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Testbericht: Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas

Das erste Mal erschien Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas im Jahre 2013 auf dem Smartphone. Schnell machte sich das Spiel einen guten Ruf als gelungener Zelda-Klon. Dementsprechend war es nicht wirklich eine Überraschung, als Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas drei Jahre später eine Umsetzung für die PlayStation 4 und Xbox One und jetzt schließlich auch für die Nintendo Switch erhielt. Warum Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas neben dem großen Vorbild The Legend of Zelda: The Wind Waker in eurer Spielebibliothek auf Nintendos neuester Konsole nicht fehlen darf, zeigen die nachfolgenden Zeilen des Testberichts!


Ein kleiner Junge auf großer Seefahrt

Die Handlung von Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas ist relativ schnell erklärt. Ihr schlüpft in die Rolle eines kleinen Jungen, welcher aufgrund seiner Eltern sein Schicksal selber in die Hand nehmen muss. Euer Abenteuer beginnt in einem kleinen Zelt und bewaffnet mit einem Stock führen euch die ersten Schritte auf der liebevoll gestalteten – wir reden hier nach wie vor von einem Mobile-Port – Insel zu einem alten Mann. Nachdem ihr die ersten paar Aufgaben erledigt habt und mit der Steuerung vertraut gemacht wurdet, erhaltet ihr ein kleines Boot. Euer neues Fortbewegungsmittel bewegt sich hauptsächlich alleine. Ihr wählt lediglich eine der 14 ansteuerbaren Inseln auf der Karte aus und schon segelt ihr los. Mithilfe einer Erbsenkanone könnt ihr euch Feinde vom Leib halten und den einen oder anderen Schatz aus zerstörbaren Kisten und Fässern ergattern. Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas  bedient sich bei fast allem was es macht gänzlich an Nintendos Vorbild The Legend of Zelda. Mit anderen Worten schippert ihr über das Meer, erkundet Inseln und löst Rätsel in den vorhandenen Höhlen und Schreinen, bis die Hauptstory sukzessive an Fahrt aufnimmt.

Oceanhorn - Testbericht
Auch unser kleiner Held beherrscht die Wirbelattacke wie sein Vorbild aus Hyrule.
 

Demgegenüber wirkt der Schwierigkeitsgrad des bis zu 15 stündigen Abenteuers ein wenig zu einfach. Folglich können erfahrene Spieler sich schnell auf ihrer abenteuerlichen Reise unterfordert fühlen.


Kleine Schlüssel, Generalschlüssel und Bosskämpfe

Doch auch innerhalb der Dungeons setzt Oceanhorn da an, wo die älteren Teile von The Legend of Zelda aufgehört haben. Sei es der schematische Aufbau der Rätsel, bei welchen ihr zum Beispiel gewisse Gegenstände auf Schalter schieben müsst, damit sich eine verschlossene Tür öffnet. Auch gilt es verschiedene Arten von Schlüsseln in den Verließen zu finden,  um kleinere Türen oder Bosstüren zu öffnen. Hierbei erinnern wir uns beispielsweise an die Masterschlüssel aus den alten Teilen der Zelda-Reihe, welche in Oceanhorn Generalschlüssel genannt werden und ebenso dazu dienen um große Schatzkisten oder den Raum zum Dungeonboss zu öffnen. Unabhängig davon gibt es zudem in fast jedem Dungeon ein Schlüsselitem, welches für den Fortschritt innerhalb des Spieles essentiell ist. Am Ende eines jeden Dungeon wartet dann noch ein besonderer Gegner auf euch, welchen es mit bestimmten Taktiken zu bezwingen gilt. Spoiler: Auch hierbei gilt es meistens auf die leuchtende Stelle zu schießen/schlagen.

Oceanhorn - Testbericht
Innerhalb der Dungeons gibt es allesamt Schätze und Rätsel.

 

Auch die beliebten Herzfragmente haben es in das Spiel geschafft. Somit reiht sich bei Erhalt jedes vierten Fragments ein zusätzliches Herz bei eurer Lebensanzeige ein.


Überragende technische Präsentation und Patzer in der Sprachausgabe

Ein letztes Mal werde ich es hier noch betonen, dass es sich bei Oceanhorn um eine Portierung eines Mobile-Games handelt. Dahingehend muss euch klar sein, dass es natürlich nicht auf dem technischen Standard anderer vollwertiger Konsolenspielen ist. Trotzdem überzeugt Oceanhorn mit einem fabelhaften Artdesign, anständigen Lichteffekten und einem stimmigen Soundtrack,

Oceanhorn - Testbericht
Während des Abenteuers müssen wir immer wieder auf unser kleines Boot steigen. Mit einem Erbsengewehr halten wir uns Gegner vom Leib und zerschießen Fässer im Wasser.

 

Im Bereich der Auflösung läuft Oceanhorn im angedockten Modus mit 1080p und im Handheld-Mode mit 720p zu jeweils 60 Bildern pro Sekunde. Lediglich die fehlende deutsche Synchronisation kann man hier bemängeln. Folglich hört ihr in Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas englische Stimmen, bekommt aber wenigstens deutsche Bildschirmtexte zu lesen.


Fazit: Award

Besser gut geklaut als schlecht selber gemacht! Oceanhorn ist ein Zelda-Klon, welcher sich aber keineswegs aufgrund dieser Tatsache schämen muss. Ganz im Gegenteil, wo Breath of the Wild viele alte Tugenden abgeworfen hat, findet der Spieler diese umso häufiger in Oceanhorn wieder. Seien es die Gegenstände, die Herzteile, die unterschiedlichen Rätsel oder das Design der Dungeons. All dies lässt an vergangene Tage erinnern. Obgleich der Schwierigkeitsgrad etwas zu niedrig ist und auf eine deutsche Sprachausgabe verzichtet wird, sind mit dem 12 bis 15 stündigen Abenteuer knapp 15 Euro bestens investiert.

Klare Kaufempfehlung für Fans von The Legend of Zelda, aber auch alle anderen Spieler sollten zumindest mal einen Blick riskieren!


Vielen Dank an FDG Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

 

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