Leben steckt. Kleinigkeiten wie das Plätschern von Wasser oder die Laute von Tieren und Insekten sind in diesen leisen Passagen auffällig präsent. Aber auch das Kommentatoren-Duo, welches leider ausschließlich nur mit einer englischen Vertonung daher kommt, macht seinen Job sehr gut.

Rory 3
Jeder Schlag ist wichtig. Deswegen sollte man sich stets Zeit dabei lassen

Ein Schläger, viele Knöpfe

Wer nun noch nie ein Golf-Spiel ausprobiert hat, muss keine Angst haben, dass er hiermit nicht zurechtkommen könnte. Zu Beginn kann man auf zahlreiche Tutorials zurückgreifen, welche einen ganz gut an die Hand nehmen um die Grundlagen des Spiels kennenzulernen. Profis können sich natürlich später auch noch an die schwierigeren Tastenkombinationen heranwagen. Zudem lässt sich auch die Steuerung individuell anpassen, falls einem also die Grundeinstellung nicht zusagt, der kann auch noch zwischen einige anderen Steuerungsalternativen auswählen.

Rory 4
Die Werte des eigenen Spielers verbessern sich je länger (und besser) man spielt

Weniger ist mehr?

Leider hat man auch ein wenig beim Umfang dieses Jahr gespart. Anstatt wie noch vor zwei Jahren, wo man auf 20 echte Golfer als Spielcharaktere und 20 Golfkurse zurückgreifen konnte, gibt es dieses Jahr nur zwölf Golfer und zwölf Kurse. Immerhin hat man noch die Möglichkeit sich selbst einen Golfer zu kreieren, dank dem Spiel-internen Editor. Aber auch dieser hat augenscheinlich eine Schlankheitskur durchlaufen und gibt somit dem Spieler nur wenige Möglichkeiten seinen eigenen Golfer nach den eigenen Vorstellungen zu modellieren.

Auf zum Abschlag!

Das Herzstück ist und bleibt, wie bei fast jedem Sportgame die Karriere oder in diesem Fall der sogenannte „Tour-Modus“. Hier spielt man nach und nach auf allen Kursen und versucht sich stets mit den Besten der Welt zu messen. Dabei erhält man, je nachdem wie gut man bei den jeweiligen Turnieren abschneidet, allerhand Verbesserungen. Der eigene Golfer erhält bessere Attributwerte und levelt peu à peu auf oder man bekommt die Möglichkeit sich neue Ausrüstungsgegenstände beziehungsweise neue Golfschläger zu kaufen.

Rory 5
Es ist Shopping Zeit

Wo bleiben die Mitspieler?

Selbstverständlich kann man auch im Multiplayer das Eisen schwingen. Entweder bis zu viert an einer Konsole, wo jeder Mitspieler nacheinander losschwingen darf, oder eben online. Allerdings spielt man hier auch mehr oder weniger für sich, denn wie die Online-Konkurrenz sich auf dem Golfplatz schlägt, das kann man nicht etwa live mitverfolgen, sondern man sieht nur das Ergebnis mittels einer Einblendung nachdem der Spiel-interne Timer abgelaufen ist. Hier wäre es schön gewesen, wenn man zumindest, sofern man schneller als alle anderen mit seinen Schlägen ist, in eine Art Zuschauermodus versetzt wird um die Konkurrenz zu beobachten. So wirkt der Online-Multiplayer nicht viel anders als der Tour-Modus im Singleplayer.

Rory 2
Ich glaube das wird ein Hole-in-one

Auch was für Nachtschwärmer

Als kleines Schmankerl bekommen wir dieses Mal den sogenannten „Nightclub“-Modus noch spendiert. Hierbei darf man auf drei Kursen während der Nacht den kleinen Ball umherschleudern. Allerdings muss man jetzt nicht die Befürchtung haben, dass das Spielfeld umzingelt wird von verzweifelten Caddys die versuchen den verloren gegangenen Ball mit der Taschenlampe zu suchen, denn die Kurse wurde großzügig mit Neonlichtern bestückt, was für eine ausreichende Beleuchtung sorgt. Das ganze bietet zwar Spielerisch zwar nun keine komplett neue Offenbarung, aber es verleiht dem Ganzen ein wenig mehr den gewissen „Event-Charakter“, ähnlich wie die Nachtrennen in der Formel 1.


Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

verwandte Beiträge

E3 2016: Microsoft kündigt Xbox One S offiziell an!

Nature225

Xbox Scorpio – Arbeit an Hardware und Spielen bereits in Gange

Christian Ibe

Fussball Fan Party

Nature225