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Testbericht: Noitu Love: Devolution

Mit Noitu Love: Devolution bekommt die Wii U einen weiteren Port eines Retro-Indiegames. Schon auf den ersten Blick fällt das Spiel mit detaillierten Sprites auf und spätestens nach der eröffnenden Szene — in der man von einem Helikopter durch ein Hochhaus gejagt wird — sollte klar sein, wie actiongeladen der Titel auch noch ist.


Kurz, aber oho!

Die Story von Noitu Love: DevolutionNoitu Love ist übrigens „evolution” rückwärts — spielt 100 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils, Noitu Love & The Army of the Grinning Darns (hier zu finden). Die Armee der Darns ist zurück und die Heldin Xoda Rap (rückwärts: paradox) muss sie aufhalten.
Dass die Handlung platt ist, steht dem Spielspaß dabei überhaupt nicht im Weg. Ich würde sogar sagen, dass das Spiel davon profitiert, seine sowieso kurze Spielzeit von höchstens einer Stunde, in Gameplay zu investieren.

Und das Gameplay hat es verdammt in sich. Sieben Level, die unterschiedlicher nicht sein könnten, stehen bereit. Ob in einem verrückt spielenden Aufzug oder mit dem Hoverboard durch die Wüste. Noitu Love ist abwechslungsreich und hält dabei stets ein hohes Tempo aufrecht. Insbesondere die zahlreichen Bosse, die alle ganz eigene Herausforderungen bereit halten, sind dabei immer wieder ein Highlight.
Einer meiner Lieblingsbosse kämpft mit einem Fernseher. Attacken sind verschiedene Fernsehsendungen, die den Rahmen des Bildschirms verlassen; ein Fußballspieler der in den Vordergrund schießt zum Beispiel.

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In Noitu Love geht es ganz schön zur Sache

Zudem hat Noitu Love einen guten Wiederspielwert. Zwei alternative Charaktere gilt es freizuschalten. Auf höherer Schwierigkeitsstufe ist die Anzahl der Gegner gesteigert, statt einfach nur die Trefferpunkte des Spielers zu verringern.
Wer auf Perfektion aus ist, kann sich außerdem über ein Highscore-System inklusive Schulnoten freuen.


Die Steuerung auf der Wii U

In der ursprünglichen PC-Version steuert man Xoda mit Maus und Tastatur. Feinde werden bekämpft indem man sie anklickt. Fernkampfwaffen schießen in Richtung des Mauszeigers. Für die Wii U Version wurde die Maus durch den Touchscreen des Gamepads ersetzt, was leider nicht so toll funktioniert wie im Original.
So ist es manchmal schwer den Überblick zu behalten, da man mit der Hand einen Teil des Bildes überdeckt. Und gerade in Bosskämpfen will man kein Projektil aus den Augen lassen.

Gerade die Bosse sind ein Highlight von Noitu Love

Das schwerwiegendere Problem ist aber, dass die zweite Maustaste fehlt. In der Pc Version werden Standard-Atkionen mit der linken, Spezial-Aktionen mit der rechten Maustaste ausgeführt. Auf der Wii U werden stattdessen verschiedene Wischbewegungen für die Spezial-Aktionen verwendet.
Einzelne Manöver lassen sich auch mit dieser Steuerung noch gut ausführen. Aber im Eifer des Gefechts, wenn der Stylus nur so über den Schirm flog, tat mein Charakter eben nicht immer das was ich wollte. Spätestens wenn ich mehrmals hintereinander einen Sprungtritt ins Feuer vollführte, kam Frust bei mir auf.

Technisch lief auch nicht alles rund — wobei sich PC und Wii U diese Probleme teilen. Wenn mehrere Feinde auf dem Schirm sind, gibt es merkliche Ruckler. Überraschend, angesichts des reduzierten Grafikstils.


Fazit:

Noitu Love: Devolution ist ein tolles Spiel, die Wii U Version wird dem aber leider nicht gerecht. Mit Touchscreen funktioniert die Steuerung deutlich schlechter als mit einer Maus und die Gelegenheit, technische Mängel zu beheben, wurde nicht wahrgenommen.
Fans von Spielen wie Metal Slug oder Mischief Makers kann ich Noitu Love: Devolution absolut empfehlen — aber greift bitte zur PC-Version, die in diesem Test noch mal 2 Punkte mehr bekommen hätte.


Danke an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

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