Image default
Tests Wii U

Testbericht: How to Survive

Zombies sind überall! Im Fernsehen, im Kino, in Romanen und ja, selbst in Videospielen. In letzterem sind diese „lebenden Toten“ sogar extrem häufig vertreten. Allerdings gab es auf der Wii U abgesehen von ZombiU und Resident Evil: Revelations bisher relativ wenig von unseren untoten Freunden zu sehen. Dies ändert sich aber jetzt, denn mit How to Survive bringt der Indie Entwickler 505 Games die Zombieapokalypse auch in den eShop!

Brrraaaaaaiiiiiinnnnnsssss!!!!

Oh Schreck! Da überlebt man mit mehr Glück als Verstand ein desaströses Schiffsunglück und dann landet man ausgerechnet auf einer Insel, die voller Zombies ist. Willkommen auf Los Riscos! Da es natürlich nicht sehr angenehm ist, von anderen Personen angeknabbert zu werden, wird unser Ziel relativ schnell klar: „Wir müssen runter von dieser Insel“.

Um dies bewerkstelligen zu können, gilt es von nun an nicht nur diverse Materialen zusammen zu sammeln, um sich ein sichereres Fleckchen irgendwo anders zu suchen, sondern man kämpft sich auch in altbewährter Hack’n’Slay-Manier durch die Zombiemassen und versucht die körperlichen Bedürfnisse wie Hunger und Durst zu befriedigen.

How to survive Strand

Das alles mag sich zwar nun auf den ersten Blick ganz interessant anhören, ist es aber leider nicht. Die Gegner sind in den meisten Fällen sehr einfach zu besiegen, die verschiedenen Gebiete sind so klein, dass zwar eine gute Übersicht herrscht, man aber auch sehr schnell alle „schwierigen“ Orte erreicht und den Rest der Zeit verbringt man damit, entweder Sachen für die Rückreise oder für andere Leidensgenossen zu sammeln.

Vieles, was man auf der Insel findet, kann man in einem speziellen Crafting-Menü auch zu anderen wertvollen Sachen weiterverarbeiten. Allerdings kristallisieren sich hier auch zwei ziemlich derbe Mängel auf. Zum einen ist das Crafting an sich weitestgehend einfach sinnlos! Wieso? Waffen, die man selbst zusammenstellt sind in den allermeisten Fällen eher schwächer als die, die man findet.

How to survive Inventar

Selbst als Alternative für die Schusswaffen die man findet, sind die gecrafteten Gegenstände zu schwach. Zudem liegt überall verstreut so viel Munition herum, dass man nie auch nur auf den Gedanken kommt, zu einer anderen Waffe zu greifen. Zweiter fataler Fehler: Öffnet man das Inventar (und somit auch das Crafting-Menü) pausiert das Spiel! Somit wird dem Spieler ein weiterer Spannungsmoment geraubt, denn selbst wenn man einmal zu stark in Bedrängnis geraten sollte, öffnet man einfach sein Inventar und heilt sich wieder. Nervenkitzel sieht irgendwie anders aus.

Selbes gilt leider auch für den „Tag-und-Nacht Wechsel“. Im Spiel heißt es, dass es in der Nacht auf der Insel noch andere Kreaturen gibt, welche noch furchteinflößender sein sollen als die Zombies.

How to survive Boot

Ist man allerdings mit einer Taschenlampe ausgerüstet (und das ist man in 99 Prozent der Fälle), so bieten die „Nachtmonster“ dem Spieler genau dieselbe furchteinflößende Herausforderung wie die Zombies am Tag. Ganz genau, nämlich gar keine! Technisch wirkt das ganze Spiel recht ansehnlich. Nicht mehr und nicht weniger. Trotzdem hat die Wii U (auch von Indie-Entwicklern) schon schöner anzusehende Spiel spendiert bekommen.


Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

verwandte Beiträge

FIFA 16 – Vanishing Spray Gameplay

Nature225

Testbericht: Harvest Moon (Virtual Console)

Tim Rozenski

Casual: 3D Game Collection

Nature225