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Testbericht: Madden 16

American Football, eine der härtesten Sportarten, startet in eine neue Saison und feiert zudem in dieser Spielzeit ein kleines Jubiläum, denn der fünfzigste Super Bowl steht an. Da lässt es sich EA natürlich nicht nehmen und veröffentlicht sein alljährliches Update zu dieser Spielereihe. Welche Verbesserungen und Neuerungen es gibt, das erfahrt ihr hier in unserem Test.

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Jets! Jets! Jets!

What did he say?

Vorweg sollte euch klar sein, dass Madden 16, genau so wie NHL, ausschließlich mit englischen Texten und der dementsprechenden Vertonung daher kommt. An sich sollte das für den geneigten Hobby-Gamer heutzutage kein Hindernis mehr sein, allerdings wird man sehr oft auch mit für diese Sportart typischen Fachbegriffen bombardiert, weswegen man sich entweder einigermaßen von vornherein mit der Sportart Football auskennen sollte oder zumindest das Internet stets parat haben sollte, um das ein oder andere Wort nachzugoogeln. Denn gerade zu Beginn des Spiels kann man anhand von kleinen Tutorials die Steuerung besser kennen lernen und wenn man hier schon nicht versteht um was es geht, hat man leider auch für das restliche Spiel nicht gerade die Besten Ausgangsvoraussetzungen.

Ich habe ihn, ich habe ihn…

Und hier kommen wir auch schon gleich zu einen der besten Neuerungen wie ich finde, die neue sogenannte „Catch-Mechanik“. Das Spielprinzip ist klar, der Quarterback versucht mit jedem Spielzug einem seiner Receiver den Ball zuzuwerfen, dieser muss infolgedessen es schaffen genügend Yards hinter sich zu bringen, damit ein neuer Versuch gestartet werden kann oder sich im Idealfall samt Football ans Ende des Spielfelds zu befördern um so einen Touchdown einheimsen zu können.

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Für einige das blanke Chaos, für andere taktisches Feinwerk

Allerdings hat dabei das gegnerische Team meist etwas dagegen und versucht das natürlich zu unterbinden, indem sie den zugeworfen Ball abblocken oder versuchen den Receiver zu Boden zu reißen. Die Catch-Spielmechanik allerdings hilft einem nun, dass es in der Offense für einen besser läuft. Man unterscheidet hier zwischen drei verschieden Catch-Typen, die man seinen Receivern zuweisen kann.

„Ballbesitz“ hilft einem, dass der Football zwar beim Receiver ankommt, aber man kann nicht viele Meter nach vorne damit gut machen. „Run After Catch“ hingegen erhöht die Chance nach einem erfolgreichen Fang auch ein paar Yards gut zu machen, allerdings ist das Risiko auch höher das der Pass geblockt wird. Und zu guter Letzt gibt es noch den „aggressive Catch“ womit man sich sogar gegen mehrere Gegner beim Catch durchsetzen kann, aber das ganze erhöht auch immens das Risiko einer Strafe (durch unsportliches Verhalten) oder einem Ballverlust. Aber wie heißt es so schön? „No risk, no fun!“

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Die neue Catch-Mechanik in Aktion

Damit das Ganze allerdings nicht unfair wird, wurde auch die Defense noch einmal überarbeitet. So ist es euch nun möglich den gegnerischen Receiver bereits in der Luft wegzutackeln beziehungsweise es ist generell etwas leichter geworden den Gegner etwas besser abzuschirmen.

Das Ganze soll aber bei weitem nicht bedeuten, dass Madden 16 nun zum Kinderspiel verkommen ist, ganz im Gegenteil. Als typischer europäischer Gelegenheits-Super-Bowl-Zuschauer hat man zu Beginn so seine Problemchen sich richtig ins Spiel einzufinden. Alleine schon die riesige Auswahl an Spielzügen die man aus dem Playbbook auswählen kann erschlägt einen geradezu. Damit man nicht ganz auf verlorenem Posten steht, werden einem aber vor jedem Spielzug drei Vorschläge angezeigt, die am besten zur aktuellen Spielsituation passen. Sehr schön finde ich zudem, dass nicht nur das Spiel selbst einen die Vorschläge anbietet, sondern dass es auch noch Vorschläge aus der Madden Community gibt, aus denen man zusätzlich auswählen kann.

Ich glaube ich bin im Football – Stadion

Man muss schon sagen, von der Präsentation her, ist Madden fast das Beste aller EA-Sport-Games. Kamerafahrten, Fangesänge, Maskottchen am Spielfeldrand, interessante Replay Einblendungen all das nähert sich bei Madden 16 schon der absoluten Perfektion, sodass man von dem Erlebnis einer echten TV- Übertragung nicht mehr weit entfernt ist.

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Welcher Spielzug, soll der nächste sein?

Ich will spielen!

Neben dem ganz normalen Exhibition Match, wo man spontan gegen eine andere Mannschaft losspielen kann, wartet auch noch der Franchisemodus auf euch. Hierbei handelt es sich mehr oder weniger um den Karrieremodus, wo ihr eine gesamte NFL-Saison mit eurem Lieblingsteam spielen könnt, um letztendlich das große Ziel, den Super Bowl zu erreichen. Auffällig hierbei ist, dass ihr euch während eurer Matches in der Karriere Erfahrungspunkte erarbeiten könnt, welche ihr durch Siege, erfolgreiche Pässe etc. bekommt. Dadurch entwickeln sich nicht nur eure Spieler weiter, sondern das gesamte Team!

Auch den Ultimate Team Modus, welcher vielleicht der ein oder andere aus der Fifa-Reihe kennt, findet sich hier bei Madden 16 wieder. Allerdings erweitert um den Draft-Modus. Hier werden einem über mehrere Runden hinweg drei Spieler angeboten, wobei ihr euch immer für einen dieser entscheiden müsst. Nach einigen Runde steht eure bunt zusammengewürfelte Truppe an Footballspielern. Mit dieser Mannschaft tretet man nun gegen KI oder Online-Gegner und je weiter man kommt umso besser die Belohnung, die man am Ende bekommt. Das können neue reguläre Kartenpacks für das Ultimate Team sein, Münzen und so weiter.


Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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